Westwing: Jetzt wird das Potenzial langsam sichtbar
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Westwing hat das Jahr 2025 mit einem starken Schlussquartal abgeschlossen, so dass die zuvor kommunizierte Ertragsprognose übertroffen wird. Das ist eine Steilvorlage für gute Ergebnisse auch in 2026 und bedeutet kräftigen Rückenwind für die Aktie.
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Westwing hat im letzten Jahr das Expansionstempo deutlich erhöht – mit der Eröffnung mehrerer Stores in großen Städten und vor allem mit der Erschließung von zehn weiteren europäischen Märkten für das Onlinegeschäft. Zugleich achtet das Management aber auch auf die Kosteneffizienz und treibt den Ausbau des margenstarken Eigenmarkenangebots voran.
Rückkehr auf den Wachstumspfad
Die Erfolge, die mit dieser Strategie erzielt wurden, sind bemerkenswert. Während die vorherige Sortimentsbereinigung im ersten Halbjahr 2025 noch zu einem rückläufigen Bruttowarenvolumen (GMV) geführt hatte, ist im dritten Quartal die Rückkehr auf den Wachstumspfad gelungen. In den drei Schlussmonaten wurde dann sogar eine Steigerung um 9 Prozent erzielt, so dass das Bruttowarenvolumen im Gesamtjahr schließlich um 2 Prozent auf 507 Mio. Euro zugelegt hat.
EBITDA deutlich besser als erwartet
Das hat dazu geführt, dass das Unternehmen den Umsatz – trotz der dämpfenden Effekte der abgeschlossenen Sortimentsbereinigung – um 1 Prozent auf 449 Mio. Euro gesteigert hat, damit lag das Resultat am oberen Ende der Zielspanne von 425 bis 455 Mio. Euro. Auf der Basis wird die vorherige Prognose für das bereinigte EBITDA, die sich auf 25 bis 35 Mio. Euro belaufen hatte (wobei zuletzt schon ein Resultat am oberen Ende der Spanne erwartet worden war), voraussichtlich deutlich übertroffen, das Management rechnet jetzt mit einem Wert zwischen 42 und 45 Mio. Euro.
Starker Cashflow
Nach Unternehmensangaben hat sich die erfreuliche Ertragsentwicklung trotz der Wachstumsinvestitionen sehr positiv im Netto-Cashflow niedergeschlagen, der sich in der Finanzperiode auf 25 Mio. Euro belaufen hat, so dass die Liquidität auf 94 Mio. Euro zugenommen hat. Wir gehen zudem davon aus, dass das Unternehmen auf der Basis auch einen deutlich positiven Jahresüberschuss erzielt hat.
Weiteres Potenzial mit Eigenmarken
Ein zentraler Pfeiler des Erfolgs war der Ausbau des margenstarken Geschäfts mit Eigenmarken, der seit Jahren vorangetrieben wird. Im Schlussquartal lag der Anteil am GMV bereits bei 61 Prozent, das waren noch einmal drei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Das Management hält mittelfristig einen Anteil von 70 bis 80 Prozent für durchaus denkbar und treibt aktuell die Entwicklung für noch wenig erschlossene Bereiche – etwa Kinder- und Büromöbel – voran.
Sehr positiver Trend
Insgesamt stehen die Chancen gut, dass sich die positiven Geschäftstrends bei Westwing auch im laufenden Jahr fortsetzen, zumal die Expansionsschritte aus 2025 nun über volle zwölf Monate ihre Wirkung entfalten. Die Aktie hat darauf adäquat reagiert und ist nach der Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren gestiegen. Damit wurde auch der Seitwärts-Konsolidierungskorridor der letzten fünf Monate nach oben verlassen. Sowohl charttechnisch als auch fundamental spricht somit viel für steigende Kurse.
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Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Erstellung am 20.01.26 um 10:02 Uhr. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.103 Prozent oder 13,9 Prozent p.a. (Stand: 10.01.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.
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