Santander mit Milliardenübernahme von Webster Financial und Gewinnplus - Aktien reagieren uneinheitlich

Die spanische Großbank Santander plant eine milliardenschwere Übernahme in den USA.
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Ziel ist der Finanzkonzern Webster Financial, wie beide Seiten überraschend am Dienstagabend mitteilten. Die Vereinbarung bewertet Webster mit rund 12,2 Milliarden US-Dollar (10,3 Mrd Euro). Die Übernahme würde damit zu einem der größten Deals einer europäischen Bank in den Vereinigten Staaten. An den Finanzmärkten traf das Vorhaben auf ein geteiltes Echo.
Die Webster-Aktie legte nach den Neuigkeiten deutlich zu, sie ging in New York am Dienstag mit einem Plus von neun Prozent auf 71,95 Dollar aus dem Handel. Damit lag ihr Kurs allerdings noch unter den 75 Dollar, die Santander den Anteilseignern in bar und in eigenen Aktien insgesamt für jedes ihrer Papiere bietet. Für die Santander-Aktie ging hingegen in Madrid kurz nach Handelsstart am Mittwoch um rund vier Prozent auf 10,63 Euro abwärts.
Zuletzt hatte Santander ihre eigene Investmentbank in den USA ausgebaut und ist dort bisher besonders in der Autofinanzierung stark vertreten. Mit der Übernahme von Webster würden die Spanier eine große Präsenz im Nordosten der Vereinigten Staaten gewinnen, Webster ist besonders in New York, Massachusetts und Connecticut stark vertreten. Der Konzern betreibt fast 200 Filialen.
Webster sei "eine der effizientesten und profitabelsten Banken in ihrer Vergleichsgruppe", sagte Santander-Chefin Ana Botin. "Gemeinsam werden wir eine der zehn größten nationalen Privatkunden- und Geschäftsbanken nach Vermögenswerten in einem der weltweit größten Bankenmärkte schaffen."
Unterdessen gaben die Spanier ihre Geschäftszahlen von 2025 bekannt. So stagnierten die Erträge des Instituts bei 62,4 Milliarden Euro, weil ungünstige Währungskurse die Zuwächse in einzelnen Ländern wieder aufzehrten. Allerdings konnte Santander auch wegen der Währungskurse die eigenen Kosten insgesamt senken. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 14,1 Milliarden Euro und damit zwölf Prozent mehr als im Vorjahr. Das war auch etwas mehr als von Analysten im Schnitt erwartet.
Jetzt startet die Bank ihre bereits geplanten Aktienrückkäufe. Santander hatte bereits zuvor bekanntgegeben, bis zu zehn Milliarden Euro in den Erwerb eigener Anteilscheine stecken zu wollen. Nun geht es mit der ersten Hälfte der Summe los.
Im laufenden Jahr will Botin die Kosten des Geldhauses senken - jedenfalls, wenn man Währungsschwankungen herausrechnet. Die Erträge sollen währungsbereinigt um einen mittleren einstelligen Prozentsatz steigen und 2027 Jahr um einen prozentual zweistelligen Prozentsatz zulegen.
Für 2028 fasst Botin zudem eine höhere Rendite auf das materielle Eigenkapital ins Auge: Das materielle Eigenkapital der Bank soll sich dann mit mehr als 20 Prozent verzinsen. Im vergangenen Jahr lag diese Rendite bei 16,3 Prozent.
Im NYSE-Handel zeigte sich die Webster Financial-Aktie letztlich 9,02 Prozent höher bei 71,95 US-Dollar, nachbörslich geht es um 0,75 Prozent auf 72,49 US-Dollar nach oben. Die Santander-Aktie verliert unterdessen in Madrid zeitweise 3,75 Prozent auf 10,67 Euro.
MADRID/STAMFORD (dpa-AFX)
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