Kehrtwende

Tesla-Aktie im Fokus: Arbeit am Dojo 3 Supercomputer wieder aufgenommen

03.02.26 03:54 Uhr

NASDAQ-Titel Tesla-Aktie: Supercomputer Dojo 3 in neuer Mission | finanzen.net

Im vergangenen Jahr schien das Kapitel Dojo bei Tesla bereits beendet, nun kehrt das Projekt doch zurück und erhält eine neue Rolle im Konzern.

Werte in diesem Artikel

• Entwicklung von Dojo 3 startet nach sechsmonatiger Unterbrechung neu
• Tesla stellt aktiv Ingenieure für das Projekt ein
• Neue 9-Monats-Entwicklungszyklen für AI-Chips angekündigt (AI7, AI8, AI9)

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Überraschende Wiederaufnahme nach Team-Auflösung

Im August 2025 hatte vieles auf einen endgültigen Schnitt hingedeutet: Tesla erklärte das Dojo-Programm für beendet und löste das verantwortliche Team nach dem Abschied von Projektleiter Peter Bannon auf. Ein Teil der Spezialisten tauchte kurz darauf bei dem neuen KI-Infrastruktur-Startup DensityAI wieder auf, das von ehemaligen Tesla-Ingenieuren gegründet wurde und sich auf leistungsfähige Rechenzentren konzentriert, berichtet TechCrunch. In dieser Phase schien sich Tesla auf einen Kurs einzupendeln, bei dem externe Hardware von NVIDIA und AMD sowie Samsung als Fertigungspartner eine deutlich größere Rolle spielen würden, während eigene Supercomputer eher in den Hintergrund rückten.

Mit der jetzigen Kehrtwende knüpft Elon Musk an eine knappe, aber deutliche Botschaft auf X an, in der er das AI5-Chipdesign als "in guter Verfassung" bezeichnet und damit die Wiederaufnahme von Dojo 3 begründet. Gleichzeitig startet Tesla eine neue Einstellungswelle und versucht, erfahrene Chip- und Systemingenieure anzusprechen, wobei das Unternehmen die eigenen Prozessoren als Kandidaten für einige der volumenstärksten Chips der Branche ins Spiel bringt. In der Summe entsteht der Eindruck, dass die im Sommer 2025 beschlossene Pause eher eine radikale Neuorientierung als ein endgültiger Abschied war, die nun mit neuen Zielen und einem verschärften technologischen Anspruch fortgeführt wird.

Von autonomem Fahren zu weltraumbasierter KI

Die inhaltliche Ausrichtung von Dojo 3 verschiebt den Schwerpunkt des Projekts deutlich und erzählt eine neue Geschichte über Teslas Ambitionen im KI-Bereich. Zunächst war Dojo vor allem darauf ausgelegt, riesige Datenmengen aus der Fahrzeugflotte zu verarbeiten und die neuronalen Netze für das Full-Self-Driving-System kontinuierlich zu verbessern, um Fahrfehler zu reduzieren und Sicherheitsniveaus deutlich über dem menschlichen Fahrer zu erreichen. Jetzt rückt eine andere Perspektive in den Vordergrund: Dojo 3 soll laut Musk zur Basis für "space-based AI compute" werden, also für Rechenleistung, die nicht mehr ausschließlich in irdischen Rechenzentren, sondern in der Erdumlaufbahn erbracht wird, wie TechCrunch berichtet.

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Aggressive Entwicklungszyklen

Die technische Strategie hinter der Wiederaufnahme von Dojo 3 ist stark vom Thema Geschwindigkeit geprägt und hebt sich deutlich von den üblichen Zyklen der Halbleiterindustrie ab. Musk stellte in Aussicht, neue Chipgenerationen im Abstand von rund neun Monaten zu entwickeln, was die Kadenz etablierter Hersteller wie Intel, AMD und NVIDIA klar übertreffen würde und Tesla in eine ungewohnt offensive Rolle im Chipmarkt drängt, berichtet NotaTeslaApp. Der bei TSMC gefertigte AI5-Chip soll nach Informationen von Tom's Hardware in die Leistungsregion von NVIDIAs Hopper vorstoßen und im Verbund sogar an das Niveau von Blackwell heranreichen, während gleichzeitig Strombedarf und Kosten spürbar niedriger ausfallen sollen. Sollte sich diese Kombination aus Leistung und Effizienz bewahrheiten, könnte Tesla einen Teil der bislang dominierenden Beschaffungsbeziehungen umkehren und eigene Rechenzentren stärker auf interne Hardware stützen.

Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: Nadezda Murmakova / Shutterstock.com, Hadrian / Shutterstock.com

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