Goldpreis: Bodenbildungsversuch setzt sich vor dem Wochenende fort

Der Goldpreis laboriert im frühen Freitagshandel weiterhin an einer Bodenbildung - dennoch droht der zweite Wochenverlust in Folge.
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von Jörg Bernhard
Der weltweite Ausverkauf bei Technologiewerten und ein stärkerer Dollar beendete die in der ersten Wochenhälfte registrierte kurze Erholungsphase. Nach wie vor verzeichnet der Goldhandel starke Kursschwankungen, was beim CBOE-Gold-Volatilitätsindex (GVZ) seit dem Jahreswechsel zu einem Anstieg von 24 auf aktuell 36 Prozent (Jahreshoch: 46 Prozent) geführt hat. Die Risikobereitschaft scheint deutlich nachzulassen und die Stimmung wechselt zusehends in den Risk-Off-Modus. Hierfür war auch der starke Dollar mitverantwortlich, wenngleich sich der Dollarindex zuletzt nahe seinem Zweiwochenhoch stabilisiert hat. Am Abend dürften sich die Marktakteure zudem für den Commitments-of-Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde CFTC (21.30 Uhr) stark interessieren. Dieser informiert einmal pro Woche über die Stimmung der verschiedenen Marktakteure bei Gold-Futures und dürfte nach den erneuten Margin-Erhöhungen der CME Group besonders gründlich "inspiziert" werden.
Am Freitagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit rückläufigen Notierungen. Bis 8.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 32,60 auf 4.856,90 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Hochspannung vor USA-Iran-Gesprächen
Der Ölpreis steuert auf den ersten Wochenrückgang seit sieben Wochen zu, da sich die Sorgen um das Angebot abgeschwächt haben und Anleger ihren Fokus nun auf den Ausgang der US-Iran-Atomgespräche im Oman richten. Bislang haben sich Teheran und Washington aber nicht einmal auf eine Tagesordnung für das Treffen geeinigt. Iran will ausschließlich über nukleare Fragen sprechen, während die USA darauf drängen, auch Irans ballistische Raketen, seine Unterstützung bewaffneter Gruppen in der Region sowie den Umgang mit der eigenen Bevölkerung einzubeziehen. Eine Einigung würde den Ölpreis aller Voraussicht nach belasten, während ein Scheitern mit anschließender militärischer Eskalation den Ölpreis nach oben treiben dürfte.
Am Freitagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,80 auf 64,10 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,79 auf 68,34 Dollar anzog.
Redaktion finanzen.net
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