Nur Narrative zählen

Akuter Blasenalarm bei Tesla-Aktie: Marktveteran mit vehementer Warnung an Anleger

06.02.26 03:32 Uhr

"Größte Blase der Börsengeschichte" - Starinvestor rechnet mit NASDAQ-Titel Tesla-Aktie ab | finanzen.net

Ein erfahrener Fondsmanager schlägt Alarm: Für George Noble ist Tesla nicht nur überbewertet, sondern eine historische Aktienblase.

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Aktien

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• Massive Diskrepanz zwischen Börsenwert und Fundamentaldaten
• Autogeschäft dominiert Umsatz, schrumpft aber seit Jahren
• Zukunftsnarrative treiben den Kurs stärker als operative Leistung

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George Noble, ehemaliger Direktor des Fidelity International Fonds und Gründer zweier Hedgefonds, schlägt Alarm. Für den erfahrenen Marktkenner ist der Elektroautobauer Tesla weit mehr als nur ein überbewertetes Unternehmen - er sieht darin eine historische Fehlbewertung, die viele Anleger missverstehen. In einem Gespräch mit Business Insider äußerte Noble seine tiefe Skepsis gegenüber der aktuellen Markteuphorie und erklärte, warum weder Künstliche Intelligenz noch die Robotaxi-Pläne das Unternehmen retten werden.

Aktie von Fundamentaldaten entkoppelt

Nach Nobles Ansicht hat sich die Tesla-Aktie längst von den Fundamentaldaten des Unternehmens entkoppelt. Er verweist dabei auf den zunehmenden Wettbewerb und die Tatsache, dass Tesla 2025 bereits das zweite Jahr in Folge rückläufige Verkaufszahlen verzeichnet hat.

Gegenüber Business Insider wurde Noble deutlich: "Ich denke, das ist die größte Blase in der Geschichte des Aktienmarktes", so der Marktexperte. "Meiner Meinung nach gab es noch nie eine Aktie, die so weit von ihrer fundamentalen Bewertung entfernt war."

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Die Diktatur der Narrative

Noble beziffert den fairen Wert der Tesla-Aktie auf der Basis aktueller Fundamentaldaten lediglich auf eine Spanne zwischen 60 und 140 US-Dollar. Auf dem aktuellen Kursniveau von 397,21 US-Dollar wäre der Anteilsschein seiner Ansicht nach damit um ein Vielfaches zu teuer - im schlimmsten Fall hält er sogar einen Preissturz um rund 85 Prozent für gerechtfertigt (Stand: Schlusskurs vom 05.02.2026) .

Nach Ansicht des Fondsmanagers klafft eine gewaltige Lücke zwischen der Marktkapitalisierung von 1,52 Billionen US-Dollar (Stand: Schlusskurs vom 05.02.2026) und der tatsächlichen geschäftlichen Leistung. Diese Lücke werde durch Hypes gefüllt, die den Aktienkurs stärker treiben als der eigentliche Geschäftserfolg. Noble argumentiert, dass Elon Musk die Anleger durch ständig wechselnde Versprechungen bei der Stange hält: "Das Produkt ist die Aktie. Nicht die Autos", so Noble. "Es sind die Erzählungen. Er wechselt ständig von einer Geschichte zur nächsten. Vor Jahren war es Solarenergie, dann kam die Boring Company. Und er hat Robotaxis für die nächsten zehn Jahre versprochen."

Tesla vorrangig abhängig von Autoverkäufen

Besonders besorgniserregend findet Noble die an der Wall Street weitverbreitete Ansicht, Tesla sei "mehr als nur ein Autohersteller". Trotz aller hochfliegenden Pläne für Robotaxis und humanoide Roboter stamme der Großteil des Umsatzes nach wie vor aus dem Fahrzeugverkauf - und dieser sei seit zwei Jahren rückläufig. "Das Automobilgeschäft macht 87 Prozent des Umsatzes aus, steht vor großen Herausforderungen und wird 2026 das dritte Jahr in Folge sinkende Umsätze verzeichnen", zitiert Business Insider aus einem kürzlich erschienenen Blogbeitrag des Experten. "Das Autogeschäft ist, basierend auf Vergleichsbewertungen, nur 20 Dollar pro Aktie wert."

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Jüngste Tesla-Zahlen untermauern Nobles Ansicht

In seiner jüngsten Bilanzveröffentlichung wird deutlich, wie sehr Teslas Geschäft tatsächlich weiterhin vom Verkauf von Autos abhängig ist. Das Unternehmen hat erstmals ein Jahr mit einem Umsatzrückgang abgeschlossen. Die Erlöse fielen 2025 angesichts gesunkener Auslieferungen um rund drei Prozent auf 94,8 Milliarden US-Dollar, dabei verbuchte das Unternehmen im vergangenen Jahr den zweiten jährlichen Rückgang der Auslieferungen in Folge. Diese sanken um 8,5 Prozent auf gut 1,636 Millionen Fahrzeuge. Den bisherigen Höhepunkt hatte Tesla 2023 mit etwas über 1,8 Millionen ausgelieferten Wagen erreicht.

CEO Elon Musk beeilte sich aber zu betonen, dass die Zukunft des Unternehmens in selbstfahrenden Robotaxis und menschenähnlichen Robotern liegen werde. In beiden Bereichen steht Tesla allerdings erst am Anfang, kann bislang nur überschaubare Erfolge feiern und hat zudem starke Konkurrenz vor der Brust. Mit einer überschaubaren Zahl von Robotaxis - laut Musk testet Tesla seinen Robotaxi-Dienst aktuell mit rund 500 Fahrzeugen des Kompakt-SUV-Modells - ist Tesla bislang Welten von den ambitionierten Plänen einer riesigen Robotaxi-Flotte entfernt.

Dennoch sieht der Firmenchef in diesem Bereich - und insbesondere im Robotersegment - die Zukunft seines Unternehmens. Derzeit seien für Teslas Roboter mit dem Namen Optimus nur chinesische Entwickler eine nennenswerte Konkurrenz, so Musk im Rahmen der Bilanzvorlage. Um Kapazitäten für die Roboterproduktion zu schaffen, werde die Fertigung der größeren Modelle S und X im Stammwerk Fremont im kommenden Quartal eingestellt, erklärte Musk.

Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: MarcelClemens / Shutterstock.com, Sergio Monti Photography / Shutterstock.com

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