DAX letztlich tiefer -- Wall Street schließlich uneinheitlich -- Texas Instruments kauft Silicon Labs in Milliardendeal -- Microsoft, Infineon, Lilly, Uber, Bayer, DroneShield, SAP, PayPal im Fokus
Novo Nordisk: Umsatzrückgang erwartet. Oracle: Milliardenschwere Kapitalerhöhung für Cloud-Offensive. Geschäfte bei AMD laufen besser als erwartet. Umsatz von Aurora Cannabis fällt besser aus als erhofft. Amgen legt bei Umsatz und Gewinn überraschend zu. Super Micro Computer: Kräftiger Gewinn- und Umsatzsprung. Ende des Regierungsstillstands: US-Repräsentantenhaus billigt Finanzpaket.
Marktentwicklung
Der deutsche Leitindex zeigte sich zur Wochenmitte schwächer.
Der DAX legte zum Auftakt leicht zu. Anschließend gab er die Gewinne ab und rutschte auf rotes Terrain. Im Verlauf bewegte er sich jedoch wieder in einer engen Range um die Nulllinie, bevor er sich am Nachmittag letztlich für rotes Terrain entschloss. Er verabschiedete sich schließlich 0,72 Prozent tiefer bei 24.603,04 Punkten in den Feierabend.
Der TecDAX notierte zum Start ebenfalls etwas höher. Zwischenzeitlich rutschte er auf rotes Terrain ab, doch am Nachmittag drehte er wieder in die Gewinnzone und beendete den Handel letztlich 0,20 Prozent im Plus bei 3.613,05 Zählern.
Am deutschen Aktienmarkt agierten die Anleger am Mittwoch vorsichtig. Die Commerzbank verwies auf die Besorgnis bezüglich der Einführung neuer Tools rund um Künstliche Intelligenz (KI) und deren potenzielle Störung traditioneller Geschäftsmodelle. Das hatte zuletzt vor allem die Aktien von Software- und Datenbankanbieter belastet. Positiv aufgenommen wurde hingegen die anhaltende Erholung der Gold- und Silberpreise, deren scharfe Korrektur vergangene Woche auch die Aktienmärkte belastet hatte.
Auf Sektorebene hatte ein Bericht im "Handelsblatt" über die Verlängerung kostenloser Emissionszertifikate durch die Europäische Union unterschiedliche Auswirkungen. In dem Medienbericht heißt es unter Berufung auf einen hochrangigen EU-Beamten, die EU-Kommission wolle ihr wichtigstes Klimaschutzinstrument, den Europäischen Emissionshandel, abschwächen.
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Die europäischen Börsen zeigten sich am Mittwoch leichter.
Der EURO STOXX 50 verzeichnete ein Startplus. Nach Schwankungen zwischen Gewinn- und Verlustzone setzten sich schließlich die Bären durch. Er verlor letztlich 0,41 Prozent auf 5.970,47 Punkte.
Von einer nicht leicht unter einen Hut zu bringenden Nachrichtenlage sprachen Händler am Mittwoch. Weiter unter Druck stand weiter der Software-Sektor, der von Sorgen, das profitable Mietmodell (SaaS) für Software könne von KI-Agenten abgelöst werden, belastet wird. Vor der EZB-Sitzung am Donnerstag standen außerdem die neuen Inflationsdaten aus Europa im Blick, so die Verbraucher- und die Erzeugerpreise. Zudem musste der Markt eine Menge Quartalszahlen verarbeiten.
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Die US-Börsen zeigten sich am Mittwoch uneinheitlich.
Der Dow Jones eröffnete die Sitzung etwas höher und hielt sich auch anschließend im Plus. Er beendete die Sitzung 0,5 Prozent fester bei 49.487,55 Punkten.
Der NASDAQ Composite startete derweil schwächer und rutschte im Verlauf tiefer ins Minus. Schlussendlich notierte er 1,51 Prozent leichter bei 22.904,58 Zählern.
Die laufende Berichtssaison gewann weiter an Dynamik und rückte zunehmend in den Mittelpunkt des Marktgeschehens. Eli Lilly sorgte für Aufmerksamkeit mit einer deutlich über den Erwartungen liegenden Umsatzprognose für 2026 - auch vor dem Hintergrund, dass Wettbewerber Novo Nordisk zuvor mit seinem Ausblick enttäuscht hatte. Daneben rückten unter anderem Zahlen von AMD, Amgen und Super Micro in den Fokus der Anleger.
Zudem blieb die Konsolidierung in der Halbleiterbranche ein Thema: Texas Instruments will den texanischen Chipanbieter Silicon Labs übernehmen.
Derweil berichtete der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing Inc (ADP), dass die Beschäftigung in der US-Privatwirtschaft im Januar schwächer gestiegen ist als erwartet.
Die wichtigsten Märkte in Fernost entwickelten sich zur Wochenmitte in unterschiedliche Richtungen.
In Tokio schloss der Nikkei 225 mit einem Abschlag von 0,78 Prozent auf 54.293,36 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland waren unterdessen Gewinne zu sehen: Der Shanghai Composite legte 0,85 Prozent auf 4.102,20 Zähler zu.
In Hongkong ging es unterdessen nach lange schwachem Verlauf gegen Handelsende ebenfalls ins Plus: Der Hang Seng gewann letztlich 0,05 Prozent auf 26.847,32 Zähler.
An den asiatischen Börsen zeigte sich am Mittwoch kein einheitliches Bild. Nach schwach aufgenommenen Geschäftszahlen von Nintendo ging es an der Börse Tokio mit den Kursen kräftiger nach unten.
Edelmetalle scheinen die jüngste Korrektur abgeschlossen zu haben. Der Goldpreis notiert wieder über der Marke von 5.000 Dollar die Feinunze, das sorgte für etwas Entspannung an den Parketts.
Für Unruhe im Techbereich sorgte unterdessen auch eine neue KI-Anwendung von Anthropic. Mittels der Software können juristische Aufgaben automatisiert werden. Die Aktien von Datenanbietern bzw. Anbietern von Daten-Analysetools gerieten daraufhin an den US-Börsen massiv unter Druck - Händler sprachen von einer möglichen neuen Konkurrenz im Bereich der Datenanalyse. Seit Monaten wird unter Anlegern intensiv diskutiert, ob KI Fluch oder Segen für Datenanbieter aller Couleur darstellt.
Stützend wirkten indes neue Konjunkturdaten aus der Region. In China zog der von Ratingdog (ex Caixin) ermittelte Einkaufsmanager-Index (PMI) für den Service-Bereich auf 52,3 an und damit auf ein Drei-Monats-Hoch. Noch besser sei allerdings die Breite des Aufschwungs durch ganz Asien. Wie S&P Global mit seinem Asien-Sektor-Index feststellt, zeigte die Mehrheit aller Branchen ein Rekordwachstum bei der Aktivität im Januar: In 16 von 18 Sektoren ging es nach oben.
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