NVIDIA startet mit Telekom KI-Rechenzentrum in München: So reagieren die Aktien

Telekom und NVIDIA eröffnen in München Europas neue KI-Fabrik: Mit modernster Technologie sollen Unternehmen ihre KI-Projekte souverän in Deutschland umsetzen.
Werte in diesem Artikel
• Telekom und NVIDIA starten milliardenschwere KI-Fabrik
• München wird KI-Zentrum
• Alle Daten sollen in Deutschland bleiben
Die Deutsche Telekom und NVIDIA eröffnen am heutigen Mittwoch in München ihre milliardenschwere "Industrial AI Cloud". Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume bezeichnete die Initiative bereits im November 2025 als "nächsten Schritt der industriellen Revolution des 21. Jahrhunderts" und lobte das bayerische Ökosystem: "Unser Ökosystem hat einmal mehr überzeugt - und es wird durch die milliardenschwere Initiative von Telekom und NVIDIA und dem Partner SAP noch stärker", sagte er gemäß einer Pressemitteilung vom 04. November 2025. Drei Monate später erfolgt nun die Eröffnung. An der Eröffnungszeremonie nimmt laut Angaben von n-tv auch Bundesfinanzminister Lars Klingbeil teil.
Laut Telekom soll die KI-Fabrik Deutschlands KI-Rechenkapazität um rund 50 Prozent steigern. Ziel sei es, europäischen Firmen eine souveräne Alternative zu US-Cloud-Anbietern zu bieten und gleichzeitig die Kontrolle über sensible Daten in Deutschland zu halten. Mit der neuen Plattform will sich München als führender KI-Standort in Deutschland und Europa positionieren.
Modernste Technik für Industrie und Mittelstand
Die KI-Fabrik basiert laut Unternehmensangaben auf bis zu 10.000 NVIDIA-Grafikprozessoren (GPUs) und richtet sich an Schlüsselindustrien wie Automobilbau, Maschinenbau, Medizintechnik und Pharma. Die Kombination aus NVIDIA-Software und dem Cloud-Ökosystem der Telekom ermögliche anspruchsvolle Use-Cases - von digitalen Zwillingen ganzer Fabriken über vorausschauende Wartung bis hin zu Robotik-Lösungen.
Unternehmen können die Rechenleistung bedarfsgerecht buchen, was besonders für den Mittelstand ohne hohe Vorabinvestitionen attraktiv sei, heißt es weiter. Die Plattform würde zudem höchste Sicherheitsstandards erfüllen, sei C5-zertifiziert und nutze eine Zero-Trust-Architektur. Auch sollen alle Daten in Deutschland verbleiben, um rechtliche Risiken durch den US-CLOUD Act zu vermieden.
SAP und weitere Partner unterstützen Münchens neue KI-Fabrik
SAP agiert als strategischer Partner der KI-Fabrik und liefert mit seiner Business Technology Platform den sogenannten "Deutschland-Stack", der besonders für Behörden und sicherheitsrelevante Organisationen konzipiert ist. Neben Siemens unterstützen laut Telekom mehr als 100 weitere Unternehmen und Start-ups wie Agile Robots, Wandelbots und PhysicsX die Initiative "Made 4 Germany". Blume betonte bereits im November: "Dass solche Vorhaben in München realisiert werden, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis kluger Politik und richtiger Investitionen in Forschung und Technologie - und zwar seit Jahrzehnten".
So reagieren die Aktien
Die Aktien der beiden Unternehmen reagieren positiv auf die Eröffnung. Dabei stechen besonders die Anteilsscheine der Deutschen Telekom hervor: Die Papiere gewinnen via XETRA zeitweise deutliche 3,88 Prozent auf 29,95 Euro. NVIDIA-Titel gewinnen im vorbörslichen NASDAQ-Handel hingegen leichte 0,2 Prozent auf 180,70 US-Dollar. Die Aktie des Partners SAP fällt unterdessen um 3,05 Prozent auf 161,90 Euro.
Redaktion finanzen.net
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