Tesla-Aktie im Fokus: HSBC bleibt nach schwachen Auslieferungen vorsichtig

Tesla lieferte im vierten Quartal 2025 weniger Fahrzeuge aus als erwartet. HSBC-Analyst Michael Tyndall sieht weiterhin Gegenwind für den Elektroautobauer und bekräftigt seine vorsichtige Einschätzung.
Werte in diesem Artikel
• HSBC-Analyst Michael Tyndall bestätigt seine "Reduce"-Einstufung für die Tesla-Aktie
• Q4-Auslieferungen sanken um etwa 16 Prozent sowohl im Jahres- als auch im Quartalsvergleich
• BYD überholte Tesla erstmals als weltgrößter Elektroautohersteller
HSBC bekräftigt Verkaufsempfehlung mit Kursziel von 131 US-Dollar
HSBC-Analyst Michael Tyndall bestätigte am 4. Januar 2026 seine Einstufung der Tesla-Aktie auf "Reduce" mit einem Kursziel von 131 US-Dollar. Die Einschätzung erfolgte nach Veröffentlichung der Auslieferungszahlen für das vierte Quartal 2025. Wie aus einem Bericht von Insider Monkey vom 6. Januar 2026 hervorgeht, lagen die 418.000 ausgelieferten Fahrzeuge 3,7 Prozent unter dem Visible-Alpha-Konsens und 5,2 Prozent unter den hauseigenen Prognosen der Bank.
Die Zahlen entsprechen einem Rückgang von rund 16 Prozent sowohl im Jahres- als auch im Quartalsvergleich. HSBC führt die Schwäche auf mehrere Faktoren zurück: das Auslaufen der Elektrofahrzeug-Steuergutschrift in den USA zum 30. September 2025, schwache Absätze in Europa sowie einen rückläufigen Absatz in China. Laut Tyndall konnten auch die günstigeren Standard-Modelle die Lücke nicht schließen.
BYD überholt Tesla als weltgrößter Elektroautobauer
Die Quartalszahlen markieren einen historischen Wendepunkt. Wie Tesla am 2. Januar 2026 in einer offiziellen Mitteilung bekannt gab, belief sich die Gesamtzahl der Auslieferungen für das Jahr 2025 auf rund 1,64 Millionen Fahrzeuge - ein Rückgang von 8,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit verzeichnete der Konzern das zweite Jahr in Folge einen Absatzrückgang.
Gleichzeitig meldete der chinesische Konkurrent BYD in einer Mitteilung an die Hongkonger Börse vom 2. Januar 2026 einen Absatz von 2,26 Millionen reinen Elektrofahrzeugen für das Jahr 2025. Damit überholte BYD Tesla erstmals als weltweit größten Hersteller von Elektrofahrzeugen. Laut Daten der European Automobile Manufacturers Association (ACEA) sanken die Tesla-Zulassungen in der EU in den ersten elf Monaten des Jahres 2025 um rund 39 Prozent, während BYD in derselben Region ein Plus von 240 Prozent verzeichnete.
Energiespeichergeschäft als Lichtblick - Analysten bleiben gespalten
HSBC zeigte sich laut Insider Monkey skeptisch hinsichtlich der Wachstumstreiber für Tesla angesichts des zunehmenden Wettbewerbs und der Regionalisierung des Marktes. Der globale Markt für batterieelektrische Fahrzeuge werde regionaler, die US-Nachfrage stagniere und der Wettbewerb in Europa und China nehme zu. In Europa werde Tesla voraussichtlich weiter Marktanteile verlieren.
Ein positives Signal lieferte das Energiespeichergeschäft. Tesla setzte im vierten Quartal 2025 Energiespeicherprodukte mit einer Kapazität von 14,2 Gigawattstunden ab - ein neuer Rekord, der die Konsensschätzungen um 4,7 Prozent und die HSBC-Prognose um 7,5 Prozent übertraf. Zudem produzierte Tesla im vierten Quartal rund 434.000 Fahrzeuge, etwa 16.000 mehr als ausgeliefert wurden. Dies deutet darauf hin, dass das Unternehmen mit einer Belebung der Nachfrage im ersten Quartal 2026 rechnet. Tesla wird die Finanzergebnisse für das vierte Quartal 2025 am 28. Januar 2026 veröffentlichen.
D. Maier / Redaktion finanzen.net
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