Matador: Aus Gegenwind wird Rückenwind
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Die Aktie von Matador Secondary Private Equity ist im Sog der Probleme am Private-Equity-Markt deutlich zurückgefallen. Die Halbjahreszahlen zeichnen allerdings ein Bild, das zur Kursentwicklung kaum passt.
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Die in Teilbereichen angespannte Lage an den Märkten geht auch am Private-Equity-Markt nicht spurlos vorüber. Der kräftige Zinsanstieg sorgt vor allem in den Segmenten Large-Buyout und Private Credit für Probleme, da ein hohes Fremdkapitalvolumen inzwischen eine starke Belastung darstellt. Die hohen Refinanzierungskosten bei großen Transaktionen sorgen zudem für einen gewissen Exitstau in der Branche.
Zu Unrecht in Sippenhaft
Die Aktie von Matador wird hier nach unserem Eindruck in Sippenhaft genommen, obwohl die Bereiche, in die das Unternehmen schwerpunktmäßig investiert hat, von den Schwierigkeiten kaum betroffen sind. Denn der Fokus des Großteils des Portfolios, das aus Private-Equity-Secondary-Fonds besteht, liegt auf den Sektoren Small-and-Mid-Cap-Buyout sowie Venture Capital, in denen das Fremdkapitalvolumen üblicherweise keine so starke Rolle spielt.
Ergebnis stark verbessert
Dementsprechend sind die Halbjahreszahlen erfreulich ausgefallen. Der Erfolg aus den Fondsengagements hat sich gegenüber dem Vorjahr um 30 Prozent auf 4,0 Mio. CHF erhöht. Unter dem Strich ist aus einem Nettoverlust von 4,0 Mio. CHF in den ersten sechs Monaten von 2025 sogar ein Gewinn von 5,0 Mio. CHF geworden. Das liegt daran, dass das Unternehmen im Vorjahr einen kräftigen Gegenwind aus der Aufwertung des Schweizer Frankens (Berichtswährung) zum US-Dollar (Währung mehrerer Investments) verspürt hat, der im ersten Halbjahr 2025 zur Erfassung von Währungsverlusten in Höhe von 6,8 Mio. CHF geführt hat, wobei es sich dabei überwiegend um Buchverluste handelt. Im laufenden Jahr sorgt die Dollaraufwertung hingegen nun für Rückenwind und einen Währungsgewinn von 1,3 Mio. CHF in den ersten sechs Monaten.
Steigender Free-Cashflow
Da die Ausschüttungen der Fonds die Abflüsse aus noch zugesagten Mitteln nun in zunehmendem Maße übertreffen, generiert das Matador-Portfolio einen steigenden Free-Cashflow. Zusammen mit dem positiven Gewinntrend sind das gute Voraussetzungen für wieder steigende Kurse bei der Aktie, sobald der Sektor wieder etwas differenzierter betrachtet wird.
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Erstellung am 27.10.26 um 10:19 Uhr.
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