US-Börsen schließen im Minus -- DAX geht stabil ins Wochenende -- Netflix steigt aus Warner-Bieterkampf aus -- BASF für 2026 vorsichtig -- Delivery Hero: Umsatz enttäuscht -- 1&1, AIXTRON im Fokus
Deutsche Inflation nimmt im Februar ab. OpenAI-Rivale Anthropic im Clinch mit dem Pentagon. Bayer mit Studienerfolg. SoundHound übertrifft die Erwartungen. Saint-Gobain bestätigt stabile Profitabilität trotz Marktschwäche. AlzChem bleibt beim Umsatz hinter Erwartungen zurück. Holcim mit Gewinneinbruch. Swiss Re mit Rekordgewinn. British-Airways-Mutter erzielt Rekordüberschuss.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich im Freitagshandel mit Schwankungen.
Der DAX war zunächst mit einem minimalen Plus in den Handel eingestiegen. Die zwischenzeitlich deutlicheren Gewinne schmolzen im Verlauf ab, zeitweise waren gar leichte Verluste zu sehen. Im weiteren Verlauf bewegte sich das Börsenbarometer um die Nulllinie, wo es den Handel bei 25.284,26 Punkten (-0,02 Prozent) beendete.
Der TecDAX stieg daneben ebenso marginal höher in den Handel ein, im Verlauf wurde das Plus deutlicher ausgebaut. Sein Schlussstand: 3.796,06 Zähler (+1,11 Prozent).
Der deutsche Leitindex hielt sich weiter deutlich über der psychologisch wichtigen Marke von 25.000 Punkten, die zu Beginn der Woche kurzzeitig unterschritten worden war.
Zum Wochenabschluss standen der deutsche Aktienmarkt und der DAX im Spannungsfeld zwischen wichtigen Konjunkturdaten und einer angespannten geopolitischen Lage. Im Fokus der Anleger standen heute vor allem die deutschen Inflationsdaten: Nach den länderspezifischen Zahlen am Vormittag gab das Statistische Bundesamt am Nachmittag die vorläufigen Werte für das gesamte Bundesgebiet bekannt, was maßgebliche Impulse für die Geldpolitik der EZB liefern könnte. so fiel die deutsche HVPI-Inflation im Februar überraschend auf 1,9 Prozent.
Gleichzeitig blieb die Situation im Iran-Konflikt ein dominantes Thema an den Börsen. Zwar kündigte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi für die kommende Woche "technische Gespräche" in Wien an, um Details eines möglichen Abkommens auszuarbeiten, doch die Skepsis am Markt überwiegt. Grund dafür ist das von US-Präsident Donald Trump gesetzte Ultimatum, das Anfang März ausläuft. Angesichts der massiven US-Truppenverlegungen in die Region bleibt die Sorge vor einer militärischen Eskalation trotz der diplomatischen Bemühungen präsent.
Auf der Unternehmensseite richtete sich die Aufmerksamkeit auf den DAX-Schwergewicht BASF. Der Chemiekonzern legte am Morgen seine Quartalszahlen vor und blickt nach einem herausfordernden Vorjahr nur vorsichtig optimistisch auf das laufende Geschäftsjahr 2026.
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Europas Börsen zeigten am Freitag tiefer.
Der EURO STOXX 50 startete minimal im Plus, im Verlauf folgte zunächst nur wenig Bewegung, bevor es letztlich abwärts ging. Sein Schlussstand: 6.143,17 Zähler (-0,3 Prozent).
Die Marktstimmung wird derzeit stark von geopolitischen Signalen beeinflusst. In Genf endete die jüngste Runde der Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Iran zwar ohne finalen Durchbruch, aber mit "bedeutenden Fortschritten", wie Vermittler aus dem Oman berichteten. Dass die Gespräche nächste Woche auf technischer Ebene in Wien fortgesetzt werden sollen, hat die akuten Sorgen vor einer US-Militäraktion im Nahen Osten vorerst zerstreut. Diese diplomatische Entspannung sorgt für Ruhe an den Ölmärkten und stützt die Risikobereitschaft der Anleger.
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Die US-Börsen bewegten sich am Freitag während der gesamten Sitzung in der Verlustzone.
Der Dow Jones zeigte sich schwächer und rutschte um 1,05 Prozent auf 48.977,92 Punkte ab.
Der NASDAQ Composite verlor zum Handelsschluss 0,92 Prozent und schloss auf 22.668,21 Zählern.
Anzeichen einer möglichen Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran haben die US-Börsen am Freitag ins Minus gedrückt. Hintergrund waren Händlern zufolge Medienberichte, laut denen die USA Mitarbeitern der Botschaft in Israel die sofortige Ausreise empfiehlt. Das schürte die Befürchtung eines möglichen unmittelbar bevorstehenden US-Militärschlags gegen den Iran. Für den Fall eines Angriffs schließen Beobachter nicht aus, dass der Iran auch Ziele in Israel angreifen könnte. Überraschend deutlich gestiegene US-Erzeugerpreise nährten derweil Inflationssorgen.
Die Ölpreise legten in Erwartung einer Angebotsverknappung im Fall eines Militärschlags deutlich zu. Der "sichere Hafen" Gold holte die zwischenzeitlichen Verluste wieder auf und drehte ins Plus.
Die andauernden Nachwirkungen der NVIDIA-Geschäftszahlen traten dagegen etwas in den Hintergrund. Obwohl der Chiphersteller klar besser als erwartet ausgefallene Quartalszahlen vorgelegt hatte, hielten sich hartnäckig Bedenken bezüglich der schnell zunehmenden Konkurrenz, der Nachhaltigkeit der stark steigenden Kundennachfrage und der Unsicherheit darüber, wann es nachhaltige Renditen geben wird.
Die wichtigsten Märkte in Fernost bewegten sich am Freitag auf grünem Terrain, obwohl im frühen Handelsverlauf noch KI-Sorgen dominiert und für Verluste gesorgt hatten.
In Tokio legte der Nikkei 225 0,16 Prozent zu und ging bei 58.850,27 Punkten aus dem Handel.
Auf dem chinesischen Festland ging es unterdessen für den Shanghai Composite 0,39 Prozent auf 4.162,88 Zähler nach oben.
Deutlichere Gewinne waren in Hongkong zu sehen, wo der Hang Seng zuletzt 0,95 Prozent bei 26.630,54 Punkten höher in den Feierabend ging.
Nach einem beeindruckenden Rekordlauf in Tokio, Seoul und Sydney festigte sich am Freitag im späten asiatischen Handel eine positive Tendenz. Viele Börsen haben damit eine historisch starke Bilanz erzielt - für viele ist es der erfolgreichste Februar der Börsengeschichte. Mit dieser Performance ließen asiatische Aktien sowohl europäische als auch US-Titel deutlich hinter sich, primär angetrieben durch den anhaltenden KI-Boom und starke Technologiewerte.
Dennoch zeigten sich am Freitag im Tech-Sektor Ermüdungserscheinungen, da viele Titel den negativen Vorzeichen ihrer US-Pendants folgten. Selbst die überzeugenden Geschäftszahlen des Branchenprimus NVIDIA konnten keine neuen Impulse setzen; stattdessen rückten Sorgen über die Nachhaltigkeit des rasanten Wachstums in den Fokus.
Die Börse in Japan erholte sich am Freitag von zeitweiligen Rücksetzern. Nach zwei Rekordtagen in Folge werteten Händler die Bewegung als gesunde Konsolidierung, die zudem durch einen festeren Yen leicht gebremst wurde. Aktuelle Inflationsdaten aus Tokio signalisierten eine Abkühlung, wobei die Kerninflation erstmals seit längerer Zeit wieder unter das Ziel der Bank of Japan fiel.
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