finanzen.net
13.02.2019 18:09
Bewerten
(2)

Ex-Fed-Chefin Yellen: Unter diesen Bedingungen könnte die US-Notenbank die Zinsen senken

Weltwirtschaft im Blick: Ex-Fed-Chefin Yellen: Unter diesen Bedingungen könnte die US-Notenbank die Zinsen senken | Nachricht | finanzen.net
Weltwirtschaft im Blick
Wird die US-Notenbank die Zinsen in einem nächsten Schritt anheben oder doch eher senken? Um die richtige Entscheidung zu treffen, müsse sich die Fed auf die Wirtschaftsdaten konzentrieren, meint die ehemalige Notenbank-Chefin Janet Yellen - denn es gebe eine Reihe von Bedrohungen.

Auf oder ab?

Die Wirtschaft in China und auch in Europa schwäche sich ab, was eine deutliche Gefahr für den Rest der Welt darstelle, gab die frühere US-Notenbank-Chefin Janet Yellen kürzlich in einem Interview mit CNBC zu bedenken. "Die Daten aus China waren in letzter Zeit schwach, die europäischen Daten werden ebenfalls schwächer erwartet", so Yellen.

Es gebe aktuell eine Reihe von Bedrohungen, wie der weiter andauernde Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China, der anstehende Brexit oder auch der US-Haushaltsstreit, der in einem erneuten Shutdown enden könnte. Zudem zeichne sich ein schwächeres Wachstum der Weltwirtschaft ab. Sollte dieses schließlich auf die USA überspringen, sei es durchaus möglich, dass die Fed die Zinsen im nächsten Schritt senken könnte. "Natürlich ist das möglich. Wenn das globale Wachstum wirklich schwächer wird und sich dies auf die Vereinigten Staaten ausdehnt, wo sich die Finanzbedingungen weiter verschärfen und wir in der US-Wirtschaft eine Abschwächung feststellen, ist es sicherlich möglich, dass der nächste Schritt eine Senkung ist. Aber beide Ereignisse sind möglich", sagte die frühere Fed-Chefin gegenüber CNBC. Bei den entsprechenden Bedingungen könnte die Federal Reserve die Zinsen also auch weiter anheben. Dies wäre der Fall, wenn sowohl das Wirtschaftswachstum als auch der Arbeitsmarkt in den USA weiterhin stark seien, meint die Finanzexpertin. "Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Fed die Zinssätze möglicherweise noch einmal anheben muss".

Größte Gefahr für die Wirtschaft

Das "sich verlangsamende globale Wachstum" sei aktuell die größte Bedrohung. "Bisher sind die Wirtschaftsdaten für die Vereinigten Staaten solide und stark. Wir haben, wie Sie wissen, die niedrigste Arbeitslosenquote seit etwa 50 Jahren, eine weiterhin solide Arbeitsleistung und eine niedrige Inflation". Yellen ist jedoch der Ansicht, dass sich das Wachstum in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr deutlich verlangsamen werde, äußerte sie ihre Bedenken gegenüber CNBC.

Für welchen Schritt sich die US-Notenbank schließlich entscheiden wird, bleibt jedoch abzuwarten. Zuletzt versicherte sie, sie werde zunächst "geduldig" sein. Ursprünglich waren zwei weitere Zinserhöhungen im Jahr 2019 vorgesehen. Nun müsse die Fed das globale Wachstum und die Auswirkungen auf die USA aber sorgfältig beobachten und ihre Entscheidung darauf basierend treffen, so Yellen.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Mesut Dogan / Shutterstock.com, Alex Wong/Getty Images

Heute im Fokus

DAX geht leicht schwächer ins Wochenende -- Wall Street letztlich tiefer -- ams plant neue Offerte für OSRAM -- Führungswechsel bei Ceconomy -- Coca-Cola, Munich Re, Lufthansa, Renault im Fokus

Wirecard bestellt offenbar Sonderprüfer. METRO-Großaktionär steigt bei Prosieben ein. Co-Chef von Software-Konzern Oracle gestorben. Russland könnte Uniper/Fortum anscheinend noch 2019 prüfen. Ufo sagt Warnstreik bei Lufthansa kurzfristig ab - Lufthansa erhöht Gehälter freiwillig. EU-Rat ernennt Christine Lagarde zur EZB-Präsidentin. Anheuser-Busch beschuldigt Konkurrenten des Rezeptur-Diebstahls.
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Umfrage

Die Bundesregierung erlaubt anscheinend Huawei-Technik bei Aufbau des 5G-Netzes. Was halten Sie davon?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Deutsche Bank AG514000
Microsoft Corp.870747
Daimler AG710000
Amazon906866
Apple Inc.865985
Ballard Power Inc.A0RENB
Allianz840400
NEL ASAA0B733
Scout24 AGA12DM8
Deutsche Telekom AG555750
BASFBASF11
TeslaA1CX3T
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
CommerzbankCBK100