EZB-Entscheid im Blick: DAX etwas fester erwartet -- Asiens Börsen in Rot -- Alphabet übertrifft Erwartungen -- Rüstungsaktien, QUALCOMM, SAP, Krypto, Arm, Wolfspeed, Snap, Fluence Energy im Fokus
RATIONAL erzielt Rekordumsatz. Sony hebt Gewinnaussichten an. Hannover Rück steigert Gewinne deutlich. Trump zieht sich aus Warner Bros. Discovery-Übernahmedebatte zurück. VW-Beschäftigte erhalten höhere Löhne. QIAGEN schlägt Erwartungen - Ausblick bestätigt. Gespräche zwischen Glencore und Rio Tinto stocken. Elmos Semiconductor zahlt mehr Dividende für Anleger.
Marktentwicklung
Der deutsche Leitindex dürfte am Donnerstag leicht im Plus starten.
Der DAX notiert vorbörslich zeitweise etwas stärker.
Der TecDAX bewegt sich eine Stunde vor Börsenstart ebenso minimal höher.
Am deutschen Aktienmarkt wird am Donnerstag zunächst nur mit einer leichten Aufwärtsbewegung gerechnet. Die runde 25.000-Punkte-Marke bleibt wohl vorerst weiter außer Reichweite. Die Anleger zeigen sich zurückhaltend, während die Metallmärkte weiter unter Druck stehen. Jochen Stanzl, Marktanalyst bei der Consorsbank, sprach laut dpa-AFX vom Edelmetall-Blues. Die Angst vor einer Silber-Schockwelle kehre zurück. Nach einer Erholung des DAX am Montag war in den vergangenen beiden Handelstagen deutlich geworden, dass die Risikobereitschaft an den Börsen noch nicht zurückgekehrt ist.
Im Technologiesektor zeigt sich ein ähnliches Bild wie am Vorabend in New York: Neben Gewinnern wurden auch potenzielle Verlierer ausgelotet. Für neue Impulse könnte die Ankündigung der Google-Mutter Alphabet sorgen, nach US-Börsenschluss massiv in Künstliche Intelligenz zu investieren.
Geopolitisch gibt es keine größeren Fortschritte: Der Iran plant nach eigenen Angaben, am Freitag neue Verhandlungen mit den USA aufzunehmen. Die Gespräche zwischen der Ukraine und Russland sollen am Donnerstag fortgesetzt werden.
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Die europäischen Börsen werden am Donnerstag minimal höher erwartet.
Der EURO STOXX 50 verzeichnet vorbörslich zeitweise knappe Gewinne.
Händler erwarten auch am Donnerstag einen eher ruhigen Handel an den europäischen Börsen. Im Fokus stehen die globalen Zinssätze, noch vor Beginn der Berichtssaison. Vor der EZB-Zinsentscheidung am Mittag - und besonders vor den begleitenden Kommentaren zu Inflation und Wirtschaftswachstum - dürften die Märkte nur wenig Bewegung zeigen. Parallel gibt auch die Bank of England ihre Zinsentscheidung bekannt.
Der Rückgang bei globalen Technologiewerten dürfte sich unterdessen fortsetzen. Insbesondere Software-Aktien gerieten bereits am Vorabend an der Wall Street unter Druck, in Asien setzt sich diese Entwicklung fort.
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Die US-Börsen zeigten sich am Mittwoch uneinheitlich.
Der Dow Jones eröffnete die Sitzung etwas höher und hielt sich auch anschließend im Plus. Er beendete die Sitzung 0,5 Prozent fester bei 49.487,55 Punkten.
Der NASDAQ Composite startete derweil schwächer und rutschte im Verlauf tiefer ins Minus. Schlussendlich notierte er 1,51 Prozent leichter bei 22.904,58 Zählern.
Die laufende Berichtssaison gewann weiter an Dynamik und rückte zunehmend in den Mittelpunkt des Marktgeschehens. Eli Lilly sorgte für Aufmerksamkeit mit einer deutlich über den Erwartungen liegenden Umsatzprognose für 2026 - auch vor dem Hintergrund, dass Wettbewerber Novo Nordisk zuvor mit seinem Ausblick enttäuscht hatte. Daneben rückten unter anderem Zahlen von AMD, Amgen und Super Micro in den Fokus der Anleger.
Zudem blieb die Konsolidierung in der Halbleiterbranche ein Thema: Texas Instruments will den texanischen Chipanbieter Silicon Labs übernehmen.
Derweil berichtete der Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing Inc (ADP), dass die Beschäftigung in der US-Privatwirtschaft im Januar schwächer gestiegen ist als erwartet.
Die wichtigsten Märkte in Fernost entwickeln sich am Donnerstag negativ.
In Tokio notiert der Nikkei 225 zeitweise mit einem Abschlag von 0,88 Prozent auf 53.788,36 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland sind ebenso Verluste zu sehen: Der Shanghai Composite gibt 0,94 Prozent auf 4.063,47 Zähler ab.
Der Hang Seng verliert daneben 1,01 Prozent auf 26.575,58 Zähler.
Die asiatischen Börsen geraten am Donnerstag deutlich unter Druck. Besonders der Technologiesektor belastet die Märkte, da Sorgen über disruptive KI-Modelle zunehmen. Auslöser ist eine neue Analyse-Software des KI-Unternehmens Anthropic, die juristische Aufgaben weitgehend autonom erledigen kann und sich voraussichtlich auch für weitere datenbasierte Tätigkeiten eignet. Dies hat Zweifel an der Nachhaltigkeit zahlreicher Geschäftsmodelle im Software- und Datenanalysebereich geschürt und eine spürbare Korrektur ausgelöst.
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(07:36 Uhr)