Hypoport-Aktie zweistellig im Minus: Wachstum bei Europace schwächelt im vierten Quartal

Beim Finanzdienstleister Hypoport ist die Nachfrage nach Immobilienkrediten im vierten Quartal nach einem bis dahin starken Jahr leicht zurückgegangen.
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In den Monaten Oktober bis Dezember wurden auf Hypoports Plattform Europace ein Prozent weniger private Immobilienfinanzierungen vermittelt als ein Jahr zuvor. Im Gesamtjahr legte das Volumen aber um 13 Prozent auf rund 74,8 Milliarden Euro zu. Hypoport schrieb von einem normaler werdenden Marktumfeld. An der Börse kamen die Neuigkeiten vom Dienstagmorgen schlecht an.
Europace vermittelt Baudarlehen von Banken und Sparkassen an interessierte Kreditnehmer, die sich auf diese Weise möglichst günstige Finanzierungen für Wohnimmobilien sichern wollen. Als nach vielen Jahren der Niedrigzinsen die Zinssätze stiegen, machte Europace zeitweise noch viel Geschäft, bevor die Nachfrage dann einbrach. Es folgte eine gewisse Erholung, doch inzwischen sieht Hypoport-Chef Ronald Slabke eine Normalisierung der Nachfrage.
Im vergangenen Jahr legte das vermittelte Volumen in der privaten Immobilienfinanzierung laut Hypoport vor allem dank Krediten für den Kauf von Bestandsimmobilien und Neubauten zu. Auch Refinanzierungen hätten sich auf sehr niedrigem Niveau positiv entwickelt, hieß es weiter. Andererseits hätten Kunden weiterhin nur wenige Kredite für die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden aufgenommen.
Besonders gut lief den Angaben zufolge das Geschäft mit Genossenschaftsbanken und Sparkassen. Hier gab es auch im vierten Quartal Steigerungen, während das Gesamtvolumen auf 17,65 Milliarden Euro zurückging. Bei den Privatbanken habe es im Gesamtjahr hingegen keine Zuwächse gegeben, hieß es weiter. Seinen Geschäftsbericht will Hypoport am 30. März vorlegen. Vorläufige Zahlen soll es bereits zwei Wochen zuvor geben.
Im Herbst hatte der Vorstand seine Umsatzprognose von zuvor 640 Millionen auf mindestens 600 Millionen Euro gekappt. Das Ziel für den Gewinn vor Zinsen und Steuern blieb aber unverändert bei 30 bis 36 Millionen Euro.
Hypoport-Aktie bricht ein
Mit Aktienverkäufen haben Anleger am Dienstag auf Transaktionszahlen von Hypoport für deren Plattform Europace reagiert. Via XETRA gibt die Hypoport-Aktie am Dienstag stellenweise 11,97 Prozent auf 108,80 Euro ab.
Stellenweise wurde der niedrigste Stand seit Mitte November markiert. Sie beendeten damit die jüngste Stabilisierung über der Marke von 120 Euro.
Ein Händler sprach mit Blick auf Europace von einem überraschend schwachen Schlussquartal. Daher sei der Anstieg 2025 hinter der Markterwartung zurückgeblieben. Es deute sich an, dass die Wachstumszahlen von Europace mittlerweile hinter denen des Gesamtmarktes zurückbleiben. /stw/jha/
BERLIN (dpa-AFX)
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