DAX vor stabilem Start -- Asiens Börsen uneinheitlich -- AMD-Geschäfte besser als erwartet -- Novo Nordisk mit Umsatzrückgang erwartet -- Infineon schlägt Erwartungen -- Gold, SuperMicro im Fokus
Webster Financial: Santander zahlt für Übernahme zweistelligen Milliardenbetrag. Jungheinrich: Metall stoppt Proteste und setzt auf Verhandlungen. Ende des Regierungsstillstands: US-Repräsentantenhaus billigt Finanzpaket. Glencore: Verkauf von Beteiligungen im Kongo geplant. UBS verdient mehr als erwartet.
Marktentwicklung
Der deutsche Leitindex dürfte stabil in den Handel starten, vorbörslich zeigt sich nur wenig Bewegung.
Der DAX hatte am Vortag 0,07 Prozent im Minus bei 24.780,79 Punkten geschlossen.
Der TecDAX fiel er ebenfalls unter die Nulllinie und beendete die Sitzung 1 Prozent tiefer bei 3.605,72 Zählern.
Am deutschen Aktienmarkt lässt die Nervosität der vergangenen Tage mit teils kräftigen Schwankungen weiter nach. Die Gold- und Silberpreise, deren deutliche Korrektur in der Vorwoche auch die Aktienmärkte belastet hatte, setzen ihre Erholung fort.
Ein erneuter Anlauf auf die Marke von 25.000 Punkten ist damit vorerst nicht in Sicht. Anleger richten den Blick am Mittwoch auf Gespräche zwischen Unterhändlern Russlands und der Ukraine in Abu Dhabi, bei denen Möglichkeiten für ein Ende des Kriegs ausgelotet werden sollen. Im Iran-Konflikt meldete das US-Militär zudem den Abschuss einer iranischen Überwachungsdrohne nahe der Südküste des Landes.
Der jüngste Abverkauf bei Teilen der US-Techwerte lässt den deutschen Gesamtmarkt zunächst kalt, könnte aber einzelne Branchenwerte weiter belasten - darunter SAP, bislang größter DAX-Verlierer des Jahres 2026. Die Commerzbank verwies auf anhaltende Sorgen der Anleger über neue KI-Tools und deren mögliche Auswirkungen auf etablierte Geschäftsmodelle. Davon waren zuletzt vor allem Software- und Datenbankanbieter betroffen.
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Die europäischen Börsen zeigen sich vorbörslich wenig verändert.
Der EURO STOXX 50 hatte am Vortag 0,2 Prozent schwächer bei 5.995,35 Punkten geschlossen.
Von einer nicht leicht unter einen Hut zu bringenden Nachrichtenlage sprechen Händler am Mittwoch. Die US-Vorgaben seien stark negativ, allerdings beschränkt auf den Software-Sektor. Dieser war extrem unter Druck geraten durch Sorgen, das profitable Mietmodell (SaaS) für Software könne von KI-Agenten abgelöst werden. Der Druck dürfte aber isoliert auf die Tech-Werte bleiben, meinen Händler. Vor der EZB-Sitzung am Donnerstag stehen besonders die neuen Inflationsdaten aus Europa im Blick, so die Verbraucher- und die Erzeugerpreise. Und zudem muss der Markt eine Menge Quartalszahlen verarbeiten.
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Die US-Börsen verbuchten am Dienstag teils kräftige Verluste.
Der Dow Jones eröffnete die Sitzung etwas tiefer. Anschließend drehte er ins Plus und erreichte bei 49.653,13 Punkten ein neues Rekordhoch. Dann bewegte er sich jedoch deutlich auf rotem Terrain. Sein Schlussstand: 49.240,99 Punkte (-0,34 Prozent).
Der NASDAQ Composite legte zum Start leicht zu. Im Verlauf drehte er jedoch ins Minus und verbuchte zeitweise kräftige Verluste. Er beendete den Handel 1,43 Prozent leichter bei 23.255,19 Punkten.
In den Fokus der Anleger rückte am Dienstag die Berichtssaison. Geschäftsberichte und Unternehmensziele sorgen teils für deutliche Kursausschläge. PayPal verfehlte im Schlussquartal die Gewinnerwartungen und ersetzt nun CEO Alex Chriss durch Enrique Lores, bisher Leiter von HP Inc. Daneben hat der Technologiekonzern Palantir am Montag nachbörslich Zahlen vorgelegt. Analyst Brent Thill von Jefferies kommentierte laut dpa-AFX zur Quartalsbilanz: "Die geschäftliche Dynamik habe sich zum Jahresende 2025 auf breiter Front beschleunigt".
Die Kurse werden zudem vom anhaltenden Haushaltsstreit in den USA gebremst.
Die wichtigsten Märkte in Fernost entwickeln sich zur Wochenmitte in unterschiedliche Richtungen.
In Tokio schloss der Nikkei 225 mit einem Abschlag von 0,78 Prozent auf 54.293,36 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland waren unterdessen Gewinne zu sehen: Der Shanghai Composite legte 0,85 Prozent auf 4.102,20 Zähler zu.
In Hongkong geht es unterdessen nach lange schwachem Verlauf gegen Handelsende ebenfalls ins Plus: Der Hang Seng gewann zuletzt 0,33 Prozent auf 26.923,52 Zähler.
An den asiatischen Börsen zeigt sich am Mittwoch kein einheitliches Bild. Nach schwach aufgenommenen Geschäftszahlen von Nintendo geht es an der Börse Tokio mit den Kursen kräftiger nach unten.
Edelmetalle scheinen die jüngste Korrektur abgeschlossen zu haben. Der Goldpreis notiert wieder über der Marke von 5.000 Dollar die Feinunze.
Für Unruhe im Techbereich sorgt auch eine neue KI-Anwendung von Anthropic. Mittels der Software können juristische Aufgaben automatisiert werden. Die Aktien von Datenanbietern bzw. Anbietern von Daten-Analysetools gerieten daraufhin an den US-Börsen massiv unter Druck - Händler sprachen von einer möglichen neuen Konkurrenz im Bereich der Datenanalyse. Seit Monaten wird unter Anlegern intensiv diskutiert, ob KI Fluch oder Segen für Datenanbieter aller Couleur darstellt.
Stützend wirken indes neue Konjunkturdaten aus der Region. In China zog der von Ratingdog (ex Caixin) ermittelte Einkaufsmanager-Index (PMI) für den Service-Bereich auf 52,3 an und damit auf ein Drei-Monats-Hoch. Noch besser sei allerdings die Breite des Aufschwungs durch ganz Asien. Wie S&P Global mit seinem Asien-Sektor-Index feststellt, zeigt die Mehrheit aller Branchen ein Rekordwachstum bei der Aktivität im Januar: In 16 von 18 Sektoren ging es nach oben.
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