Deutsche Telekom-Aktie mit dabei: Morgan Stanleys Top 5 im europäischen Telekomsektor

Morgan Stanley hat seine Favoriten im europäischen Telekomsektor benannt - und ein deutscher Konzern steht ganz oben auf der Liste.
Werte in diesem Artikel
• Morgan Stanley nennt Deutsche Telekom als Top-Pick im europäischen Telekomsektor
• Analysten sehen starkes Gewinnwachstum und attraktive Bewertung
• Vier weitere Top-Picks auf der Favoritenliste
Der europäische Telekomsektor bleibt für Investoren ein spannendes Spielfeld. Laut einer aktuellen Analyse von Morgan Stanley, welche Investing.com vorliegt, haben mehrere Unternehmen besonders gute Chancen, von strukturellen Trends wie steigender Datennutzung, Infrastrukturvorteilen und stabileren Cashflows zu profitieren. Zu den Favoriten der Investmentbank zähle auch ein deutscher Konzern: die Deutsche Telekom. Die Analysten bewerten die Branche unter anderem nach Netzwerkqualität, Wachstumsperspektiven und finanziellen Kennzahlen, heißt es.
Deutsche Telekom-Aktie als Top-Favorit von Morgan Stanley
An erster Stelle der Liste steht die Deutsche Telekom. Wie Investing.com berichtet, stuft Morgan Stanley den Bonner Telekommunikationskonzern als "Top-Sektorauswahl" ein und verweist auf die erstklassige Netzwerkinfrastruktur des Unternehmens.
Besonders positiv sehen die Analysten das erwartete Wachstum der operativen Gewinne. Laut Investing.com prognostiziert Morgan Stanley für die Telekom ein im Sektor führendes Gewinnwachstum von 6 Prozent pro Jahr beim EBITDA AL.
Ein weiterer Faktor ist das US-Geschäft rund um T-Mobile US, das weiterhin als Wachstumstreiber gilt, heißt es. Morgan Stanley betont, dass das sogenannte US-Stub-Geschäft, also die Restbeteiligung, aktuell nur mit dem Dreifachen des EBITDA AL bewertet werde - ein im Branchenvergleich attraktives Bewertungsniveau.
Auch operativ konnte der Konzern zuletzt überzeugen. Die Deutsche Telekom übertraf im vierten Quartal 2025 die Erwartungen beim operativen Kernergebnis, unterstützt durch eine leichte Erholung im Heimatmarkt sowie eine starke Entwicklung der US-Tochter T-Mobile US. Gleichzeitig treibt der Konzern seine KI-Strategie voran und hat gemeinsam mit NVIDIA eine der größten KI-Fabriken Europas gestartet.
"Wir haben unsere Netzführerschaft ausgebaut, verbessern unser Geschäft in allen Bereichen durch den konsequenten Einsatz künstlicher Intelligenz und setzen so unseren Erfolgskurs fort", wird Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom in der Pressemitteilung zu den Q4-Ergebnissen zitiert. Ferri Abolhassan, Leiter des Servicearms T-Systems, ergänzte in der Medienkonferenz, dass die Deutsche Telekom sich selbst als Europas ersten Anbieter von privaten und souveränen Cloud-Diensten sieht und anstrebt, ihren Umsatz mit T Cloud Public im Jahr 2026 um 20 Prozent zu steigern.
Infrastruktur und Mobilfunkmärkte im Fokus der Analysten
Neben der Telekom sieht Morgan Stanley laut Investing.com auch Chancen bei Helios Towers. Das in Großbritannien ansässige Unternehmen betreibt Mobilfunkmasten vor allem in wachstumsstarken Märkten. Laut der Analyse wird die Aktie derzeit mit einem Abschlag von rund 50 Prozent gegenüber anderen europäischen Tower-Unternehmen gehandelt. Das deute nach Einschätzung der Investmentbank auf eine deutliche Bewertungslücke im Infrastruktursegment hin.
Auch Swisscom gehört zu den Favoriten. Die Schweizer Telekom profitiert laut der Analysten von einer besonders hohen Netzwerkqualität, wie Investing.com berichtet. Zusätzlich könnten Preiserhöhungen und mögliche Konsolidierungen im italienischen Telekommarkt weiteres Potenzial bieten. Swisscom hat zudem Ende Januar angekündigt, die Preise für mehrere Premium-Dienste - darunter Breitband, Mobilfunk, TV und Festnetztelefonie - ab April 2026 zu erhöhen.
Cashflow-Potenzial und Datacenter-Trend: Auch diese Aktien könnten profitieren
Ein weiterer Top-Pick ist BT Group aus Großbritannien. Die Analysten sehen beim Konzern einen bevorstehenden Wendepunkt bei der Entwicklung des freien Cashflows. Morgan Stanley erwartet laut Investing.com, dass der freie Cashflow von 1,5 Milliarden Pfund im März 2026 auf 2 Milliarden Pfund im März 2027 steigen und bis zum Ende des Jahrzehnts rund 3 Milliarden Pfund erreichen könnte.
Abgerundet wird die Liste durch den Netzwerkausrüster Nokia. Das finnische Unternehmen profitiert nach Einschätzung der Investmentbank von seiner besonderen Positionierung bei Investitionen großer Cloud- und Tech-Konzerne. Vor allem die steigende Nachfrage nach Konnektivität in Rechenzentren könne hier langfristig Wachstum bringen.
Bettina Schneider / Redaktion finanzen.net
Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.
Übrigens: Morgan Stanley und andere US-Aktien sind bei finanzen.net ZERO sogar bis 23 Uhr handelbar (ohne Ordergebühren, zzgl. Spreads). Jetzt kostenlos Depot eröffnen und Neukunden-Bonus sichern!
Ausgewählte Hebelprodukte auf BT Group
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf BT Group
Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
| Name | Hebel | KO | Emittent |
|---|
| Name | Hebel | KO | Emittent |
|---|
Weitere BT Group News
Bildquellen: M DOGAN / Shutterstock.com, Tobias Steinert / Shutterstock.com
