Netflix-Aktie im Fokus: Citi sieht nach Warner-Aus Spielraum für Preiserhöhungen

Die Citigroup stuft die Netflix-Aktie nach dem gescheiterten Warner-Deal auf "Kaufen" hoch. Analyst Jason Bazinet rechnet mit einer Preiserhöhung bis zum Herbst 2026.
Werte in diesem Artikel
• Citi-Analyst Jason Bazinet stuft Netflix auf Kaufen hoch mit einem Kursziel von 115 US-Dollar
• Bazinet rechnet mit einer Preiserhöhung durch Netflix bis Oktober 2026
• Netflix verlangt in den USA derzeit zwischen 7,99 und 24,99 US-Dollar pro Monat
Citi erwartet Preiserhöhung bis zum vierten Quartal 2026
Citi-Analyst Jason Bazinet sieht Netflix nach dem Ende des Übernahmeversuchs von Warner Bros. in einer deutlich besseren Position für eine Preiserhöhung. In einer Kundennotiz, über die MarketWatch am 18. März 2026 berichtete, schrieb Bazinet, dass viele Investoren eine Preiserhöhung während der regulatorischen Prüfung im Zusammenhang mit der Übernahme für unwahrscheinlich gehalten hätten. Nach dem Scheitern des Deals sehe er nun keinen Grund mehr, der Netflix daran hindern würde.
Angesichts der bisherigen Preisrhythmen von Netflix, das die Abopreise zuletzt im Januar 2025 angehoben hatte, hält Bazinet eine erneute Erhöhung bis Oktober 2026 für realistisch. Eine Steigerung des durchschnittlichen Umsatzes pro Nutzer um 5 Prozent könnte laut dem Analysten einen Kursanstieg der Aktie von bis zu 6 Prozent nach sich ziehen. Netflix verlangt in den USA derzeit zwischen 7,99 US-Dollar pro Monat für das günstigste werbefinanzierte Angebot und 24,99 US-Dollar für das umfangreichste werbefreie Paket. Bazinet stufte die Aktie auf Kaufen hoch und vergab ein Kursziel von 115 US-Dollar.
Warum der gescheiterte Warner-Deal Netflix entlastet
Netflix hatte Anfang Dezember 2025 eine Vereinbarung zum Kauf der Studio- und Streaming-Sparten von Warner Bros. Discovery für 82,7 Milliarden US-Dollar bekannt gegeben. In einer offiziellen Mitteilung vom 26. Februar 2026 erklärte Netflix jedoch, das Angebot nicht nachzubessern, nachdem der Verwaltungsrat von Warner Bros. Discovery das Gebot von Paramount Skydance als überlegen eingestuft hatte. Die Co-CEOs Ted Sarandos und Greg Peters betonten in der Mitteilung, die Transaktion sei stets ein Vorhaben gewesen, das zum richtigen Preis attraktiv gewesen wäre, aber kein Muss um jeden Preis.
Laut der Netflix-Mitteilung plant das Unternehmen, in diesem Jahr rund 20 Milliarden US-Dollar in Filme und Serien zu investieren und das Aktienrückkaufprogramm wieder aufzunehmen. Bazinet sieht darin eine weitere positive Entwicklung für die Aktie: Ohne die finanzielle Belastung durch eine Übernahme habe Netflix nun größeren Spielraum für höhere Cashbestände und Rückkäufe. Zudem dürfte das Unternehmen seine Prognose für die operative Marge anheben können, da die potenziellen Belastungen aus dem Zusammenschluss entfallen.
Wermutstropfen beim Werbegeschäft
Trotz der positiven Gesamteinschätzung äußerte sich Bazinet vorsichtiger zum Werbegeschäft von Netflix. Der aktuelle Analystenkonsens geht laut MarketWatch davon aus, dass Netflix bis 2030 jährlich rund 11 Milliarden US-Dollar an Werbeeinnahmen erzielen wird, nach einer früheren Schätzung von 12 Milliarden US-Dollar aus dem Jahr 2025. Bazinet hält diese Prognosen jedoch für zu optimistisch und rechnet eher mit rund 9 Milliarden US-Dollar bis 2030.
Netflix verfügt nach eigenen Angaben über rund 325 Millionen Abonnenten weltweit. Bazinet merkte laut MarketWatch an, dass Netflix beim werbefreien Angebot zwar erst der drittteuerste Streaming-Dienst sei, angesichts der Tiefe des Inhaltsangebots und der hohen Zuschauerbindung jedoch Spielraum habe, sich an die Spitze zu setzen, ohne nennenswerte Abonnentenverluste befürchten zu müssen.
Dominik Maier, Redaktion finanzen.net
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