25.04.2022 23:35

K+S-Aktie im Blick: Die Geschichte des traditionsreichen Rohstoffunternehmens K+S

130-jährige Geschichte: K+S-Aktie im Blick:  Die Geschichte des traditionsreichen Rohstoffunternehmens K+S | Nachricht | finanzen.net
130-jährige Geschichte
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K+S ist ein international ausgerichtetes Rohstoffunternehmen mit Produktionsstätten in Europa und Nordamerika. Die deutsche Gruppe blickt auf eine über 130-jährige Geschichte zurück und hat sich über die Zeit zu einem der führenden Anbieter von kali- und magnesiumhaltigen Produkten entwickelt.
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• Anfänge von K+S liegen in der Mitte des 19. Jahrhunderts
• Die Gruppe entstand durch mehrere Zusammenschlüsse und entwickelte sich zu einem führenden Salzproduzenten
• Heute beschäftigt die K+S Gruppe über 11.000 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz von mehr als 3,2 Milliarden Euro


Gründung und die Krisen der Weltkriege

Die Anfänge der heutigen K+S Aktiengesellschaft liegen in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit entdeckten Bergarbeiter in Staßfurt kalihaltige Salze und die ersten Kalibergwerke zum Abbau des Rohstoffs in großen Mengen entstanden. Die landwirtschaftliche Nutzung des abgebauten Kali als Dünger nahm in der folgenden Zeit deutlich zu, sodass die Nachfrage stieg und die Kali- und Düngemittelindustrie in Deutschland boomte. In Goslar wurde daraufhin die "Aktiengesellschaft für Bergbau und Tiefbohrung" gegründet, aus der im Jahr 1899 die Salzdetfurth AG hervorging, welche die älteste Vorläuferin der K+S Aktiengesellschaft ist.

Der Kalidünger entwickelte sich Ende des 19. Jahrhunderts zu einem internationalen Erfolgsprodukt und zu einem wichtigen deutschen Exportgut. Immer mehr Kalireviere wurden erschlossen und Kaliwerke gegründet. Durch die Markteinführung neuer und deutlich wirksamerer Mineraldünger und Düngemittelkombinationen blühte gegen 1900 außerdem die deutsche Landwirtschaft auf. Mit dem Beginn des ersten Weltkriegs begann allerdings die Zeit der Krisen für die Kali- und Düngemittelindustrie. Als das Elsass im Jahr 1919 wieder Teil Frankreichs wurde, verlor Deutschland sein Kalimonopol. Zwar konnten in der Weimarer Republik die Produktivität der Branche durch Modernisierungen und Unternehmenszusammenschlüsse gesteigert werden, der staatliche Einfluss auf die Industrie wurde aber auch gleichzeitig immer mehr gesteigert. Nach der Machtübernahme der Nazis wurde die Kaliindustrie schließlich ein staatlich gelenkter Teil der NS- und Kriegswirtschaft. Mit dem Sieg der Alliierten über Hitler-Deutschland im zweiten Weltkrieg und der späteren Aufteilung Deutschlands in West und Ost trennten sich auch ehemals zusammengeführte Unternehmen. Die gesamte deutsche Branche stand vor einem Neuanfang und sah sich einer stärkeren internationalen Konkurrenz aus Kanada und der Sowjetunion gegenüber.

Zusammenschlüsse und Wachstum

Wegen des stärkeren Wettbewerbs unternahm die Kaliindustrie der BRD zunehmend Maßnahmen, die ihre Konkurrenzfähigkeit auf dem Weltmarkt steigern sollten. Im Zuge dessen schlossen die Salzdetfurth AG und die Wintershall AG ihre Kali- und Steinsalzaktivitäten in der neu gegründeten "Kali und Salz" unter dem Dach der BASF zusammen. In der DDR fügte der Staatsapparat die Kaliindustrie des Landes in der "VEB Kombinat Kali" zusammen.

Mit dem Fall der Mauer und der Wiedervereinigung Deutschlands vereinigte sich auch die Kaliindustrie. Das Kombinat Kali wurde in die Mitteldeutsche Kali AG umgewandelt. Alleiniger Anteilseigner dieser neuen Holding war die Treuhandanstalt. Die ost- und westdeutsche Kaliindustrie verständigten sich auf eine Zusammenarbeit, um unter einem Konzept der "wirtschaftlichen und sozialen Vernunft" ihre internationale Konkurrenzfähigkeit zu stärken. Die Kooperation mündete schließlich in der Gründung der "Kali und Salz GmbH", in der die "Kali und Salz AG" und die "Mitteldeutsche Kali AG" ihre Kali- und Steinsalzaktivitäten zusammenschlossen. Zuvor firmierte die "Kali und Salz AG" zur "Kali und Salz Beteiligungs AG" um und erhielt 51 Prozent der neuen Gesellschaft. Die übrigen 49 Prozent gingen an die Treuhandanstalt, die später zur "Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben" wurde. Die Kalifusion entpuppte sich als voller Erfolg. Eine Milliarde Mark wurden in die Modernisierung investiert und es konnten insgesamt 7.500 Arbeitsplätze gesichert werden. In den folgenden Jahren sollte das Unternehmen weiter wachsen und seine Aktivitäten umfassender gestalten. Da man nicht mehr nur beim klassischen Kerngeschäft bleiben wollte beschloss man 1999, den Namen der "Kali und Salz Beteiligungs AG" in "K+S Aktiengesellschaft" zu ändern. Damit war die K+S geboren.

K+S heute

Ab der Jahrtausendwende hat die K+S ihr Portfolio stetig erweitert und sich zu einem wachstumsorientierten Anbieter von Spezial- und Standarddüngemitteln, Pflanzenpflege- und Salzprodukten entwickelt. Ein besonderer Fokus der Wachstumsstrategie liegt dabei aber bei den Geschäftsbereichen "Kali- und Magnesiumprodukte" und "Salz". Für den Ausbau der Aktivitäten und die internationale Erweiterung des Unternehmens erwarb man unter anderem den chilenischen Salzproduzenten SPL, den nordamerikanischen Salzproduzenten Morton Salt und die kanadische Potash One. Mit diesen Übernahmen stieg K+S zum weltweit führenden Salzproduzenten auf. In den DAX kam K+S im Jahr 2008, mittlerweile gehört das Unternehmen jedoch nur noch zum MDAX.

Am 3. Oktober 2014 feierte die K+S ihren 125. Geburtstag. Über all die Jahre blieb das Geschäft des Unternehmens nahezu gleich. Noch heute gewinnt K+S selbst Rohstoffe und verarbeitet diese zu Produkten für den Endkunden weiter. Auch die Internationalisierung und die Stärkung der Marktstellung riss bis heute nicht ab. So investierte das Unternehmen weiter in Düngemittelhersteller in verschiedenen Ländern und baute unter anderem ein Analytik- und Forschungszentrum in Unterbreizbach. Heute beschäftigt die K+S Gruppe 11.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf der ganzen Welt und erwirtschaftet einen Umsatz von über 3,2 Milliarden Euro (2021).

Nicolas Flohr / Redaktion finanzen.net

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