Wacker Chemie: Konjunkturhoffnung treibt an
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Die Aktie von Wacker Chemie nimmt wieder Anlauf auf das Jahreshoch von Mitte Februar. Die Stärke überrascht vor dem Hintergrund der erneuten Irritationen durch Zölle und Geopolitik.
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Der Absacker in der vergangenen Woche vom Jahreshoch bei über 84 Euro auf rund 78 Euro darf getrost als gesunde Korrektur nach dem Zwischenspurt von Ende Januar verbucht werden. Denn die Wacker-Aktie präsentiert sich aktuell in einer äußerst stabilen Frühform. Früh, weil die Anzeichen für eine anziehende Chemiekonjunktur laut dem Verband der Chemischen Industrie (VCI) noch eher zaghaft sind.
Zahlreiche Belastungen
Ebendies gilt laut VCI auch für die neuen Zollirritationen aus den USA. Hier sieht der Verband noch keine Entwarnung. Das passt wiederum zu den Forderungen an die EU, das grundsätzliche Umfeld für Chemieunternehmen zu verbessern und Regulierung sowie den Emissionshandel zu reformieren. In Deutschland laufen zudem gerade die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten in der Chemie-Industrie. Die zweite Verhandlungsrunde wurde ergebnislos vertagt.
Spannende Abnehmerbranchen
Bevor erste Fragen aufkommen: Natürlich gibt es auch eine Reihe von Argumenten für die Wacker-Aktie. Zieht die Konjunktur wieder an, dürfte der Hebel gerade für die Unternehmen groß sein, die auf interessante Absatzmärkte zielen. Neben der Halbleiter-, Elektro- und Solarindustrie gehört bei Wacker auch der Bau zu den wichtigsten Abnehmern. Die Bauindustrie wiederum dürfte laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) im Jahr 2026 nach fünf Jahren erstmals wieder preisbereinigt wachsen.
Fazit
Die Erwartung eines Konjunkturaufschwungs in der Chemie und in den wichtigsten Abnehmerbranchen von Wacker haben das Papier in eine technisch interessante Position gehievt. Das Hoch aus dem Jahr 2025 bei rund 88 Euro könnte bei der jüngst gezeigten Stärke der Aktie nur eine Zwischenstation beim weiteren Anstieg sein. Die Entwicklung der gut 30-Prozent-Tochter Siltronic dürfte wiederum nur dann bewertungsrelevant werden, wenn es dort zu sehr starken Kursveränderungen kommt. Den Ausblick für 2026 gibt es am 11. März.
Steil gestiegen ist zuletzt auch die Aktie der Beteiligungsgesellschaft DEWB. Dennoch notiert sie noch weit unter ihrem Buchwert. Zusammen mit den operativen Fortschritte der wichtigsten Beteiligungen, die sich 2026 in einem steigenden NAV niederschlagen sollten, lässt das genug Spielraum für weitere Kursgewinne: zum Artikel
Fundamental lohnt sich derzeit der Blick auf Gesco. Denn die sich häufenden positiven konjunkturellen Signale könnten endlich für den lange vermissten operativen Rückenwind sorgen, was auch die sehr moderat bewertete Aktie beflügeln sollte: zum Artikel
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Erstellung am 25.02.26 um 14:37 Uhr.
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