finanzen.net
01.07.2020 23:25

Komparsen im Filmgeschäft: Was verdient man eigentlich als Statist?

Traumberuf Komparse: Komparsen im Filmgeschäft: Was verdient man eigentlich als Statist? | Nachricht | finanzen.net
Traumberuf Komparse
Folgen
Sie wollen einmal den Blick hinter die Kulissen einer Filmproduktion werfen und auch noch dafür bezahlt werden? Der Job als Komparse bietet die Voraussetzungen dafür. Wie man zu einer Rolle als Statist kommt, wie hoch die Vergütung ist und welche Aufgaben einem zugeteilt werden, wird folgend erläutert.
Werbung

Ein Leben im Schatten der großen Darsteller

Man sieht sie in fast jeder Film- und Fernsehproduktion, häufig werden hunderte gebraucht und doch kennt sie keiner: Die Rede ist von Komparsen beziehungsweise Statisten. Ohne Komparsen könnten die meisten Blockbuster-Produktionen erst gar nicht realisiert werden, aber auch bei Fernsehserien kommen Statisten zum Einsatz.

Erst Komparsen lassen eine Szene lebendig erscheinen, ob als Passanten in der Stadt oder als Krieger auf dem Schlachtfeld, sie schaffen Authentizität und arbeiten dennoch ausschließlich im Hintergrund.

Die Motivation des Komparsen liegt in der Regel darin, hinter die Kulissen einer Produktion blicken zu können und möglicherweise einem berühmten Schauspieler zu begegnen. Dabei sollte das Schwierigkeitslevel des Jobs nicht unterschätzt werden, lange Drehtage und eine geringe Entlohnung zehren nicht selten an den Nerven.

So wird man Komparse

Doch über welchen Weg kommt man zu einer Statistenrolle? Die Produktionsgesellschaften von Film und TV bestellen bei Casting-Agenturen eine bestimmte Anzahl an Komparsen, dabei greifen die Agenturen je nach Bedarf und Anforderung auf eine große Auswahl zurück.

Wenn beispielsweise Krieger für eine mittelalterliche Schlacht gesucht werden, kommen in der Regel hauptsächlich kräftige und starke Männer infrage. Wohingegen für eine Rolle als Passant quasi jeder gebucht werden könnte, diese Auswahl liegt in der Entscheidung der Casting-Agenturen und dem Produzenten.

Wer Interesse an einer Statistenrolle hat, kann sich über Online-Formulare bei den Agenturen mit einem Foto und ein paar Angaben zur Person bewerben. Eine spezielle Ausbildung oder andere Voraussetzungen werden meist nicht verlangt, denn der Bedarf an Komparsen ist stets hoch.

Das verdienen Statisten in Deutschland und den USA

Die Anforderungen an den Statisten sind deshalb so gering, da dieser nur in den seltensten Fällen direkt in die Kamera spricht: Schweigen ist Gold. Gleiches gilt beim Durchhaltevermögen, denn ein Drehtag kann auch mal bedeuten, zehn bis zwölf Stunden herumzustehen, um dann für fünf Sekunden durchs Bild zu laufen.

Auch der Handlungsspielraum des Komparsen ist gering. Jeder Schritt, jeder Blick ist fest vorgegeben, nichts Außergewöhnliches soll von der eigentlichen Szene ablenken. Wer bei einer Statistenrolle vom großen Ruhm und Reichtum träumt, sollte sich von dieser Idee verabschieden, denn auch die Marge fällt vor allem in Deutschland relativ gering aus, so sind Stundenlöhne im Mindestlohnbereich nicht unüblich.

Die Tagessätze liegen abhängig von Drehort und Auftraggeber zwischen 50 und 90 Euro. Wenn die Dreharbeiten über einen gewissen Zeitraum - in der Regel ab 10,5 Stunden - hinausgehen, wird etwas mehr bezahlt, gleiches gilt für den Dreh bei Nacht. Es kann aber auch vorkommen, dass der Komparse überhaupt keinen Lohn erhält, bei Low-Budget-Produktionen ist das des Öfteren der Fall. Laut Steuerklassen.com kommen Statisten durchschnittlich auf ein monatliches Bruttoeinkommen von 1.500 Euro, abhängig davon, wie viele Aufträge angenommen werden.

In den USA sieht das Ganze schon etwas anders aus, hier variiert das Jahreseinkommen je nach Erfahrung. Zwischen 32.000 US-Dollar (circa 28.000 Euro) und 52.000 US-Dollar (circa 46.000 Euro) kann ein Komparse in den Vereinigten Staaten jährlich verdienen. Dieser Lohn ergibt sich aus einem durchschnittlichen Stundenlohn von 21 US-Dollar (18,64 Euro) plus Bonuszahlungen von jährlich 1.046 US-Dollar (928,47 Euro) im Durchschnitt.

Während man als Statist in den USA durchaus passabel entlohnt wird (im Verhältnis zu den höheren Lebenshaltungskosten), dient dieser Job in Deutschland normalerweise nur als Nebenjob und/oder Zeitvertreib.

Henry Ely / Redaktion finanzen.net

Bildquellen: HABRDA / Shutterstock.com
Werbung

Heute im Fokus

DAX geht schwächer ins Wochenende -- US-Börsen im Feiertag -- Chefwechsel bei Commerzbank voraus -- Deutsche Bank: Interesse an Wirecard-Teilen -- QIAGEN, Rolls-Royce, Lufthansa, Vonovia im Fokus

UBI will sich nicht von Intesa kaufen lassen. Delivery Hero verdoppelt Bestellzahlen inmitten der Pandemie. Sanofi bricht Medikamentenstudie zur Behandlung von COVID-19 ab. Mercedes-Benz muss dreistellige Millionensumme abschreiben. Airbus-Chef: Könnten mit Hilfe des Bundes 2.000 Stellen retten. Gilead Sciences: Arznei Remdesivir erhält europäische Zulassung für COVID-19.
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Umfrage

Wie gehen Sie angesichts der ausgesprochen volatilen Börsen in diesem Sommer mit Ihrem Depot um?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Deutsche Bank AG514000
BayerBAY001
TeslaA1CX3T
Amazon906866
Daimler AG710000
BioNTech SE (spons. ADRs)A2PSR2
Lufthansa AG823212
Deutsche Telekom AG555750
Infineon AG623100
NEL ASAA0B733
BASFBASF11
Allianz840400
E.ON SEENAG99
Microsoft Corp.870747