NVIDIA-Aktie vor Quartalszahlen: Citi sieht Kaufchance und erwartet Outperformance

NVIDIA veröffentlicht heute Abend die Ergebnisse zum vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026. Citi-Analyst Atif Malik sieht die Aktie vor einer Phase der Outperformance.
Werte in diesem Artikel
• Citi-Analyst Atif Malik bekräftigt Kaufempfehlung für NVIDIA mit Kursziel 270 US-Dollar
• Malik erwartet Q4-Umsatz von 67 Milliarden US-Dollar, über dem Konsens von 65,6 Milliarden
• Für das Aprilquartal prognostiziert Citi eine Guidance von 73 Milliarden US-Dollar
Citi erwartet NVIDIAs Umsatz über Konsens
Die US-Großbank Citi hat ihre Kaufempfehlung für die NVIDIA-Aktie bekräftigt und ein Kursziel von 270 US-Dollar beibehalten. Wie aus einer am 17. Februar 2026 veröffentlichten Kundennotiz hervorgeht, die Investing.com zitiert, rechnet Citi-Analyst Atif Malik für das Januarquartal mit einem Umsatz von 67 Milliarden US-Dollar und liegt damit über dem Marktkonsens von 65,6 Milliarden US-Dollar. Für das darauffolgende Aprilquartal prognostiziert Malik eine Guidance von 73 Milliarden US-Dollar, verglichen mit den Erwartungen der Analysten von 71,6 Milliarden US-Dollar.
Zentraler Treiber sei der anhaltende Hochlauf der B300-Plattform sowie der bevorstehende Start der Rubin-Architektur. Malik erwartet eine Beschleunigung des Umsatzwachstums in der zweiten Kalenderjahreshälfte 2026 auf 34 Prozent im Halbjahresvergleich, nach 27 Prozent in der ersten Jahreshälfte. Die Aktie sei auf dem aktuellen Niveau attraktiv bewertet und dürfte in der zweiten Jahreshälfte 2026 outperformen, sobald die Nachfragevisibilität bis ins Jahr 2027 zunehme. Für das Geschäftsjahr 2027 rechnet Citi mit einer Bruttomarge von rund 75 Prozent bei einem Anstieg der Betriebskosten im hohen 30-Prozent-Bereich.
Rekordzahlen im Vorquartal als Basis
Die Erwartungen stützen sich auf eine starke operative Dynamik. Wie aus der offiziellen Ergebnismitteilung von NVIDIA vom 19. November 2025 hervorgeht, erzielte das Unternehmen im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Rekordumsatz von 57 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 62 Prozent im Jahresvergleich. Das Data-Center-Segment erreichte mit 51,2 Milliarden US-Dollar ebenfalls einen neuen Höchststand und wuchs um 66 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Non-GAAP-Gewinn je Aktie lag bei 1,30 US-Dollar und übertraf den Konsens von 1,26 US-Dollar. CEO Jensen Huang bezeichnete die Blackwell-Nachfrage als außerordentlich stark und verwies auf vollständig ausgelastete Cloud-GPU-Kapazitäten über alle Generationen hinweg.
Für das vierte Quartal hatte NVIDIA selbst einen Umsatz von 65 Milliarden US-Dollar (plus/minus 2 Prozent) und eine Non-GAAP-Bruttomarge von 75 Prozent in Aussicht gestellt. Im Q3-Earnings-Call bezifferte CFO Colette Kress die kombinierte Pipeline für Blackwell- und Rubin-Chips von Anfang 2025 bis Ende des Kalenderjahres 2026 auf rund 500 Milliarden US-Dollar, wovon zum damaligen Zeitpunkt etwa 150 Milliarden bereits ausgeliefert waren.
Analysten blicken über die Zahlen hinaus
Laut der Analystenübersicht von TipRanks vom 24. Februar 2026 wird die NVIDIA-Aktie mit einem Strong-Buy-Konsens bewertet, basierend auf 32 Kaufempfehlungen, keiner Halteempfehlung und einer Verkaufsempfehlung. Wall Street rechnet im Konsens mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 1,54 US-Dollar (plus 73 Prozent im Jahresvergleich) und einem Umsatz von 66,11 Milliarden US-Dollar.
Allerdings blicken viele Marktteilnehmer bereits über die reinen Quartalszahlen hinaus. Wie Malik in seiner Notiz betont, richte sich der Fokus vieler Investoren auf die jährliche GTC-Konferenz Mitte März 2026, auf der NVIDIA voraussichtlich seine Inferenz-Roadmap präsentieren und einen ersten Ausblick auf die KI-Umsätze der Jahre 2026 und 2027 geben werde. UBS-Analyst Timothy Arcuri hob sein Kursziel laut TipRanks auf 245 US-Dollar an und verwies auf eine intakte Lieferkette und ein günstiges Setup vor den Ergebnissen.
Trotz der breiten Zuversicht gibt es Risikofaktoren. Die US-Exportbeschränkungen für Hochleistungs-GPUs nach China bleiben bestehen, und NVIDIA hat bereits im Vorquartal keine nennenswerten Rechenzentrumserlöse aus China verbucht. Steigende Kosten für High-Bandwidth Memory (HBM) könnten die Margen belasten, und große Cloud-Anbieter entwickeln zunehmend eigene KI-Chips. Nach einer mehrjährigen Kursrally sind die Erwartungen entsprechend hoch, was bei einer auch nur leicht vorsichtigen Prognose für Volatilität sorgen könnte.
D. Maier / Redaktion finanzen.net
Übrigens: Citigroup und andere US-Aktien sind bei finanzen.net ZERO sogar bis 23 Uhr handelbar (ohne Ordergebühren, zzgl. Spreads). Jetzt kostenlos Depot eröffnen und Neukunden-Bonus sichern!
Ausgewählte Hebelprodukte auf Citigroup
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf Citigroup
Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
| Name | Hebel | KO | Emittent |
|---|
| Name | Hebel | KO | Emittent |
|---|
Weitere Citigroup News
Bildquellen: Below the Sky / Shutterstock.com, gguy / Shutterstock.com
