Kräftige Kurszielanhebung können die Bayer-Aktie nicht antreiben

Die Stimmung rund Bayer hellt sich zusehends auf. Positive Nachrichten aus der Pharma-Sparte und Fortschritte in der langjährigen Glyphosat-Thematik sorgen für eine nächste Kaufempfehlung.
Werte in diesem Artikel
• Bayer-Aktie: Kurszielanhebung durch Analysten
• Hoffnung auf Entspannung im Glyphosat-Streit
• Positive Impulse aus Pharma-Sparte
Zum Ende der Handelswoche hat das Analysehaus Oddo BHF reagiert und eine deutliche Kaufempfehlung für die Bayer-Aktie ausgesprochen.
Deutliche Kursziel-Anhebung durch Oddo BHF
Analyst Stephan Wulf hat seine Bewertung für das Papier grundlegend angepasst: Die Einstufung wurde von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft, während das Kursziel massiv von 39,80 Euro auf 55,00 Euro angehoben wurde. Laut der aktuellen Studie von Wulf, auf die sich "Der Aktionär" bezieht, deute sich ein Ende der belastenden US-Rechtsstreitigkeiten an, was den Fokus der Investoren wieder auf das operative Kerngeschäft lenken dürfte. Der Analyst sieht für die kommenden Jahre Rückenwind aus mehreren Richtungen - insbesondere durch verbesserte Aussichten in der Pharma-Division sowie positive Impulse in der Agrarchemie ab 2027.
Fokus auf Portfoliostruktur und Consumer Health
Ein zentrales Thema bleibt die zukünftige Aufstellung des Konzerns, der aktuell in die drei Säulen Crop Science, Pharma und Consumer Health unterteilt ist. Wulf bringt in seiner Analyse eine mögliche Trennung vom Consumer-Health-Bereich erneut ins Spiel.
Dass Bayer zu Portfolio-Bereinigungen bereit ist, zeigte bereits der Verkauf des Tiergesundheitsgeschäfts im Jahr 2019 an Elanco Animal Health für insgesamt 7,6 Milliarden Dollar. Ein ähnlicher Schritt bei der Konsumgütersparte könnte laut Marktbeobachtern weiteres Potenzial zur Wertsteigerung freisetzen.
Auch andere Analysten zuversichtlicher
Auch die UBS, Goldman Sachs und Barclays haben in den letzten Tagen positive Analysteneinschätzungen zur Bayer-Aktie veröffentlicht. Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für Bayer von 48 auf 52 Euro angehoben und die Aktien von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft. Mit Blick auf die Lösung der Glyphosatprobleme sieht Analyst Matthew Weston inzwischen ein Chancen-Übergewicht, wie er betont.
Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Einstufung für Bayer nach positiven Kerendia-Studiendaten mit einem Kursziel von 54 Euro auf "Buy" belassen.
Die britische Investmentbank Barclays hat die Einstufung für Bayer nach Studienergebnissen zum Medikament Kerendia mit einem Kursziel von 48 Euro auf "Overweight" belassen. Neue Markteinführungen seien weiterhin auf Kurs, um die Einbußen bei den Kassenschlagern Xarelto sowie Eylea in diesem Geschäftsjahr weitgehend auszugleichen, schrieb Charles Pitman-King.
Nach den positiven Analystenstimmen hat die Bayer-Aktie in dieser Handelswoche eine positive Bilanz. Am Freitag geht es jedoch abwärts: Im XETRA-Handel verliert der Anteilsschein zeitweise 0,36 Prozent auf 38,33 Euro.
Claudia Stephan, Benedict Kurschat, Evelyn Schmal, Redaktion finanzen.net
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