Nach EZB-Entscheid: DAX letztlich in Rot -- US-Börsen mit Verlusten -- Alphabet übertrifft Erwartungen -- Novo Nordisk, BYD, DroneShield, SAP, Arm, Softwareaktien, Wolfspeed, Snap im Fokus
Trump zieht sich aus Warner Bros. Discovery-Übernahmedebatte zurück. QIAGEN schlägt Erwartungen. Rio Tinto sagt Fusion mit Glencore ab. Shortseller-Bericht sorgt für Kursrutsch bei IonQ & Co. Barrick Mining: Umsatz und Gewinn ziehen klar an. QUALCOMM: Umsatz steigt - Gewinn unter den Erwartungen. Peloton schafft es nicht in die Gewinnzone.
Marktentwicklung
Der deutsche Leitindex präsentierte sich am Donnerstag unterhalb der Nulllinie.
Der DAX begann die Sitzung marginal stärker und fiel dann deutlich zurück. Schlussendlich verlor er 0,46 Prozent auf 24.491,06 Stellen.
Der TecDAX notierte zum Börsenstart deutlich höher. Im Verlauf schwankte er zwischen Gewinn- und Verlustzone. Letztlich ging es um 0,42 Prozent aufwärts auf 3.628,05 Punkte.
Beim deutschen Leitindex war am Donnerstag eine Abwärtstendenz zu beobachten. Die runde 25.000-Punkte-Marke blieb damit vorerst weiter außer Reichweite. Die Anleger zeigten sich zurückhaltend, während die Metallmärkte weiter unter Druck stehen. Jochen Stanzl, Marktanalyst bei der Consorsbank, sprach laut dpa-AFX vom Edelmetall-Blues. Die Angst vor einer Silber-Schockwelle kehre zurück. Nach einer Erholung des DAX am Montag war in den vergangenen beiden Handelstagen deutlich geworden, dass die Risikobereitschaft an den Börsen noch nicht zurückgekehrt ist.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Geldpolitik wie erwartet nicht weiter gelockert. Wie sie am Nachmittag mitteilte, bleibt der Bankeinlagensatz bei 2,00 Prozent.
Im Technologiesektor zeigte sich ein ähnliches Bild wie am Vorabend in New York: Neben Gewinnern wurden auch potenzielle Verlierer ausgelotet. Für neue Impulse könnte die Ankündigung der Google-Mutter Alphabet sorgen, massiv in Künstliche Intelligenz zu investieren.
Geopolitisch gibt es keine größeren Fortschritte: Der Iran plant nach eigenen Angaben, am Freitag neue Verhandlungen mit den USA aufzunehmen. Die zweitägigen Friedensgespräche zwischen der Ukraine und Russland sind laut ukrainischen Medienberichten zu Ende.
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Die europäischen Börsen tendierten im Handel am Donnerstag leichter.
Der EURO STOXX 50 verzeichnete zu Beginn knappe Gewinne und fiel im weiteren Verlauf unter die Nulllinie, wo er 0,75 Prozent tiefer bei 5.925,70 Zählern in den Feierabend ging.
Händler beobachteten auch am Donnerstag einen ruhigen Handel an den europäischen Börsen - jedoch mit einer leichteren Tendenz. Im Fokus standen die globalen Zinssätze, noch vor Beginn der Berichtssaison. Mit der EZB-Zinsentscheidung am Mittag - und besonders den begleitenden Kommentaren zu Inflation und Wirtschaftswachstum - zeigten sich die Märkte etwas schwächer. Parallel gab auch die Bank of England ihre Zinsentscheidung bekannt.
Der Rückgang bei globalen Technologiewerten setzte sich unterdessen fort. Insbesondere Software-Aktien gerieten bereits am Vorabend an der Wall Street unter Druck, auch in Asien setzte sich diese Entwicklung fort.
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Die US-Börsen erlitten am Donnerstag Verluste.
Der Dow Jones schloss mit einem Abschlag von 1,20 Prozent bei 48.908,17 Punkten.
Der NASDAQ Composite fiel daneben am Donnerstag um 1,59 Prozent auf 22.540,59 Zähler zurück.
An der Wall Street ließen sich am Donnerstag erneut Verluste beobachten, nachdem bereits zur Wochenmitte teils deutliche Abgaben verzeichnet worden waren. Besonders die Softwarebranche stand weiterhin unter Druck: Die Vorstellung eines neuen KI-Modells des Unternehmens Anthropic, das juristische Aufgaben übernehmen kann, hat Sorgen ausgelöst, das Geschäftsmodell vieler Software-as-a-Service-Anbieter könne bedroht sein.
Zudem blickten Anleger auf die geldpolitischen Entscheidungen der Europäische Zentralbank und der Bank of England, die ihre Leitzinsen wie erwartet unverändert ließen.
Auch neue US-Konjunkturdaten sorgten für Zurückhaltung: Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen in der vergangenen Woche um 22.000 auf 231.000, deutlich mehr als erwartet. Bereits der ADP-Bericht hatte auf eine schwächere Dynamik am Arbeitsmarkt hingedeutet. Der offizielle US-Arbeitsmarktbericht für Januar, zunächst wegen des Haushaltsstreits verschoben, soll kommende Woche nachgereicht werden.
Auch die Quartalsberichte großer Unternehmen und deren Ausblicke für das laufende Jahr bestimmen weiterhin das Marktgeschehen.
Die wichtigsten Märkte in Fernost entwickelten sich am Donnerstag merheitlich negativ.
In Tokio notierte der Nikkei 225 letztlich mit einem Abschlag von 0,88 Prozent auf 53.818,04 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland waren ebenso Verluste zu sehen: Der Shanghai Composite gab 0,64 Prozent auf 4.075,92 Zähler ab.
Der Hang Seng gewann unterdessen schlussendlich 0,14 Prozent auf 26.885,24 Zähler.
Die asiatischen Börsen gerieten am Donnerstag unter Druck. Besonders der Technologiesektor belastete die Märkte, da Sorgen über disruptive KI-Modelle zunehmen. Auslöser war eine neue Analyse-Software des KI-Unternehmens Anthropic, die juristische Aufgaben weitgehend autonom erledigen kann und sich voraussichtlich auch für weitere datenbasierte Tätigkeiten eignet. Dies hat Zweifel an der Nachhaltigkeit zahlreicher Geschäftsmodelle im Software- und Datenanalysebereich geschürt und eine spürbare Korrektur ausgelöst.
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