Bastei Lübbe: Ist die Story auserzählt?

06.02.26 15:59 Uhr

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Bastei Lübbe hat mit Vorlage der Neunmonatszahlen 2025/26 die Ziele für das Gesamtjahr bestätigt. Die Aktie rutscht dennoch immer weiter ab.

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Seit dem Hoch im April 2025 bei fast 11,50 Euro ging es für die Aktie des Verlagshauses Bastei Lübbe nur nach Süden. Die kürzlich vorgelegten Neunmonatszahlen für das Geschäftsjahr 2025/26 (per 1.4.) bestätigten letztlich nur das, was der Chart schon seit 8 Monaten ankündigt: ein schwieriges Marktumfeld für Bücher.

Erhöhter Materialaufwand

Zwar gelang dem Unternehmen eine Umsatzsteigerung um 1,7 Prozent auf 92,1 Mio. Euro, die Ergebniskennziffern gingen jedoch allesamt zurück. Das EBIT verminderte sich um 33,9 Prozent auf 10,1 Mio. Euro und das Konzernergebnis sank um 32,5 Prozent auf 6,7 Mio. Euro. Ein gewichtiger Grund für diesen Einbruch ist wohl der auf 49,1 Mio. Euro (9M 2024/25: 44,2 Mio. Euro) kräftig gestiegene Materialaufwand.

Produktionskosten steigen

Laut Bastei ist der deutlich erhöhte Materialaufwand maßgeblich auf höhere Produktionskosten für einzelne Blockbuster-Titel sowie auf gestiegene Autorenhonorare für Spitzentitel zurückzuführen. Von der einstigen Idee, die literarischen Ergüsse von Influencern zu vermarkten, ist im Neunmonatsbericht nichts mehr zu lesen.

Fazit

An den Zielen für 2025/26, einen Umsatz von 120 bis 125 Mio. Euro und ein EBIT zwischen 14 und 16 Mio. Euro einzufahren, hält das Unternehmen weiter fest. Angesichts der vorgelegten Neunmonatsergebnisse ist dafür ein kleiner Endspurt nötig. Der Chart signalisiert eher die Skepsis der Investoren bezüglich dieser Maßgabe. Im Dreijahreschart zeigt sich zudem erst wieder zwischen 6,20 und 6,90 Euro eine Unterstützung. Der Griff ins fallende Messer dürfte aktuell nicht ratsam sein.

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Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Erstellung am 06.02.26 um 14:21 Uhr. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.322 Prozent oder 14,2 Prozent p.a. (Stand: 31.01.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.

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