DAX tiefer erwartet -- Asiens Börsen mehrheitlich in Rot -- Amazon steigert Gewinn und Umsatz - deutlich höhere Investitionen -- DroneShield, Bitcoin & Co., Novo Nordisk, Strategy, Reddit im Fokus
Danone ruft in Deutschland noch mehr Babynahrung zurück. Enel legt bei Umsatz und Gewinn zu. VINCI übertrifft Erwartungen in 2025. VW erzielt Einigung mit Gewerkschaft auf mehr Lohn in Tennessee. Bayer-Medikament Asundexian senkt Schlaganfall-Risiko merklich.
Marktentwicklung
Der deutsche Leitindex dürfte seine Schwächephase auch zum Wochenschluss fortsetzen.
Der DAX verliert vorbörslich zeitweise leicht.
Der TecDAX zeigt sich unterdessen rund eine Stunde vor Börsenstart knapp im Plus.
Nach dem Versuch einer Bodenbildung im DAX seit Donnerstagnachmittag deutet sich am Freitagmorgen erneut Schwäche an. Bereits am Vortag war der DAX zeitweise bis auf knapp 24.272 Punkte gefallen, konnte sich anschließend jedoch knapp oberhalb seines bisherigen Jahrestiefs stabilisieren.
Im nachbörslichen Us-Handel macht nun vor allem der deutliche Kursverlust bei Amazon sichtbar, wie präsent die Sorgen rund um Künstliche Intelligenz bei Investoren weiterhin sind. Der Konzern plant, in diesem Jahr etwa 200 Milliarden US-Dollar unter anderem in KI, Halbleiter, Robotik und Satellitentechnik zu investieren. Damit übertrifft Amazon sogar die ohnehin enorme Investitionssumme der Google-Mutter Alphabet, die am Mittwoch bekannt gegeben worden war.
"Der KI-Investitions-Kater verwandelt sich gerade in eine wilde Flucht", sagte Stephen Innes von SPI Asset Management laut dpa-AFX. Die aktuelle Marktstimmung wirke wie das Gegenbild zur Euphorie des Jahres 2021. "Die Anleger wollen schnellere Ergebnisse sehen", ergänzte Jefferies-Analyst Brent Thill mit Blick auf Amazon. Neben der Frage, ob und wann sich die gewaltigen KI-Ausgaben rentieren, belastet viele Unternehmen zudem der zunehmende Wettbewerbsdruck im KI-Sektor.
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Die europäischen Börsen dürften im Freitagshandel tiefer tendierten.
Der EURO STOXX 50 gibt vorbörslich zeitweise leicht ab.
Für Europas Aktienmärkte wird am Freitag erneut eine leichte Abwärtsbewegung erwartet. Dabei kommt es auf Branchenebene zu teils kräftigen Kursbewegungen. "Die heftige Sektorrotation sorgt aber dafür, dass sich Gewinner und Verlierer ausgleichen", erklärte ein Händler. Zuletzt profitierten vor allem Auto- und Chemietitel von verbesserten Konjunkturerwartungen, während Telekom- und Lebensmittelaktien als "sichere Häfen" im Zuge der Turbulenzen im Technologiesektor gefragt waren.
Die jüngste Zinsentscheidung der EZB sowie deren begleitende Aussagen hinterließen unterdessen kaum Wirkung an den Märkten. Mit dem Verweis auf die Abhängigkeit künftiger Schritte von den Konjunkturdaten bewahrte sich die Notenbank maximale Flexibilität.
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Die US-Börsen erlitten am Donnerstag Verluste.
Der Dow Jones schloss mit einem Abschlag von 1,20 Prozent bei 48.908,17 Punkten.
Der NASDAQ Composite fiel daneben am Donnerstag um 1,59 Prozent auf 22.540,59 Zähler zurück.
An der Wall Street ließen sich am Donnerstag erneut Verluste beobachten, nachdem bereits zur Wochenmitte teils deutliche Abgaben verzeichnet worden waren. Besonders die Softwarebranche stand weiterhin unter Druck: Die Vorstellung eines neuen KI-Modells des Unternehmens Anthropic, das juristische Aufgaben übernehmen kann, hat Sorgen ausgelöst, das Geschäftsmodell vieler Software-as-a-Service-Anbieter könne bedroht sein.
Zudem blickten Anleger auf die geldpolitischen Entscheidungen der Europäische Zentralbank und der Bank of England, die ihre Leitzinsen wie erwartet unverändert ließen.
Auch neue US-Konjunkturdaten sorgten für Zurückhaltung: Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen in der vergangenen Woche um 22.000 auf 231.000, deutlich mehr als erwartet. Bereits der ADP-Bericht hatte auf eine schwächere Dynamik am Arbeitsmarkt hingedeutet. Der offizielle US-Arbeitsmarktbericht für Januar, zunächst wegen des Haushaltsstreits verschoben, soll kommende Woche nachgereicht werden.
Auch die Quartalsberichte großer Unternehmen und deren Ausblicke für das laufende Jahr bestimmen weiterhin das Marktgeschehen.
Die wichtigsten Märkte in Fernost präsentieren sich am Freitag mehrheitlich im Minus.
In Tokio notiert der Nikkei 225 zeitweise mit einem Aufschlag von 0,81 Prozent auf 54.253,68 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland sind jedoch Verluste zu sehen: Der Shanghai Composite fällt um 0,25 Prozent auf 4.065,58 Zähler.
Der Hang Seng verliert unterdessen 1,35 Prozent auf 26.521,60 Zähler.
Die Abwärtsbewegung an der Wall Street griff auf die asiatischen Börsen über. In Tokio agierten Investoren im Vorfeld der Parlamentswahl am Sonntag vorsichtig, zusätzlich belastete ein deutlicher Rückgang bei Technologiewerten die Stimmung. Marktteilnehmer führten die Abschläge auf Befürchtungen zurück, dass neue KI-Anwendungen die Ertragsaussichten von Softwareunternehmen belasten könnten. Zusätzliche Unruhe brachte Amazon, nachdem die Aktie im nachbörslichen Handel um 11,5 Prozent einbrach. Der Konzern hatte für dieses Jahr eine Steigerung der Investitionen um mehr als 50 Prozent angekündigt
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