29.05.2022 17:03

So kann man durch Nachhaltigkeit Geld sparen

Für Umwelt & Portemonnaie: So kann man durch Nachhaltigkeit Geld sparen | Nachricht | finanzen.net
Für Umwelt & Portemonnaie
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"Einen nachhaltigen Lebensstil können sich nur Leute mit Geld leisten" - diese Ansicht vertreten nach wie vor viele Menschen in Deutschland. Tatsächlich gibt es aber viele Mittel und Wege, wie man unabhängig von der eigenen Vermögenslage durch nachhaltiges Verhalten sogar Geld einsparen kann. Im Folgenden gibt es einige Tipps, wie sich das anstellen lässt.
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Umweltbewusst ernähren - und dabei Geld sparen

Entgegen der weit verbreiteten Ansicht, eine umweltbewusste Ernährung würde den Geldbeutel allzu sehr belasten, kann der Kauf von nachhaltig produzierten Lebensmitteln in der Tat sogar kostengünstiger sein als der Gang zum Discounter. Wie "Edison" erklärt, ist die frisch zubereitete Mahlzeit aus saisonalen Zutaten gegenüber dem Fertiggericht gleich aus zweierlei Hinsicht zu bevorzugen, da Fertigspeisen häufig nicht nur ungesund, sondern im Endeffekt auch teurer sind, da solche Produkte meist nur für eine Person gedacht sind und somit deutlich ins Geld gehen, wenn davon eine ganze Familie ernährt werden soll. Auch regionales Obst und Gemüse sind normalerweise günstiger als das importierte Gut, da sich bei diesem die Kosten für die langen Transportwege bemerkbar machen, die außerdem auch eine große Belastung für Umwelt und Klima darstellen.

Bei Fleisch gilt die Devise: Wer auf die Umwelt achten will, der konsumiert Fleischprodukte in kleineren Maßen und seltener und gibt dafür lieber etwas mehr Geld aus. Bei Billigfleisch sind immer die vielfältigen negativen Auswirkungen der Massentierhaltung mit einzuberechnen.

Haushalt auf die nachhaltige Art

Gerade im Haushalt zahlt sich eine umweltbewusste Einstellung aus. Laut "Der Nachhaltige Warenkorb" lassen sich beispielsweise gerade Wasch- und Putzmittel ganz einfach aus alltäglichen Materialien herstellen und sind dem Griff zum Supermarkt-Reiniger jederzeit vorzuziehen. Zwei weitere gute Tipps sind die Benutzung von Topfdeckeln und die Vermeidung der Stand-By-Funktion bei Elektrogeräten. Berechnungen des Bundeswirtschaftsministeriums zufolge spart man, wie "Der Nachhaltige Warenkorb" berichtet, durch die schlichte Nutzung eines Topfdeckels beim Kochen 27 Euro pro Jahr, durch das vollständige Ausschalten der elektronischen Geräte anstatt der Belassung im Stand-By-Modus sogar 60 Euro. Hier weist das Portal auch darauf hin, dass Fernseher, die vor 2010 gekauft wurden, im Stand-by-Betrieb das Zehnfache an jährlichen Stromkosten verursachen wie aktuelle Modelle.

Eine weitere Art, die Umwelt zu schonen und dabei Geld zu sparen, ist das Trinken von Leitungswasser anstatt Mineralwasser zu konsumieren, welches in Deutschland das Klima enorme 586-mal stärker belastet als Leitungswasser, so "Der Nachhaltige Warenkorb". Eine konstant genutzte Trinkflasche zum Beispiel aus Edelstahl oder Glas erspare nicht nur eine Menge Plastikmüll, sondern auch die Kosten für das in Plastikflaschen abgefüllte Wasser und das Schleppen vom Supermarkt nach Hause. In Geschäften, Firmen und Einrichtungen mit dem sogenannten Refill-Aufkleber könne man zudem kostenlos auch unterwegs Leitungswasser auffüllen.

Kaufverhalten anpassen

Wenn ein elektronisches Gerät den Geist aufgibt, sollte man nicht unbedingt gleich den nächsten Fachmarkt aufsuchen, um es durch ein neues zu ersetzen, sondern sich zunächst einmal selbst an der Reparatur versuchen. Fühlt man sich mit der Aufgabe überfordert, so bieten laut "Der Nachhaltige Warenkorb" sogenannte Repair Cafés kostenlos sowohl fachkundige Unterstützung als auch das nötige Werkzeug dafür an. Sollte eine Reparatur unmöglich sein, so kann auch Upcycling eine gute Option sein, also das Zusammenbasteln eines neuen Geräts aus den Teilen von kaputten Sachen. Dies ist dem Umweltschutz allerdings nur dann förderlich, wenn die Neuschöpfung auch wirklich genutzt wird und nicht direkt wieder im Müll landet.

Auch der Kauf von gebrauchten Produkten ist sowohl nachhaltig als auch kostensparend. Gerade bei Kleidung lohnt sich dies im Besonderen, da die Produktion von neuen Kleidungsstücken viele das Klima belastende Komponenten aufweist, wie zum Beispiel der Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemittel, ein hoher Wasserverbrauch, die Verschmutzung von Gewässern mit Produktionsabfällen und Farbreststoffen sowie die Verwendung von Färbemitteln. Aber nicht nur Kleidung, sondern auch Möbel, Geschirr und Elektrogeräte wie Handy, Waschmaschine und Computer kann man in guter Qualität aus zweiter Hand erwerben.

Darüber hinaus sollte man beim Gang zum Supermarkt am besten gesättigt sein und einen Einkaufszettel dabeihaben. Im Durchschnitt wirft jeder Deutsche jedes Jahr 75 Kilogramm Lebensmittel weg, die ressourcenintensiv produziert wurden, wovon mindestens 44 Prozent durch bewusstes und geplantes Einkaufen vermieden werden könnten, wie "Der Nachhaltige Warenkorb" berichtet. Indem man das Auto dann auch noch stehen lässt und mit dem Fahrrad oder zu Fuß zum Supermarkt gelangt, steigert man nicht nur die eigene körperliche Fitness, sondern spart auch sowohl CO2 als auch Geld.

Thomas Weschle / Redaktion finanzen.net

Bildquellen: karlibri / Shutterstock.com
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