Aixtron: Das lässt Schlimmes ahnen
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Die Kursentwicklung von Aixtron hat mit dem starken Anstieg im Frühjahr den anschließenden kräftigen Aufschwung beim Auftragseingang richtig prognostiziert. Ist die starke Kurskorrektur der letzten Monate nun erneut der richtige Indikator für die künftige Geschäftsentwicklung?
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Die Kursentwicklung von Aixtron ist mal wieder ein Lehrstück in Sachen Börse. Im Frühjahr ist der Kurs der Aktie explodiert – in der Hoffnung auf einen Auftragsboom, induziert vor allem vom rasanten Ausbau der KI-Infrastruktur, für den auch Aixtron-Technologie genutzt wird. In den Zahlen des Unternehmens war davon damals aber noch relativ wenig zu sehen.
Auftragseingang steigt rasant
Das hat sich seitdem deutlich geändert. Der Auftragseingang ist rasant angezogen – nach jeweils ca. 170 Mio. Euro in Q4/25 und Q1/26 auf 214,5 Mio. Euro im zweiten Quartal und rund 275 Mio. Euro in den letzten drei Monaten.
Steiler kurzfristiger Abwärtstrend
Und was macht die Aktie? Sie fällt wie ein Stein – zuletzt auf ein neues Sechsmonatstief. Damit wurde der steile kurzfristige Abwärtstrend bestätigt, der gemessen am Jahreshoch auf Xetra bei 62,66 Euro inzwischen zu mehr als einer Kurshalbierung geführt hat.
Die Frage nach dem Warum
Wie passt das zu den Zahlen? Zum einen waren an der Börse natürlich enorme Vorschusslorbeeren verteilt worden, die zeitweise zu einem KGV26 in hohen zweistelligen Regionen geführt haben. Auch nach der massiven Korrektur liegt das Multiple von Aixtron bei einem Kurs von 29,30 Euro auf Basis der Konsensschätzung der Analysten immer noch bei stattlichen 40 (Stand 27.10.). Zum anderen fürchten die Anleger aber ganz offenbar, dass der KI-Infrastrukturboom wegen der ausgeprägten Fremdfinanzierung angesichts deutlich gestiegener Zinsen abrupt einbrechen könnte – mit entsprechenden negativen Effekten für den künftigen Auftragseingang von Aixtron.
Vorsicht ist angebracht
Im Frühjahr ist bei der Aktie von Aixtron schlicht nach oben übertrieben worden, ablesbar aus einer sehr hohen Bewertung. Aber sind die Kurseinbußen jetzt schon eine Übertreibung nach unten oder aber ein Indikator für eine baldige Verschlechterung der Marktbedingungen? Das lässt sich noch nicht mit Gewissheit sagen, aber die Aktie ist im Moment in jedem Fall ein fallendes Messer, bei dem Vorsicht angesagt ist. Am 29. Oktober steht der Quartalsbericht von Aixtron an. Die Anleger dürften dann genau darauf achten, was das Management zu den weiteren Aussichten des Auftragsbooms zu sagen hat.
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Erstellung am 27.10.26 um 10:30 Uhr.
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