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17.02.2016 13:18
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Beiersdorf-Anleger wegen unveränderter Dividende verstimmt

Aktie im Minus: Beiersdorf-Anleger wegen unveränderter Dividende verstimmt | Nachricht | finanzen.net
Aktie im Minus
Der Nivea-Hersteller Beiersdorf hat das Jahr 2015 mit einem satten Gewinnplus abgeschlossen, knausert aber bei der Dividende.
Der Nivea-Hersteller Beiersdorf will mit einer starken Bilanz im Rücken auf Einkaufstour gehen. "Wir fangen jetzt langsam an zu angeln", kündigte Beiersdorf-Chef Stefan Heidenreich am Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens vielsagend an. Wachstum aus eigener Kraft habe zwar weiterhin Priorität und die Marke Nivea biete dafür auch noch ausreichend Potenzial, das es zu heben gelte. Intensiver als bislang wolle sich Beiersdorf aber nun dem Thema Akquisitionen nähern.

Geld für Zukäufe hat Beiersdorf nach eigenen Angaben genug. Allein die Barmittel beliefen sich Ende 2015 auf knapp 3 Milliarden Euro. Das Problem sei eher, die geeigneten Kandidaten zu finden, sagte Heidenreich. Das Angebot in der Kosmetikbranche sei überschaubar und die Preise zudem relativ hoch. Beiersdorf schaut schon nach längerem nach Übernahmemöglichkeiten, kam aber bislang nicht zum Zug.

Mit dem Jahr 2015 hat der DAX-Konzern eine gute Ausgangsbasis für sein Vorhaben geschaffen. Der auf die Anteilseigner entfallende Gewinn kletterte um ein Viertel auf 660 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte Beiersdorf allerdings auch Wertberichtigungen in China verbuchen müssen. Das Geld will Beiersdorf aber lieber im Unternehmen halten, statt seine Aktionäre übermäßig zu bedienen. Der Konzern schüttet seit 2009 unverändert 70 Cent je Aktie Dividende aus. Daran soll sich auch diesmal nicht ändern. Gut die Hälfte der Anteilsscheine liegt in den Händen der Tchibo-Erben Herz.

AKTIE UNTER DRUCK

An der Börse kam das nicht gut an. Lediglich die RWE-Aktien verloren noch stärker als Beiersdorf. Zuletzt lagen die Papiere mit 0,93 Prozent im Minus. Neben der unveränderten Dividende stieß einigen Experten auch der konservative Ausblick des Unternehmens sauer auf. Für das laufende Jahr erwartet der Hautpflegespezialist, zu dem aber auch die Klebstoffmarke Tesa gehört, ein Wachstum aus eigener Kraft in Höhe von 3 bis 4 Prozent. Hier hatte der Konzern in den vergangenen Jahren die Messlatte einen Tick höher gehängt. Die Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (Ebit), die 2015 mit 14,4 Prozent auf den höchsten Stand in der Unternehmensgeschichte kletterte, soll 2016 ebenfalls nur "leicht" zulegen.

Heidenreich begründete die Zurückhaltung mit der schwer kalkulierbaren Entwicklung der Weltwirtschaft. Gerade in den Schwellenländern dürfte sich das Wachstum weiter abschwächen, sagte er. Der Kosmetikbranche insgesamt traut er nur ein Wachstum von 1 bis 2 Prozent in diesem Jahr zu. Wettbewerber L'Oreal hatte sich da zuletzt optimistischer geäußert.

NEUE PRODUKTE IN DER PIPELINE

Chancen sieht der Konzernchef dennoch - vor allem für seine Hausmarke Nivea. In Kürze soll ein neuartiges Deodorant auf den Markt kommen und auch in der Damenrasur will Beiersdorf weiter punkten. Derzeit läuft ein Test mit Einwegrasierern in Deutschland und Österreich, das Konzept könnte aber auf weitere Länder ausgerollt werden. Die Hamburger haben auch in der Männerkosmetik viel vor. "Das Segment wird in den kommenden Jahren stark wachsen", glaubt Heidenreich. Viele Männer benutzten derzeit noch keinerlei Kosmetik, was sich aber ändern dürfte. Die Beiersdorf-Produkte, die in der Regel günstig seien, eigneten sich da gut als Einstiegsprodukt.

2015 waren Duschgels, Deodorants, Sonnenmilch und Antifaltenpflege bereits ein Renner. Konzernweit verbesserte sich der Umsatz um 6,4 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro. Aus eigener Kraft wuchs Beiersdorf dabei um 3 Prozent. Vor allem die Apothekenkosmetik von Eucerin lief 2015 wie geschmiert und überholte mit einem Umsatzplus von 5,4 Prozent sogar das Flaggschiff Nivea beim Wachstum, das um 4,5 Prozent zulegen konnte.

Gebremst wurde Beiersdorf von seiner Tochter Tesa, die wie alle Klebstoffhersteller stark vom Verlauf der Konjunktur abhängig ist. Ohne den Rückenwind des Euro konnte sie daher organisch kaum wachsen. Allerdings hatte Tesa im Vorjahr auch noch stark von Projektaufträgen aus der Elektronikindustrie profitiert, die sich 2015 nicht wiederholt haben./she/fri/zb

HAMBURG (dpa-AFX)

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