Mehr Kurspotenzial als NVIDIA? Diese wenig bekannte KI-Aktie könnte Anleger überraschen

Die KI-Rally an der Börse wird bislang vor allem mit NVIDIA verbunden. Doch ein deutlich kleineres Unternehmen rückt zunehmend in den Fokus von Investoren.
Werte in diesem Artikel
• Wenig bekannte KI-Aktie macht NVIDIA Konkurrenz
• Umsatz von 2019 bis 2025 vervierfacht
• Analysten sehen weiteres hohes Wachstumspotenzial
Die Rally rund um künstliche Intelligenz hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Tech-Aktien beflügelt. Besonders Chipgigant NVIDIA gilt als großer Gewinner des KI-Booms. Doch einige Analysten sehen auch kleinere Unternehmen mit deutlich mehr Kurspotenzial. Eine Aktie, die dabei immer häufiger genannt wird, ist Innodata. Das Unternehmen ist vielen Anlegern noch relativ unbekannt - obwohl sich der Kurs in den vergangenen Jahren bereits vervielfacht hat.
Innodata: Vom unscheinbaren Dienstleister zum KI-Profiteur
Innodata wurde 1988 gegründet und war lange Zeit ein eher unspektakulärer Dienstleister für Content-Digitalisierung, digitales Publizieren und Datenanreicherung. Entsprechend blieb das Wachstum viele Jahre überschaubar.
Der strategische Wendepunkt verstärkte sich ab den späten 2010er-Jahren (insbesondere ca. 2019). Damals baute das Unternehmen spezialisierte Dienste für KI-Daten-Engineering aus, die große Mengen hochwertiger Daten annotieren und aufbereiten.
Denn in der Praxis verbringen Tech-Unternehmen einen Großteil ihrer Zeit gar nicht mit der Entwicklung von KI-Algorithmen selbst. Laut dem Finanzportal The Motley Fool entfällt ein Großteil der Arbeit auf die Vorbereitung der Trainingsdaten. "Tech-Unternehmen verbrachten oft etwa 80 % ihrer Zeit damit, die Daten für ihre KI-Projekte zu annotieren und vorzubereiten", schreiben die Experten. Nur etwa 20 Prozent der Zeit würden tatsächlich für das Training der KI genutzt.
Diese Arbeit an spezialisierte Anbieter auszulagern, ist für viele Konzerne laut Experten effizienter. Hier setzt Innodata an.
Kunden aus der KI-Elite
Heute greifen laut Unternehmensangaben bereits mindestens fünf der sogenannten "Magnificent Seven" auf die Dienste von Innodata zurück, um Daten für KI-Projekte zu bereinigen und vorzubereiten. Der Effekt zeigt sich deutlich in den Geschäftszahlen. Der Umsatz des Unternehmens stieg von 55,9 Millionen US-Dollar im Jahr 2019 auf 251,7 Millionen US-Dollar im Jahr 2025 - also mehr als eine Vervierfachung innerhalb weniger Jahre. Auch die Profitabilität verbessert sich. Das bereinigte EBITDA wurde 2023 wieder positiv, verdreifachte sich 2024 und erreichte 2025 rund 57,9 Millionen US-Dollar, ein Plus von 68 Prozent.
Ende 2025 verfügte das Unternehmen über rund 82,2 Millionen US-Dollar an Cash und kurzfristigen Anlagen, einen positiven operativen Cashflow sowie eine vergleichsweise niedrige Verschuldung. An der Börse spiegelt sich diese Entwicklung ebenfalls wider: In den vergangenen drei Jahren ist die an der NASDAQ notierte Aktie um mehr als 530 Prozent gestiegen. Seit Jahresbeginn hat sich das Bild jedoch gewandelt: Hier steht ein Minus von über 14 Prozent zu Buche - vermutlich getrieben von den zunehmenden KI-Sorgen am Markt (Stand: Schlusskurs vom 20. März 2026).
Innodata-CEO und Analysten sehen weiterhin starkes Wachstum
Trotz der Abwärtsbewegung der Aktie seit Jahresbeginn gehen viele Marktbeobachter davon aus, dass die Expansion noch längst nicht vorbei ist. Laut Analysten-Prognosen, auf die sich The Motley Fool bezieht, könnten Umsatz und bereinigtes EBITDA von Innodata zwischen 2025 und 2027 jährlich um rund 31 Prozent beziehungsweise 19 Prozent wachsen.
Auch der Innodata-CEO Jack Abuhoff zeigt sich überaus optimistisch. "Wir glauben, dass wir mit außergewöhnlichem Schwung in das Jahr 2026 eintreten. Die Nachfrage in den Bereichen Training von Frontier-Modellen, agentische KI und physische KI beschleunigt sich, und wir glauben, dass sich unsere Rolle von einem Datenlieferanten zu einem strategischen Lifecycle-Partner für einige der fortschrittlichsten KI-Initiativen der Welt entwickelt," wird er in der Pressemittelung zu den Ergebnissen für das Jahr 2025 zitiert. "Auf Grundlage der aktuellen Prognosen erwarten wir für 2026 ein Umsatzwachstum von etwa 35 % oder mehr, mit potenziellem Aufwärtspotenzial, wenn Programme skalieren", so Abuhoff weiter.
Diese Kombination aus Wachstum und stabiler Finanzierung könnte Innodata womöglich sogar zu einem Übernahmeziel für größere KI-Infrastrukturunternehmen machen, heißt es laut The Motley Fool.
Mehr Potenzial als die NVIDIA-Aktie?
Im Vergleich zu Tech-Schwergewichten wie NVIDIA ist Innodata ein sehr kleines Unternehmen. Genau darin sehen einige Investoren jedoch die Chance: Während Giganten mit Billionenbewertung oft langsamer wachsen, können kleinere KI-Spezialisten deutlich stärker skalieren.
Allerdings bleiben Risiken. Innodata muss seine Kundenbasis erweitern, um die Abhängigkeit von großen Tech-Konzernen zu reduzieren, betont The Motley Fool. Außerdem muss das Unternehmen zeigen, dass neue generative-KI-Technologien seine Dienstleistungen nicht überflüssig machen. Gelingt das, könnte die Aktie womöglich weiterhin stark vom weltweiten KI-Boom profitieren - und damit zu einem spannenten Wachstumswerten im Technologiesektor zählen.
Bettina Schneider, Redaktion finanzen.net
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