Bitcoin im Fokus: Krypto-Rat in den USA schlägt Alarm - Bürokratie bremst nationale Reserve

Die USA wollen ihre Rolle als Krypto-Vorreiter ausbauen, doch bürokratische Hürden und rechtliche Unsicherheiten könnten das Vorhaben ausbremsen.
Werte in diesem Artikel
• US-Finanzminister Bessent betonte in Davos, die USA wollen unter Trump Krypto-Vorreiter werden
• Digitale Zentralbankwährungen (CBDCs) sind in den USA verboten, um Stabilität, Privatsphäre und Unabhängigkeit zu sichern
• Bürokratische Hürden bremsen die Umsetzung der strategischen Bitcoin-Reserve aus
US-Finanzminister Scott Bessent betonte im Januar 2026 auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, dass Präsident Donald Trump die USA weiterhin als globalen Vorreiter bei Neuerungen im Kryptowährungssektor etablieren wolle und die Pläne für eine strategische Bitcoin-Reserve weiterverfolgen werde.
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Richtlinien für digitale Vermögenswerte
Am 23. Januar 2025 stellte die US-Regierung unter Präsident Donald Trump Richtlinien zu digitalen Vermögenswerten und Blockchain-Technologien vor.
Ziel ist es, die USA als weltweit führende Nation im Bereich der Kryptowährungen zu positionieren und die verantwortungsvolle Nutzung digitaler Assets in allen Wirtschaftsbereichen zu fördern - von Softwareentwicklung über Mining bis hin zu Transaktionen.
Die Richtlinien sehen außerdem vor, die Stärke des US-Dollars zu sichern und die Entwicklung seriöser, an den Dollar gebundener Stablecoins weltweit zu unterstützen. Gleichzeitig soll ein fairer Zugang zu Bankdienstleistungen für gesetzestreue Bürger und Unternehmen gewährleistet werden. Regulatorisch setzt die Administration auf klare, technologie-neutrale Vorschriften und definierte Zuständigkeitsbereiche.
Darüber hinaus wird die Nutzung digitaler Zentralbankwährungen (CBDCs) innerhalb der USA verboten, um die Stabilität des Finanzsystems, die Privatsphäre der Bürger und die nationale Unabhängigkeit zu schützen.
Strategische Bitcoin-Reserve und Digital-Asset-Stockpile
Wie aus dem White House Fact Sheet vom 6. März 2025 hervorgeht, dient die strategische Bitcoin-Reserve dazu, die eingezogenen Bitcoins des Finanzministeriums als offizielle Reservewerte zu halten.
Die Reserve wird mit Bitcoins aus straf- oder zivilrechtlichen Beschlagnahmungen ausgestattet. Die USA werden die eingezahlten Bitcoins nicht verkaufen, da sie als langfristige Reserve gedacht sind. Finanz- und Handelsministerium können jedoch Strategien für zusätzliche Bitcoin-Käufe entwickeln, ohne dass für die Steuerzahler dadurch Mehrkosten entstehen, heißt es weiter.
Parallel wurde ein Digital-Asset-Stockpile für andere abgeschöpfte digitale Vermögenswerte eingerichtet. Auch hier sind keine zusätzlichen Käufe vorgesehen. Die Behörden müssen ihre digitalen Bestände offenlegen, damit das Finanzministerium die US-Vermögenswerte strategisch verwalten kann, heißt es in dem White House Fact Sheet weiter.
Bitcoin-Community kritisiert neue US-Reservepläne
Der Plan der US-Regierung, eine strategische Bitcoin-Reserve aufzubauen, wäre ein Schritt, die Stellung der USA in der digitalen Finanzwelt zu festigen. Wie Cointelegraph berichtet, sorgt Trumps Präsidialerlass, der vorsieht, dass keine Bitcoins verkauft und die Reserve nur mit beschlagnahmten Vermögenswerten aufgestockt wird, in der Bitcoin-Community für Kritik. Käufe auf dem freien Markt sind demnach nicht vorgesehen und viele Bitcoin-Befürworter werfen der Regierung vor, dass die Umsetzung hinter den großen Versprechen zurückbleibe, heißt es weiter.
Krypto-Rat mahnt vor bürokratischen Hürden
Auch der Direktor des Krypto-Rates des Weißen Hauses, Patrick Witt, äußert Kritik: In dem Podcast "Crypto in America" am 13. Januar erklärte Witt, dass die Umsetzung auf den ersten Blick unkompliziert erscheine, sich bei genauerer Betrachtung jedoch komplexe rechtliche Regelungen und Zuständigkeitsfragen zwischen den Behörden zeigen würden. Man setze die Arbeit daran fort und das Thema habe weiterhin hohe Priorität, betonte Witt.
Die strategische Bitcoin-Reserve ist ein wichtiger Schritt für die USA im globalen Krypto-Wettlauf. Gleichzeitig bremsen rechtliche Unsicherheiten die Umsetzung aus. Ob die Reserve ihr volles Potenzial entfalten kann, leibt angesichts der bürokratischen Hürden abzuwarten.
Redaktion finanzen.net
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