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22.05.2020 22:59

Wirecard-Konkurrent Square: Was ist dran an dem Payment-Konzern des Twitter-Chefs?

Aktie im Rallymodus: Wirecard-Konkurrent Square: Was ist dran an dem Payment-Konzern des Twitter-Chefs? | Nachricht | finanzen.net
Aktie im Rallymodus
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Während die Aktien des deutschen Zahlungsdienstleisters Wirecard an der Börse immer weiter abgestraft werden, befinden sich die Anteilsscheine des US-Konkurrenten Square inmitten einer erfolgreichen Rally.
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• Square-Aktie mit 110 Prozent Kursplus seit Mitte März…
• Umsatzsteigerung von mehr als 25 Prozent in Q1
• Wirecard-Aktie notiert auf Corona-Crash Niveau

Der US-amerikanische Softwareentwickler und Unternehmer Jack Dorsey scheint ein goldenes Händchen für erfolgreiche Firmen zu haben. So gründete er im Jahr 2006 - zusammen mit den Co-Gründern Evan Williams und Biz Stone - den Kurznachrichtendienst Twitter. Der Microblogging-Dienst bring es gegenwärtig auf weltweit 166 Millionen aktive Nutzer pro Tag und eine Marktkapitalisierung von über 25 Milliarden US-Dollar.

Jack Dorsey - der Unternehmer mit dem goldenen Händchen

Im Gegensatz zu vielen anderen Gründern ruhte sich Dorsey jedoch nicht lange auf seinem Erfolg aus, sondern gründete nur drei Jahre nach dem Start von Twitter zusammen mit Jim McKelvey das Finanzdienstleistungs- und Mobile Payment- Unternehmen Square.

Square bietet seinen Kunden verschiedene Software- und Hardware-Produkte an, die den klassischen Zahlungsverkehr beschleunigen und vereinfachen. Im Hardware-Segment verkauft der Konzern beispielsweise kleine Kreditkartenlesegeräte für Selbstständige, kleine Betriebe, Ärzte und Restaurants, welche lediglich an ein iPhone oder ein iPad angeschlossen werden müssen. Der jeweilige Kunde kann dann unkompliziert mit seiner Kreditkarte bezahlen und einfach mit seinem Finger auf dem Touchpad unterschreiben. Für die Nutzer, also die Firmeninhaber, hat dieses System den Vorteil, dass alle Rechnungen ihrer Kunden unmittelbar nach dem Zahlungsvorgang am PC ausgewertet werden und die Quittungen direkt per E-Mail an die Käufer versendet werden können.

Der Payment-Konzern von Dorsey bietet seinen Kunden, passend zur hauseigenen Hardware, natürlich auch verschiedene Softwarelösungen an. Neben der Rechnungsstellung können mit den Programmen von Square somit auch Lohnabrechnungen, Buchhaltung und Kredite überwacht und bearbeitet werden.

Die Square-Aktie läuft Wirecard davon

Mit einem Aktienkurs von über 80 US-Dollar bringt es der Zahlungsdienstleister Square auf eine aktuelle Marktkapitalisierung von rund 36 Milliarden US-Dollar. Somit übertrumpft Dorseys zweiter Erfolgskonzern nicht nur den Börsenwert von Twitter, sondern ebenfalls den vom deutschen Payment-Konkurrenten Wirecard.

Denn mit einem Kurs in Höhe von ca. 85 Euro bringen es die Aschheimer gegenwärtig nur noch auf einen Marktkapitalisierung von knapp über 10 Milliarden Euro und pendeln somit fast 60 Prozent unter ihrem Allzeithoch vom Sommer 2018. Mit einem Aktienkurs von 80 US-Dollar notieren die Square-Anteilsscheine hingegen nur noch rund 18 Prozent unter ihrem Allzeithoch, welches ebenfalls im Sommer 2018 erreicht wurde. Ungeachtet dieser Tatsache befindet sich der US-Payment-Konzern aktuell mitten in einer atemberaubenden Rally. So konnte die Aktie seit ihrem Corona-Tief vom 16. März bereits wieder um mehr als 110 Prozent zulegen. Die Anteilsscheine von Wirecard notieren hingegen noch rund drei Prozent unter ihrem Corona-Crash-Niveau.

Square glänzt mit Umsatzwachstum und Zukunftsperspektiven

Dass sich die Anteilsscheine von Square aktuell in einem ausgeprägten Rallymodus befinden, dürfte nach den Zahlen zum ersten Quartal 2020 jedoch niemanden verwundern. So gelang es dem Dorsey-Konzern in den ersten drei Monaten des Jahres einen Umsatz von insgesamt 615,9 Millionen US-Dollar zu erzielen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht dies einer Umsatzsteigerung von 25,94 Prozent, denn im ersten Quartal 2019 lag der Erlös der Firma noch bei 489,1 Millionen US-Dollar.

Square kann seine Aktionäre jedoch nicht nur mit einem phänomenalen Umsatzwachstum begeistern, sondern auch mit neuen Wachstums- bzw. Zukunftsperspektiven. So bietet der US-Konzern seinen Kunden schon seit mehreren Monaten die Möglichkeit, über die hauseigene Cash-App kostenlos Aktien zu handeln. Die Investment-App von Square ermöglicht es den Kunden sogar, lediglich einen Bruchteil einer Aktie zu kaufen. Dementsprechend können die Nutzer schon mit einem US-Dollar Anteile von beispielsweise Amazon, Apple und Co. erwerben.

Des Weiteren gab das Unternehmen am 18. März 2020 bekannt, dass es eine Genehmigung bekommen hat, um als Industriebank tätigt zu werden. Diese neue Einheit, welche sich Square Financial Services nennen wird, kommt voraussichtlich jedoch erst 2021 auf den Markt.

Dorsey kämpfte schon immer gegen die Giganten der Branche

Mittlerweile zählt Square hinter Visa, MasterCard, PayPal und American Express zu den Top-10 Payment-Konzernen der USA. Folglich stehen dem Konzern, gerade im Handel und bei Kleinunternehmen, viele große Konkurrenten gegenüber. Mit liquiden Mitteln in Höhe von über 2,1 Milliarden US-Dollar und einer weiteren Milliarde in Form einer Wandelschuldverschreibung, welche im März emittiert wurde, besitzt der Konzern jedoch genügend Kapital um in der Zukunft kleinere Finanztechnologie-Unternehmen aufzukaufen und somit weiter zu wachsen.

Darüber hinaus hat Jack Dorsey schon mit Twitter bewiesen, dass er nicht die Branchenführerschaft übernehmen muss, um ordentliche Gewinne zu erzielen. So schwimmt auch Twitter seit Jahren im Kielwasser von Facebook und generiert trotzdem hohe Umsätze und neue Nutzer.

Pierre Bonnet / Redaktion finanzen.net

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