Goldpreis und Ölpreis

Goldpreis: Geopolitische Spannungen sorgen für Kaufwelle

04.02.26 07:40 Uhr

Krisenangst treibt Gold wieder über 5.000 Dollar | finanzen.net

Der Goldpreis profitierte im frühen Mittwochshandel von wachsenden geopolitischen Spannungen zwischen dem Iran und den USA.

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von Jörg Bernhard

Am gestrigen Dienstag legte das gelbe Edelmetall um 5,9 Prozent zu und erzielte damit den höchsten Tagesgewinn seit November 2008. So kehrte die Krisenwährung über die Marke von 5.000 Dollar zurück, nachdem US-Streitkräfte eine iranische Drohne abgeschossen hatten. Nach Angaben des Pentagon habe sie sich "aggressiv" dem Flugzeugträger Abraham Lincoln im Arabischen Meer genähert. Investoren warten nun auf die ADP-Arbeitsmarktdaten (14.15 Uhr), um Hinweise zum weiteren Kurs der Fed zu erhalten. Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten soll sich die Anzahl neuer Stellen von 41.000 auf 48.000 erhöht haben. Die Bekanntgabe diverser ISM-Einkaufsmanagerindizes dürfte am Nachmittag ebenfalls für erhöhte Aufmerksamkeit sorgen. Der morgige Handelstag steht dann ganz im Zeichen der EZB-Sitzung und mit dem Challengerbericht über Stellenstreichungen und den wöchentlichen Erstanträgen wäre für zusätzliche Spannung gesorgt.

Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit steigenden Notierungen. Bis 7.30 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 141,50 auf 5.046,6 0 Dollar pro Feinunze.

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Rohöl: Auf und nieder immer wieder

Der Ölpreis profitiert derzeit von dem zwischen Indien und den USA abgeschlossenen Handelsabkommen und den oben erwähnten wachsenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten. OPEC-Mitglieder wie Saudi-Arabien, Iran, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und Irak exportieren nämlich den Großteil ihres Rohöls über die Straße von Hormus und sorgen sich nun über die Transportsicherheit. Unterstützung erhielten die Ölpreise auch durch den vom API gemeldeten unerwartet starken Rückgang der US-Rohöllagerbestände. Diese sind in der vergangenen Woche um mehr als elf Millionen Barrel gesunken. Offizielle Daten der US-Energiebehörde EIA werden um 16:30 Uhr veröffentlicht. Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten sollen sich die gelagerten Ölmengen in der vergangenen Woche um zwei Millionen Barrel reduziert haben.

Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,47 auf 63,68 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,39 auf 67,72 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.net

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