Südzucker: Suche nach dem roten Faden
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Unternehmenszahlen, Branchen-News und Geopolitik: Auf Südzucker prasseln derzeit die unterschiedlichsten Themen ein und verkomplizieren das Gesamtbild. Worauf Anleger achten sollten.
Werte in diesem Artikel
Die Südzucker-Aktie steckt die geopolitischen Unsicherheiten derzeit überraschend gut weg. Gleiches gilt für die in der vergangenen Woche vorgelegten Zahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2025/26 (per 28. Februar), die deutliche Rückgänge bei Umsatz und Ertrag zeigten. Positiv zu werten ist zumindest, dass die Ziele für das Gesamtjahr bestätigt wurden – wenngleich in der reduzierten Form vom August 2025.
Populistische Zuckersteuer
Ein zusätzlicher Belastungsfaktor ist der Ruf nach einer Zuckersteuer. Nach diversen Vorstößen aus der Politik schaltete sich zuletzt auch der Ärztepräsident Klaus Reinhardt ein und warnte vor einer drohenden Welle an Diabetes-Erkrankungen – und damit vor erheblichen zusätzlichen Kosten für das ohnehin schon unter Druck stehende Gesundheitssystem.
Entlastungen gefordert
Gegenläufige Impulse kamen von der „Grünen Woche“. Bayerns Agrarministerin Michaela Kaniber legte den Finger in die Wunde und forderte angesichts der schwierigen Marktbedingungen Entlastungen für die Landwirte. Mit den sinkenden Erzeugerpreisen hat in der Folge auch der Südzucker-Konzern zu kämpfen.
Fazit
Die Forderungen nach Entlastungen für die Agrarwirtschaft sind nicht neu, konkrete Wirkungen blieben bislang jedoch aus und hatten eher symbolischen Charakter. Dass sich die Südzucker-Aktie vom Tief unterhalb von 9 Euro zuletzt wieder spürbar erholen konnte, dürfte vor allem zwei Gründe haben: Zum einen scheint ein Großteil der negativen Nachrichten inzwischen im Kurs eingepreist zu sein, zum anderen gelang zur Monatsmitte der Bruch des Abwärtstrends bei rund 9,40 Euro. Das Potenzial für weiter steigende Kurse dürfte daher vor allem technischer Natur sein – eine fundamentale Wende ist bislang noch nicht erkennbar.
Deutlich besser sieht es derzeit bei Westwing aus, wo die Aktie – angefacht von guten Zahlen – jüngst ein Mehrjahreshoch erreicht hat und sich in einem intakten Aufwärtstrend befindet: zum Artikel
Mehr Schwung für die Aktie erhofft sich auch clearvise. Dafür hat das Unternehmen zum Jahreswechsel die Transformation zu einer dividendenorientierten YieldCo vollzogen und kürzlich einen sehr erfahrenen Manager als neuen CEO präsentiert: zum Artikel
Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Erstellung am 20.01.26 um 12:21 Uhr. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.176 Prozent oder 14,0 Prozent p.a. (Stand: 17.01.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.