ATOSS Software: Vor der Bewährungsprobe

20.01.26 10:01 Uhr

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Trotz positiven Signalen aus Charttechnik, Analystenkommentaren und Insiderkäufen hat die ATOSS-Aktie zuletzt deutlich nachgegeben. Nun rückt die Unterstützungszone um 100 Euro in den Fokus – und mit ihr die anstehenden Zahlen Ende Januar.

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Noch Anfang Januar schien die Kombination aus einem sich aufhellenden Chartbild, optimistischen Analystenstimmen und umfangreichen Insiderkäufen für eine Fortsetzung der Erholung zu sprechen. Doch die Aktie der ATOSS Software SE folgte dieser Erwartung nicht. Stattdessen fiel der Kurs seit Mitte Januar von über 120 Euro auf zuletzt nur noch knapp über 100 Euro zurück.

Erneut gescheitert an der 200-Tage-Linie

Charttechnisch zeigt sich ein bekanntes Muster. Wie bereits im Oktober prallte die Aktie auch diesmal an der 200-Tage-Linie nach unten ab. Mit dem Rücksetzer wird nun die Unterstützungszone knapp unterhalb von 100 Euro getestet. Diese Zone ist von hoher Bedeutung, da sie durch das Doppeltief aus dem Spätsommer definiert ist. Ein Bruch dieser Marke würde das mittelfristige Chartbild deutlich eintrüben, während ein erneutes Halten die Grundlage für eine Stabilisierung schaffen könnte.

Sorgen vor Zahlen und Ausblick

Hinter der Schwäche dürfte vor allem die Nervosität vor den anstehenden Zahlen am 30. Januar stehen. Weniger die Ergebnisse für das abgelaufene Jahr, sondern vor allem der Ausblick auf 2026 steht dabei im Fokus. Der Markt fürchtet offenbar, dass sich die Wachstumsdynamik abschwächen könnte. In Verbindung mit der hohen Bewertung wirkt diese Unsicherheit belastend. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von deutlich über 30 ist ATOSS auf anhaltend solides Wachstum angewiesen. Zweifel an dieser Entwicklung sind für den Aktienkurs Gift.

Zwischen Chance und Vorsicht

Für mutige Anleger könnte die aktuelle Situation dennoch eine Chance darstellen. Wer darauf setzt, dass die Unterstützung hält und die Zahlen keine Enttäuschung bringen, könnte das aktuelle Kursniveau für einen Einstieg nutzen. Vorsichtigere Investoren sollten hingegen abwarten. Eine nachhaltige Stabilisierung im Kursverlauf sowie Klarheit über die Geschäftsentwicklung und den Ausblick erscheinen als Voraussetzung für ein Engagement.

Fazit: ATOSS steht kurzfristig an einem entscheidenden Punkt. Die kommenden Tage dürften zeigen, ob die langfristige Qualitätsstory erneut Vertrauen zurückgewinnt oder ob die hohe Bewertung sich noch länger als Bremse für weitere Kursgewinne erweist. 

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Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Erstellung am 20.01.26 um 10:02 Uhr. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.103 Prozent oder 13,9 Prozent p.a. (Stand: 10.01.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.

 

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