Krypto-Adoption

Strategy-Aktie im Blick: Wie Michael Saylor Strategys Bitcoin-Wette gegen Kritiker verteidigt

05.02.26 03:30 Uhr

NASDAQ-Wert Strategy-Aktie: Warum Saylor Kritik an der Bitcoin-Wette entschieden zurückweist | finanzen.net

Strategy-CEO Michael Saylor wehrt sich gegen die Kritik an Unternehmen, die Bitcoin als Treasury-Asset halten. In einem Podcast-Interview legte er dar, warum die Strategie auch für defizitäre Firmen sinnvoll sein kann.

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• Michael Saylor verteidigt Bitcoin-Treasury-Strategie
• Zwischen dem 12. und 19. Januar 2026 erwarb Strategy 22.305 Bitcoin für 2,13 Milliarden US-Dollar
• Im Jahr 2025 führten 117 Unternehmen Bitcoin als Reserve-Asset ein

Saylors Kernargument: Bitcoin als rationale Kapitalallokation

In der Podcast-Episode von "What Bitcoin Did" vom 12. Januar 2026 nahm Michael Saylor gegenüber Moderator Danny Knowles Stellung zu den wiederkehrenden Vorwürfen gegen Unternehmen, die Eigenkapital oder Schulden aufnehmen, um Bitcoin zu kaufen. Für Saylor dreht sich die Entscheidung letztlich um eine simple Frage der Kapitalallokation. Unternehmen mit überschüssigen Barmitteln seien besser beraten, diese in Bitcoin anzulegen, anstatt sie in Staatsanleihen zu parken oder an Aktionäre auszuschütten.

Besonders interessant ist Saylors Argumentation bezüglich defizitärer Unternehmen. Er weist die Kritik zurück, dass Firmen mit operativen Verlusten keinen Bitcoin kaufen sollten. Sein Rechenbeispiel: Wenn ein Unternehmen jährlich zehn Millionen US-Dollar Verlust macht, aber durch Bitcoin-Wertsteigerungen 30 Millionen US-Dollar gewinnt, habe es sich faktisch selbst gerettet. Aktienrückkäufe bei verlustbringenden Geschäftsmodellen würden hingegen nur die Verluste beschleunigen.

Kritik aus den eigenen Reihen

Saylor richtet seinen Unmut auch an Teile der Bitcoin-Community selbst. Er kritisiert, dass ausgerechnet Bitcoin-Befürworter oft die schärfsten Kritiker von Treasury-Strategien seien. Es sei widersprüchlich, dass 400 Millionen Unternehmen weltweit keinen Bitcoin kaufen und dies niemanden störe, während die rund 200 Firmen, die sich für Bitcoin entschieden haben, unter besonderer Beobachtung stünden. Strategy selbst bleibt dabei der mit Abstand größte Unternehmenshalter von Bitcoin.

Angaben des Unternehmens zufolge besitzt Strategy, Stand 02.02.2026, 713.502 Bitcoins, die zu einem Durchschnittspreis von 76.052 US-Dollar je Coin erworben wurden. Die Mittel für die jüngsten Zukäufe stammen aus dem At-the-Market-Programm des Unternehmens, über das Aktien und Vorzugsaktien verkauft werden. Insgesamt hat Strategy bereits mehr als 54 Milliarden Dollar für sein Bitcoin-Engagement ausgegeben.

Wachsende Adoption bei schwierigen Marktbedingungen

Mit seiner Strategie steht Strategy nicht alleine da. Öffentlich gehandelte Unternehmen halten laut BitcoinTreasuries.NET zusammen etwa 1,1 Millionen Bitcoin. Neben Strategy zählen MARA mit 53.250 Bitcoin und Twenty One Capital mit 43.514 Bitcoin zu den größten Haltern.

Allerdings hat sich das Wachstum der Corporate Bitcoin Treasuries Ende 2025 verlangsamt. Weniger günstige Marktbedingungen führten bei einigen Unternehmen zu sinkenden Nettovermögenswerten, was die Kapitalbeschaffung erschwerte. Wie aus einem Cointelegraph-Bericht vom 16. Januar 2026 hervorgeht, haben im Jahr 2025 insgesamt 117 Unternehmen Bitcoin als Reserve-Asset eingeführt - doch die Dynamik ließ gegen Jahresende nach. Das ändert nichts an Saylors grundsätzlicher Überzeugung: Bitcoin biete als Treasury-Asset ein fundamental anderes Risiko-Ertrags-Profil als traditionelle Anlageformen.

D. Maier / Redaktion finanzen.net

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