Trotz Altlasten

UBS-Aktie dennoch tiefer: Großbank verdient mehr als erwartet - Aktienrückkäufe und Dividendenerhöhung

04.02.26 09:41 Uhr

UBS überrascht mit Milliardengewinn - Aktionäre jubeln dennoch nicht und schicken Aktie abwärts | finanzen.net

Die Schweizer Großbank UBS hat im Schlussquartal 2025 inmitten der Diskussion um ihr Kapitalpolster überraschend einen Milliardengewinn erzielt.

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Unter dem Strich verdiente die UBS im vierten Quartal rund 1,2 Milliarden US-Dollar und damit gut eineinhalb Mal so viel wie im Vorjahreszeitraum und deutlich mehr als von Analysten erwartet. Bei der Integration der einstigen Rivalin Credit Suisse ist das Institut in den Endspurt gestartet. Allerdings kauft die Bank zunächst nicht so viele Aktien zurück wie ursprünglich geplant.

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An der Börse lösten die Neuigkeiten zunächst jedoch keine Freude aus: Die UBS-Aktie gibt im Handel an der SIX zeitweise 1,53 Prozent auf 36,52 CHF nach.

Vor Steuern verdiente die UBS im Schlussquartal mit 1,7 Milliarden Dollar gut 60 Prozent mehr als im Vorjahr. Ohne die Kosten für die Integration der Credit Suisse hätte der Vorsteuergewinn den Angaben zufolge sogar fast 2,9 Milliarden Dollar gelegen.

So steigerte die UBS ihre Erträge um 4 Prozent auf 12,15 Milliarden Dollar, während der Aufwand um ein Prozent auf 10,3 Milliarden sank. Dabei zehrten die Kosten 84,7 Prozent der Erträge auf. Rechnet man die Sonderkosten für die Integration heraus, lag die bereinigte Quote bei 75,2 Prozent.

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Im Gesamtjahr verdiente die UBS 7,8 Milliarden Dollar und damit 53 Prozent mehr als im Vorjahr. Die UBS-Aktionäre sollen je Anteilsschein eine Dividende von 1,10 Dollar erhalten, eine Steigerung um 20 Cent. Für 2026 soll die Dividende um einen mittleren Zehnprozentsatz steigen.

Außerdem will die Bank im laufenden Jahr zunächst lediglich Aktien im Wert von drei Milliarden Dollar zurückkaufen. Später soll die Summe noch steigen. Den endgültigen Umfang will die Bank jedoch von den endgültigen Kapitalregeln in der Schweiz sowie der Erreichung der Finanzziele abhängig machen.

Die UBS hatte ursprünglich in Aussicht gestellt, dass die Aktienrückkäufe 2026 wieder das Niveau von vor der Übernahme der Credit Suisse erreichen sollen. So hatte sie im Jahr 2022 eigene Anteile im Wert von 5,6 Milliarden Dollar erworben. Angesichts der Diskussion über die verschärften Kapitalvorschriften ist die Bank allerdings schon zurückgerudert. Die gesamte Kapitalrückführung aus Aktienrückkäufen und Dividenden soll sich im laufenden Jahr allerdings dem Niveau von 2022 annähern.

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Im laufenden Geschäft legte die Bank allerdings zu - auch in der globalen Vermögensverwaltung. Dort sammelte sie im vierten Quartal netto 8,5 Milliarden Dollar an neuen Kundengeldern ein. Gruppenweit verwaltete die UBS damit per Ende Dezember Vermögen in Höhe von 7,005 Billionen Dollar nach 6,910 Billionen Ende September. Bis auf das Schweiz-Geschäft konnten alle Sparten ihre Vorsteuergewinne deutlich steigern.

Unterdessen kam die UBS mit der Integration der Credit Suisse weiter voran. Den Angaben zufolge wurden 85 Prozent der 1,1 Millionen in der Schweiz verwalteten Konten wurden auf die UBS-Plattformen überführt.

Die kombinierte Bank hat ihre Kosten von 2022 bis Ende 2025 um 10,7 Milliarden gesenkt. Bis Ende 2026 sollen die Einsparungen jetzt 13,5 Milliarden erreichen, eine halbe Milliarde mehr als zuletzt geplant. Allerdings steigen die Kosten der Integration zugleich von 14 auf 15 Milliarden Dollar.

Der große Stellenabbau kommt erst noch, wenn die alten Systeme der Credit Suisse abgeschaltet werden. Ende Dezember zählte die UBS noch 103.177 Vollzeitstellen und damit 1.250 Stellen weniger als Ende September. In der Schweiz rechnet die Bank im Zuge der Integration nach wie vor mit rund 3.000 Entlassungen.

An ihren Zielen für 2026 hält die UBS derweil fest. Zudem peilt sie jetzt mittelfristig wieder eine Rendite auf das harte Kernkapital (RoCET1) von rund 18 Prozent an, nachdem Ermotti dieses Ziel wegen der Kapitaldiskussion zwischenzeitlich ausgesetzt hatte. Dazu soll auch geringere Kosten beitragen. So sollen die Aufwendungen der Bank im 2028 nur noch rund 67 Prozent der Erträge aufzehren.

ZÜRICH (dpa-AFX)

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