SU7-Launch erfolgt: Xiaomi-Aktie rutscht nach Gewinnmitnahmen deutlich ab

Die Xiaomi-Aktie gerät am Freitag kräftig unter Druck. Anleger münzen die verteilten Vorschusslorbeeren für den SU7-Launch in Gewinnmitnahmen um.
Werte in diesem Artikel
• Xiaomi-Aktie fällt nach SU7-Update deutlich
• Margensorgen durch aggressive Preisstrategie
• Hohe KI-Investitionen belasten kurzfristig
Der chinesische Technologiekonzern Xiaomi geriet am Freitag an der Börse in Hongkong kräftig unter die Räder: Die Aktie verlor letztlich 7,87 Prozent auf 33,46 HKD und erlebte damit einen deutlichen Kursrückgang an der Börse, nachdem Anleger begonnen haben, Gewinne zu realisieren. Am Donnerstag hatte das Unternehmen seine aktualisierte Version der Elektro-Limousine SU7 vorgestellt, im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Präsentation war die Aktie noch zeitweise deutlich gestiegen.
Sorgen um Margen beim neuen SU7
Für Unruhe sorgte vor allem die Preisgestaltung des aktualisierten SU7, der künftig ab 219.900 Yuan angeboten werden soll und damit direkt gegen Teslas Model 3 positioniert ist. Während die Modellpalette mit einer Max-Variante ab 303.900 Yuan weiter nach oben geöffnet wird, fürchten Investoren angesichts gestiegener Kosten für Batterien und Chips um die ohnehin angespannten Margen im E-Auto-Geschäft. Der seit März 2024 angebotene erste SU7 hatte sich zwar mit bislang kumuliert 381.000 ausgelieferten Fahrzeugen zum Verkaufserfolg entwickelt, doch die Profitabilität der Sparte bleibt ein sensibles Thema.
Massive Investitionen in künstliche Intelligenz
Neben der Hardware-Offensive auf der Straße treibt Xiaomi seine Ambitionen im Bereich der Software massiv voran. Parallel zum neuen Fahrzeug wurde das Flaggschiff-KI-Modell MiMo-V2-Pro enthüllt. CEO Lei Jun kündigte an, dass das Unternehmen in den kommenden drei Jahren mindestens 60 Milliarden Yuan in künstliche Intelligenz investieren werde. Diese strategische Ausrichtung unterstreicht den Wandel des Konzerns, weg vom reinen Hardware-Produzenten hin zu einem KI-getriebenen Ökosystem, auch wenn diese hohen Investitionen kurzfristig die Bilanz belasten.
E-Auto-Geschäft wächst, Rentabilität bleibt im Fokus
Xiaomi konnte mit seinem Einstieg in den E-Auto-Markt schnell Marktanteile gewinnen und meldete im dritten Quartal 2025 erstmals operative Gewinne im Bereich Smart EV, KI und neuer Initiativen. Dennoch sehen Beobachter die Margensituation kritisch, da der Preiskampf im chinesischen Elektroautomarkt anhält und zugleich die Komponentenpreise steigen. Um Tesla und anderen Wettbewerbern Marktanteile abzunehmen, setzt Xiaomi weiter auf aggressive Preisstrategien, was die Ertragskraft der Autosparte kurz- bis mittelfristig begrenzen dürfte.
Blick auf die Quartalszahlen
In der kommenden Woche legt Xiaomi seine Zahlen für das vierte Quartal vor, wobei Analysten von einem nachlassenden Wachstum ausgehen. Vor allem das Kerngeschäft mit Smartphones und anderen Elektronikgeräten leidet unter schwächerer Nachfrage und verschärftem Wettbewerb, während die Erlöse aus E-Autos und KI-Diensten deutlich zulegen dürften. Für Anleger rückt damit immer stärker die Frage in den Mittelpunkt, ob das neue Geschäftsmodell aus EVs und KI die Belastungen aus dem klassischen Hardwaregeschäft nicht nur kompensieren, sondern mittelfristig auch für stabilere Margen sorgen kann.
Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net
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