Heute im Fokus

Trump verschiebt Ultimatum: DAX letztlich deutlich erholt -- Wall Street beendet Handel fester -- Rheinmetall will F126-Fregatten-Bau beschleunigen -- Bitcoin & Co., Erdgas, Ölaktien im Fokus

aktualisiert 23.03.26 21:12 Uhr

Novo Nordisk: Start von Studienbeginn für orales Abnehm-Medikament. DroneShield-Aktie tiefrot: Erneute Kapitalmaßnahme und Radar-Offensive im Fokus. Delivery Hero: Grab Holdings übernimmt foodpanda-Geschäft in Taiwan. Indexanpassungen unterhalb des DAX werden wirksam. Hohe Spritpreise zwingen United Airlines zu Flugkürzungen. Equinor-Aktie: Starke Zahlen und neue Ölfunde treiben den Kurs. Siemens Energy-Aktie profitiert deutlich von Trumps Deeskalation im Iran-Konflikt.

Marktentwicklung


Der deutsche Aktienmarkt drehte im Montagshandel nach zunächst deutlichen Verlusten kräftig ins Plus.

Der DAX sackte zum Auftakt ab und rutschte damit wieder unter 22.000 Zähler. Auch im Verlauf dominierten zunächst die Verkäufer das Geschehen. Am Mittag kam es dann zu einer abrupten Aufwärtsbewegung. Letztlich schmolz das Plus dann wieder etwas und der deutsche Leitindex ging noch 1,22 Prozent stärker bei 22.653,86 Punkten aus dem Handel.
Der TecDAX gab zum Start ebenso deutlich nach und blieb zunächst in der Verlustzone stecken. Auch hier waren dann jedoch zeitweise deutliche Gewinne zu sehen, die bis zum Handelsende abflachten. Schlussendlich wurde ein moderater Zuwachs von 0,34 Prozent auf 3.431,77 Einheiten verbucht.

Der schlagartige Kurswechsel war auf Aussagen von Donald Trump zurückzuführen: Dieser verzichtet eigenen Angaben zufolge vorerst auf Angriffe auf iranische Energieanlagen, da die Gespräche mit dem Iran über ein Ende der Kämpfe in den kommenden fünf Tagen produktiv verlaufen. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb Trump, er habe das Verteidigungsministerium angewiesen, sämtliche Attacken auf Kraftwerke und die Energieinfrastruktur auszusetzen. Daraufhin fielen die Ölpreise wieder deutlich. Dass der Iran Gespräche mit den USA bestritt, dämpfte die zuvor aufgekommene Markt-Euphorie jedoch etwas. Zuvor hatte er Teheran ein Ultimatum gestellt: Sollte die Straße von Hormus nicht bis Dienstagmorgen (MEZ) geöffnet werden, wollte er die iranischen Kraftwerke zerstören lassen.

Die Handelsspanne von nahezu 6 Prozent markiert die größte seit dem Zwischentief Anfang April 2025 im Zuge von Trumps Zoll-Schock. Seit Ausbruch des Iran-Kriegs summieren sich die Verluste des DAX zeitweise auf gut 13,5 Prozent.

"Trumps Ankündigung wirkt wie Balsam für die Märkte und damit als klassische Beruhigungspille auf Zeit", schrieb Marktanalyst Timo Emden laut dpa-AFX. Damit dominiere klar das Prinzip Hoffnung. Die Anleger setzten auf eine diplomatische Lösung im Nahostkonflikt. Doch sie "sollten sich vor Augen halten, dass aufgeschoben nicht aufgehoben bedeutet", warnte der Experte. "Die geopolitischen Risiken bleiben bestehen und damit auch die Gefahr, dass die Märkte ihre aktuelle Erholung schnell wieder abgeben."

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