thyssenkrupp nucera: Erster Schritt in Indien - Wird daraus mehr?
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thyssenkrupp nucera hat einen wichtigen Auftrag aus Indien erhalten und darf eine Machbarkeitsstudie für eine der größten grünen Wasserstoffanlagen des Landes durchführen. Das eröffnet spannende Perspektiven.
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Wer baut, plant zuerst. Bevor bei Großprojekten auch nur ein Stein gesetzt oder eine Maschine bestellt wird, müssen Ingenieure detailliert durchrechnen, wie alles zusammenpasst - technisch, logistisch und wirtschaftlich. Genau das ist eine sogenannte Front-End-Engineering- und Design-Studie, kurz FEED.
thyssenkrupp nucera hat nun den Auftrag erhalten, eine solche Studie für eine Elektrolyseanlage mit einer installierten Leistung von 260 Megawatt in Indien zu erstellen. Auftraggeber ist das indische Unternehmen Juno Joule Green Energy Private Limited, das gemeinsam mit der deutschen SELECT Energy GmbH eine Anlage zur Herstellung von grünem Ammoniak plant.
Grüner Wasserstoff als Rohstoff
Im Kern geht es darum, Wasser mittels Elektrolyse in Wasserstoff und Sauerstoff aufzuspalten. Wird dafür Ökostrom verwendet, entsteht sogenannter grüner Wasserstoff, der als klimaneutraler Energieträger oder industrieller Rohstoff gilt. Im Fall des Juno-Joule-Projekts soll dieser Wasserstoff wiederum zu grünem Ammoniak weiterverarbeitet werden. Dieser kann dann z.B. als Dünger, aber auch als Kraftstoff eingesetzt werden. Das produzierte Ammoniak ist dabei als sogenannter RFNBO-konformer Rohstoff klassifiziert, also als erneuerbarer Kraftstoff nicht-biologischen Ursprungs. Das ist eine Zertifizierung, die für den geplanten Export nach Europa entscheidend ist.
Was nucera konkret tun wird
Die Aufgabe des Elektrolyse-Spezialisten besteht nun darin, ein Integrationskonzept zu entwickeln, also zu planen, wie die alkalische Wasserelektrolyse in die bestehende und geplante Anlageninfrastruktur eingebunden werden kann. Alkalische Elektrolyse ist eine ausgereifte Technologie, bei der thyssenkrupp nucera über jahrzehntelange Erfahrung verfügt. Das Unternehmen kann auf mehr als 600 erfolgreich installierte Projekte mit einer Gesamtkapazität von über 10 Gigawatt verweisen.
Noch kein Auftrag, aber eine Perspektive
Wichtig für Anleger: Die FEED-Studie ist kein Bau- oder Lieferauftrag, sondern eine bezahlte Planungsleistung. Ob es danach zu einem konkreten Auftrag für Engineering, Beschaffung und Fertigung kommt, ist noch offen. Die endgültige Investitionsentscheidung wird für das Geschäftsjahr 2026/27 erwartet.
Was den Deal dennoch besonders macht: Es ist das erste indische Projekt für grünen Wasserstoff im Portfolio von thyssenkrupp nucera und Indien gilt als einer der vielversprechendsten Wachstumsmärkte für erneuerbare Energien weltweit.
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Erstellung am 17.03.26 um 15:10 Uhr.
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