Trump verschiebt Ultimatum: DAX letztlich deutlich erholt -- Wall Street beendet Handel fester -- Rheinmetall will F126-Fregatten-Bau beschleunigen -- Bitcoin & Co., Erdgas, Ölaktien im Fokus
Novo Nordisk: Start von Studienbeginn für orales Abnehm-Medikament. DroneShield-Aktie tiefrot: Erneute Kapitalmaßnahme und Radar-Offensive im Fokus. Delivery Hero: Grab Holdings übernimmt foodpanda-Geschäft in Taiwan. Indexanpassungen unterhalb des DAX werden wirksam. Hohe Spritpreise zwingen United Airlines zu Flugkürzungen. Equinor-Aktie: Starke Zahlen und neue Ölfunde treiben den Kurs. Siemens Energy-Aktie profitiert deutlich von Trumps Deeskalation im Iran-Konflikt.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt drehte im Montagshandel nach zunächst deutlichen Verlusten kräftig ins Plus.
Der DAX sackte zum Auftakt ab und rutschte damit wieder unter 22.000 Zähler. Auch im Verlauf dominierten zunächst die Verkäufer das Geschehen. Am Mittag kam es dann zu einer abrupten Aufwärtsbewegung. Letztlich schmolz das Plus dann wieder etwas und der deutsche Leitindex ging noch 1,22 Prozent stärker bei 22.653,86 Punkten aus dem Handel.
Der TecDAX gab zum Start ebenso deutlich nach und blieb zunächst in der Verlustzone stecken. Auch hier waren dann jedoch zeitweise deutliche Gewinne zu sehen, die bis zum Handelsende abflachten. Schlussendlich wurde ein moderater Zuwachs von 0,34 Prozent auf 3.431,77 Einheiten verbucht.
Der schlagartige Kurswechsel war auf Aussagen von Donald Trump zurückzuführen: Dieser verzichtet eigenen Angaben zufolge vorerst auf Angriffe auf iranische Energieanlagen, da die Gespräche mit dem Iran über ein Ende der Kämpfe in den kommenden fünf Tagen produktiv verlaufen. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb Trump, er habe das Verteidigungsministerium angewiesen, sämtliche Attacken auf Kraftwerke und die Energieinfrastruktur auszusetzen. Daraufhin fielen die Ölpreise wieder deutlich. Dass der Iran Gespräche mit den USA bestritt, dämpfte die zuvor aufgekommene Markt-Euphorie jedoch etwas. Zuvor hatte er Teheran ein Ultimatum gestellt: Sollte die Straße von Hormus nicht bis Dienstagmorgen (MEZ) geöffnet werden, wollte er die iranischen Kraftwerke zerstören lassen.
Die Handelsspanne von nahezu 6 Prozent markiert die größte seit dem Zwischentief Anfang April 2025 im Zuge von Trumps Zoll-Schock. Seit Ausbruch des Iran-Kriegs summieren sich die Verluste des DAX zeitweise auf gut 13,5 Prozent.
"Trumps Ankündigung wirkt wie Balsam für die Märkte und damit als klassische Beruhigungspille auf Zeit", schrieb Marktanalyst Timo Emden laut dpa-AFX. Damit dominiere klar das Prinzip Hoffnung. Die Anleger setzten auf eine diplomatische Lösung im Nahostkonflikt. Doch sie "sollten sich vor Augen halten, dass aufgeschoben nicht aufgehoben bedeutet", warnte der Experte. "Die geopolitischen Risiken bleiben bestehen und damit auch die Gefahr, dass die Märkte ihre aktuelle Erholung schnell wieder abgeben."
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Europas Börsen erlebten zum Wochenstart einen plötzlichen Kurswechsel.
Der EURO STOXX 50 startete moderat tiefer und hielt sich m Verlauf zunächst weiter deutlich in der Verlustzone auf. Am Mittag schoss der Index dann in die Höhe und beendete die Sitzung 1,18 Prozent im Plus bei 5.565,94 Punkten.
Europas Aktienmärkte haben am Montag die deutlichen Anfangsverluste gegen Mittag in starke Gewinne verwandelt. Die Schwankungen waren Ausdruck des Hoffens und Bangens mit der Lage im Nahen Osten, nachdem US-Präsident Donald Trump dem Iran am Wochenende mit einem Angriff auf Energieanlagen gedroht hatte. Entlastung brachte zur Mittagszeit, dass Trump solche Angriffe für fünf Tage aussetzte mit dem Hinweis, es gebe "produktive Gespräche mit dem Iran". Die Angst davor, dass der Iran zur Vergeltung weitere Öl- und Gasinfrastrukturen in der Golfregion angreift und die für den Öl- und Gastransport wichtige Straße von Hormus vollständig schließt, hatte den Leitindex der Eurozone am Vormittag noch mit bis zu 2,2 Prozent ins Minus gedrückt. Bei 5.376 Zählern hatte er den niedrigsten Stand seit September erreicht.
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Die US-Börsen verbuchten am Montag deutliche Gewinne.
So begann der Dow Jones die Sitzung bereits mit Aufschlägen und baute sein Plus im Anschluss deutlich aus. Er verabschiedete sich letztlich 1,38 Prozent fester bei 46.208,47 Punkten in den Feierabend.
Auch der NASDAQ Composite legte zum Börsenstart schon kräftig zu und verteidigte seine Gewinne im Verlauf. Am Ende des Handelstages stand schließlich ebenso ein Plus von 1,38 Prozent bei 21.946,76 Zählern an der Kurstafel.
Die Börsen reagierten zunächst positiv, nachdem Donald Trump sein Ultimatum an den Iran verlängerte und angekündigte Angriffe vorerst aussetzte. Hintergrund seien angebliche Gespräche mit einem iranischen Vertreter, die Hoffnungen auf eine Entspannung nährten. In der Folge stiegen die Aktienkurse, während die Ölpreise nachgaben.
Der Iran bestritt jedoch, dass es solche Gespräche gegeben habe, was die Märkte wieder etwas zurückkommen ließ. Zuvor hatte Teheran auf das Ultimatum mit Drohungen gegen Energieinfrastruktur in der Golfregion reagiert. Am Markt wurde Trumps Vorgehen teils als erneutes Nachgeben unter Druck gewertet, insbesondere angesichts der Reaktionen der Finanzmärkte.
Die Börsen in Fernost starteten tiefrot in die neue Handelswoche.
In Tokio verlor der Nikkei 225 3,48 Prozent auf 51.515,49 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland waren ebenfalls deutliche Verluste zu sehen: Der Shanghai Composite rutschte zuletzt um 3,63 Prozent auf 3.813,28 Zähler ins Minus.
Ebenso abwärts geht es in Hongkong: Der Hang Seng verlor daneben 3,54 Prozent auf 24.382,47 Indexpunkte.
Die Drohgebärden von US-Präsident Donald Trump gegenüber der iranischen Führung haben zum Wochenstart für heftige Turbulenzen an den asiatischen Märkten gesorgt. Nach einem Ultimatum Washingtons an Teheran rutschten die wichtigsten Indizes der Region deutlich ins Minus. Auslöser der Panik war eine nächtliche Drohung von Präsident Trump. Er forderte die iranische Führung auf, die Straße von Hormus innerhalb von 48 Stunden bedingungslos zu öffnen. Sollte dies nicht geschehen, drohte er mit der gezielten Zerstörung iranischer Energieanlagen. Teheran reagierte prompt und drohte seinerseits damit, die für den globalen Ölhandel kritische Meerenge vollständig abzuriegeln.
Besonders in Tokio war der Verkaufsdruck hoch, da die Börse am vorangegangenen Freitag feiertagsbedingt geschlossen blieb und nun die geopolitischen Ereignisse nachholte.
Die militärischen Spannungen treiben die Energiekosten massiv in die Höhe. Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran ist der Ölpreis bereits um über 50 Prozent gestiegen-
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