Oracle-Aktie fällt: Milliardenschwere Kapitalerhöhung für Cloud-Offensive angekündigt

Oracle greift für seine Cloud-Offensive tief in die Tasche: Der Tech-Konzern plant für 2026 eine Kapitalerhöhung und Anleihefinanzierung im zweistelligen Milliardenbereich.
Werte in diesem Artikel
• Oracle will bis zu 50 Milliarden US-Dollar neues Kapital aufnehmen
• Geld fließt in den Ausbau der Cloud-Infrastruktur
• Finanzierung erfolgt über Aktien und Anleihen
Der US-Softwarekonzern Oracle will im Jahr 2026 massiv investieren - und greift dafür tief in die Finanzierungskiste. Wie das Unternehmen mitteilte, plant Oracle eine Kapitalerhöhung sowie zusätzliche Fremdfinanzierung, um den rasanten Ausbau seiner Oracle Cloud Infrastructure (OCI) voranzutreiben. Insgesamt sollen 45 bis 50 Milliarden US-Dollar eingesammelt werden.
Ziel ist es, neue Rechenzentrums-Kapazitäten aufzubauen und die stark steigende Nachfrage großer Unternehmenskunden zu bedienen. Zu den wichtigsten OCI-Abnehmern zählen laut Unternehmensangaben unter anderem AMD, Meta, NVIDIA, OpenAI, TikTok und xAI.
Milliarden für neue Rechenzentren: Kunden treiben Nachfrage
Oracle begründet den Schritt mit langfristigen Verträgen seiner größten Cloud-Kunden. Wörtlich erklärt der Konzern in einer Mitteilung, man beschaffe Kapital, "um zusätzliche Kapazitäten aufzubauen, um die vertraglich zugesicherte Nachfrage unserer größten Oracle Cloud Infrastructure Kunden zu erfüllen." Der Cloud-Markt gilt als einer der am schnellsten wachsenden Bereiche der Tech-Branche. Oracle versucht hier, Marktanteile gegenüber Schwergewichten wie Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Cloud zu gewinnen. Der massive Kapitalbedarf zeigt, wie intensiv der Wettbewerb um KI-fähige Infrastruktur geworden ist.
Kapitalerhöhung über Aktien und Anleihen
Die Finanzierung soll ausgewogen erfolgen: Rund die Hälfte über Eigenkapital, die andere Hälfte über Fremdkapital. Laut Oracle will das Unternehmen sein Ziel durch "eine ausgewogene Kombination aus Fremd- und Eigenkapitalfinanzierung erreichen, um eine solide Bilanz mit Investment-Grade-Rating aufrechtzuerhalten".
Auf der Eigenkapitalseite plant Oracle mehrere Maßnahmen: eine erstmalige Emission verpflichtend wandelbarer Vorzugswertpapiere und ein neu genehmigtes At-the-Market-Programm mit einem Volumen von bis zu 20 Milliarden US-Dollar. Die Aktien sollen dabei flexibel und zu jeweils aktuellen Marktpreisen platziert werden - abhängig von Marktbedingungen und Kapitalbedarf, so das Unternehmen.
Auf der Fremdkapitalseite kündigte Oracle eine einmalige Emission vorrangiger unbesicherter Anleihen mit Investment-Grade-Rating Anfang 2026 an. Weitere Bond-Ausgaben seien für das Kalenderjahr nicht geplant.
Vorstand gibt grünes Licht: Goldman Sachs und Citigroup an Bord
Der gesamte Finanzierungsplan wurde laut Unternehmensangaben bereits vom Oracle Board of Directors genehmigt. Für die Umsetzung hat sich der Konzern prominente Unterstützung gesichert: Goldman Sachs & Co. LLC führt das Anleihegeschäft, während Citigroup die Aktienplatzierung sowie die wandelbaren Vorzugsaktien begleitet.
Oracle betont, der Schritt stehe für "eine umsichtige Kapitalallokation, Bilanzstärke sowie Transparenz gegenüber Investoren", während das Cloud-Geschäft weiter ausgebaut werde.
So reagiert die Oracle-Aktie
Anleger reagieren nervös auf die angekündigte Kapitalerhöhung: An der NYSE schloss die Oracle-Aktie am Dienstag mit Abschlägen von 3,37 Prozent auf 154,67 US-Dollar. Und auch am Mittwoch werden rote Vorzeichen ausgewiesen: Zeitweise verliert der Anteilsschein kräftige 4,07 Prozent auf 148,38 US-Dollar.
Für Anleger bedeutet die geplante Kapitalerhöhung kurzfristig potenziellen Verwässerungsdruck durch neue Aktien. Langfristig zeigt Oracle damit jedoch eine klare strategische Positionierung in einem der wichtigsten Zukunftsmärkte der Tech-Industrie.
Redaktion finanzen.net
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