clearvise: Auslagerung erhöht Dividendenpotenzial

15.01.26 09:49 Uhr

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clearvise hat die Auslagerung des Teams für die operative Portfoliobetreuung an Tion Renewables abgeschlossen. Das senkt die Kosten und stärkt das Dividendenpotenzial.

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clearvise hat im letzten Jahr die Wandlung zu einer YieldCo beschlossen, deren Fokus auf eine effiziente Bewirtschaftung des Portfolios, das aus Wind- und Solarparks mit einer Kapazität von 388 MW/MWp besteht, gerichtet ist, um möglichst hohe Erträge zu erzielen und diese in Form von Dividenden an die Anleger auszukehren.

Auslagerung abgeschlossen

Ein zentraler Schritt im Rahmen dieses Wandels bestand aus der Auslagerung der operativen Betreuung des Portfolios an den Großaktionär Tion Renewables. Diese wurde im letzten September vereinbart und gemäß einer aktuellen Unternehmensmeldung plangemäß zum 1. Januar abgeschlossen. Während der Wechsel des kompletten operativen Teams von clearvise zu Tion eine reibungslose Betreuung der Anlagen sicherstellt, muss das Unternehmen künftig nicht mehr das Auslastungsrisiko der Mitarbeiter tragen. Außerdem war das Team so dimensioniert, dass auch das bis zum Wechsel auf die YieldCo-Strategie anvisierte weitere Wachstum hätte gestemmt werden können. Diese Kosten entfallen nun komplett.

Hohe Dividenden anvisiert

Mit der Kostenreduktion stärkt clearvise das Dividendenpotenzial. Außerdem schreitet im Zeitablauf die Tilgung des Fremdkapitals voran, das für den Aufbau des Portfolios aufgenommen wurde, was mit einem sinkenden Zinsaufwand einhergeht und ceteris paribus ebenfalls den Ertrag erhöht. Im Schlussquartal 2025 hat CEO Petra Leue-Bahns vor diesem Hintergrund bereits skizziert, wie sich die Ausschüttungen künftig entwickeln könnten: Während für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 eine Dividende von 5 Cent je Aktie denkbar ist, könnte diese bis 2030 auf 10 Cent steigen und bis 2035 sogar verdreifacht werden. Die Entwicklung wird allerdings auch vom Strompreisniveau – dieser stellt einen wesentlichen Einfluss- und Risikofaktor dar – abhängen, da ältere Anlagen im Portfolio sukzessive aus der garantierten Einspeisevergütung hinauslaufen und die Erträge danach von den Marktkonditionen abhängen. Die durchschnittliche volumengewichtete Restlaufzeit der garantierten Vergütungen betrug im letzten September allerdings noch knapp 12 Jahre bezogen auf das gesamte Portfolio.

Boden gefunden

In einem Marktumfeld, in dem eine größere Eigenkapitalaufnahme zur Umsetzung einer Wachstumsstrategie für deutsche Small Caps im Segment der Erneuerbaren Energien schwierig ist, hat clearvise mit dem Wandel zu einer YieldCo eine gute Antwort gefunden. Eine aktuelle Dividendenrendite von 3,5 Prozent – mit Potenzial für deutlich steigende Ausschüttungen im Zeitablauf – dürfte die Aktie nach unten gut absichern. Auch charttechnisch scheint die Aktie bei 1,40 Euro den Boden gefunden zu haben, zuletzt konnte darauf aufbauend ein moderater Aufwärtstrend etabliert werden, der durch die fundamentale Entwicklung gestützt wird.

Keine hohe Dividendenrendite, dafür aber ein starkes Umsatz- und Ertragswachstum hat sich der Assetmanager LAIQON für 2026 vorgenommen, der dafür 2025 erhebliche Vorleistungen erbracht und jüngst das Managementteam mit einem namhaften Zugang verstärkt hat: zum Artikel

Fundamental betrachtet ist auch die Aktie der Matador Secondary Private Equity AG einen Blick wert. Das Unternehmen verzeichnete im zweiten Halbjahr steigende Rückflüsse aus seinen Investments – ein Trend, der sich angesichts des lebhaften M&A-Marktes (vor allem in den USA) auch 2026 fortsetzen könnte: zum Artikel

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