01.03.2021 14:31

NEL ASA im Zentrum: "Grüner erneuerbarer Wasserstoff wird fossile Alternativen übertreffen"

Starke Kostensenkung: NEL ASA im Zentrum: "Grüner erneuerbarer Wasserstoff wird fossile Alternativen übertreffen" | Nachricht | finanzen.net
Starke Kostensenkung
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Wasserstoff ist eine der alternativen "Kraftstoffe". Doch noch ist Wasserstoff weder besonders erschwinglich und eher selten grün. Das will der norwegische Hydrogenspezialist NEL ASA ändern und das zukunftsweisende Element konkurrenzfähig machen.
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• Wasserstoffkosten sollen gesenkt werden
• NEL will grünen Wasserstoff konkurrenzfähig machen
• Markt für H2-Tankstellen vor großem Wachstum


NEL ASA ist eines der Unternehmen, das sich auf Lösungen von Wasserstoff aus elektrischer Energie spezialisiert hat. Wasserstoff stellt eine der Alternativen zu fossilen Antriebsstoffen dar. Doch noch ist eine Massentauglichkeit nicht erreicht - einerseits sind da die Kosten, andererseits ist Wasserstoff nicht immer grün. Auf dem NEL Capital Markets Day 2021 wurde jüngst verkündet: NEL will das ändern.

Grüner Wasserstoff bis 2025 konkurrenzfähig

In den kommenden Jahren sollen die Herstellungskosten grünen Wasserstoffs deutlich sinken. Wie BusinessPortal Norwegen berichtet, verkündete NEL auf seinem Kapitalmarkttag 2021 seine neuen Ziele dazu: Bis zum Jahr 2025 will der norwegische Konzern den Preis für grünen Wasserstoff pro Kilogramm auf 1,5 US-Dollar reduzieren. Dieser soll aus erneuerbarem Strom gewonnen werden.

Um das zu erreichen, erfolge eine erhebliche Steigerung der Investitionen. Erweitern will das Unternehmen schließlich auch die Kapazitäten, während die Produktion hochgefahren wird. Im laufenden Jahr sollen außerdem mehr als hundert neue Mitarbeiter eingestellt werden.

Die Investitionen und weitere Maßnahmen bedeuten im Umkehrschluss jedoch auch, dass 2021 ein negatives Betriebsergebnis einzukalkulieren sei. Doch wie NEL betonte, sichere dieses Vorgehen die Führungsposition innerhalb der Wasserstoffindustrie. "Grüner erneuerbarer Wasserstoff wird fossile Alternativen übertreffen, und NEL steht im Zentrum dieses Übergangs," zitiert die Nachrichtenseite den Vorstandsvorsitzenden Jon André Løkke.

NEL: Entwicklung des Wasserstoffmarktes im Blick

Der Wasserstoffmarkt umfasst nach Angaben der Initiative Hydrogen Council gegenwärtig 70 Millionen Tonnen. Bis 2050 werde ein Wachstum um das Achtfache erwartet, wobei der Großteil auf grünem H2 basieren soll.

NEL-Vorstandsvorsitzender Løkke merkte jedoch an, dass es nur bei einem "Bruchteil der Elektrolyse" Möglichkeiten gebe, den bestehenden Markt nachhaltig zu machen. Die Investitionen der EU und der USA würden jedoch für eine Verschiebung sorgen, dank Investitionen in emissionsfreie Programme. "Das Wachstum wird nicht nur aus industriellen Anwendungen resultieren, sondern auch aus der Umstellung des derzeitigen dieselbetriebenen Schwerlasttransports auf emissionsfreien und kostengünstigen grünen Wasserstoff." An dieser Stelle verwies Løkke erneut auf NELs frisch verkündete Ziele zur Kostensenkung. Denn die genannte Entwicklung fordere insbesondere "kostengünstige Elektrolyse und ultraschnelles Tanken."

Beim Punkt Tankstellen zeigt sich das Unternehmen hinsichtlich dieser Entwicklungen gleichermaßen optimistisch: Der weltweite Markt für H2-Tankstellen könnte bis 2030 um 30 Prozent anziehen. Dazukommen sollen auch Betankungslösungen für Züge oder Fähren etwa. Eigenen Angaben zufolge verfüge NEL über eine Technologie-Roadmap, dank derer Schwerlasttransporter 1.000 Kilometer nach einer Betankungsdauer von 10 bis 15 Minuten kommen würden, was Wasserstoff von Elektroantrieb deutlich abheben würde.

Großprojekt: NEL erweitert Elektrolyseproduktion

Der Konzern mit Hauptsitz in Oslo ist bereits im Begriff, die Elektrolyseproduktion um Großprojekte zu erweitern, wie dem Bau einer vollautomatischen Anlage in Herøya. Bei der Elektrolyse handelt es sich um einen elektrochemischen Prozess, der chemische Energieträger wie Wasserstoff hervorbringt: elektrische Energie wird in chemische Energie umgewandelt.

Bei dem Projekt im Industriepark von Herøya soll die Testproduktion der 500-Megawatt umfassenden Produktionslinie im zweiten Quartal dieses Jahres beginnen. Wie NEL laut BusinessPortal Norwegen erklärte, könne die Produktion auf bis zu zwei Gigawatt pro Jahr erweitert werden. Der kommerzielle Hochlauf beginne im dritten Quartal 2021, heißt es.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: NEL ASA, Sashkin/stock.adobe.com

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