Bitcoin-Erfolgsgeschichten: Wie frühe Investoren zu Milliardären wurden

Die spektakulärsten Gewinne am Bitcoin-Markt stammen nicht von aktiven Tradern. Sondern von jenen, die jahrelang nichts taten - und damit alles richtig machten.
Werte in diesem Artikel
• Die größten Bitcoin-Gewinne stammen von Langzeithaltern, nicht von aktiven Tradern
• Frühe Wallets aus 2009 bis 2012 verwandelten minimale Einsätze in Milliardenvermögen
• Zwischen zwei und vier Millionen frühe Bitcoins wurden nie bewegt
Die frühen Wale: Milliardengewinne aus den Anfangsjahren
Wie aus einem Beitrag von BTC-ECHO vom 30. Dezember 2025 hervorgeht, stammen die wohl beeindruckendsten Bitcoin-Gewinne aller Zeiten von Wallets aus den Jahren 2009 bis 2012. Diese Adressen wurden durch Mining oder frühe Käufe gefüllt, als ein Bitcoin kaum mehr wert war als eine Tasse Kaffee. Viele dieser Coins wurden seither nie bewegt - kein Verkauf, kein Rebalancing, keine Profitmitnahme.
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Das prominenteste Beispiel ist Satoshi Nakamoto selbst. Die geschätzten 1,1 Millionen BTC des Bitcoin-Erfinders sind seit 2010 unberührt und heute über 96 Milliarden US-Dollar wert. Ähnlich verhält es sich mit anderen frühen Wallets: Bestände von 10.000 bis 80.000 BTC aus dem Jahr 2011, ursprünglich erworben für unter 10.000 US-Dollar, haben sich in Vermögen von bis zu 7 Milliarden US-Dollar verwandelt. Insgesamt schlummern laut BTC-ECHO zwischen zwei und vier Millionen frühe Bitcoins unberührt auf Wallets - Hunderte Milliarden an Buchgewinnen aus quasi null Investition.
Strategy: Der größte institutionelle Langzeithalter
Während die frühen Wale aus einer anderen Ära stammen, steht ein Name für den größten institutionellen Bitcoin-Trade der Moderne: Michael Saylor. Seit 2020 kauft sein Unternehmen Strategy (ehemals MicroStrategy) aggressiv Bitcoin, teils mit Fremdkapital, teils gegen den Spott der Finanzwelt. Saylor erlebte alles: Euphorie, Crashs, Buchverluste in Milliardenhöhe und öffentliche Zweifel an seiner Strategie. Doch er verkaufte nicht - stattdessen verdoppelte er seinen Einsatz.
Wie aus SEC-Meldungem hervorgeht, hält Strategy mittlerweile 709.715 BTC (Stand 22.01.2026), erworben für insgesamt 53,924 Milliarden US-Dollar zu einem Durchschnittspreis von 75.979 US-Dollar pro Bitcoin. Bei einem Kurs von rund 89.500 US-Dollar sitzt das Unternehmen auf einem unrealisierten Gewinn von etwa 17.7 Prozent. Parallel dazu hat Strategy eine Cash-Reserve von 2,25 Milliarden US-Dollar aufgebaut, um auch längere Phasen der Volatilität durchstehen zu können, ohne Bestände verkaufen zu müssen.
Die seltene Kunst des Nichtstuns
Nicht alle großen Bitcoin-Wale halten bis in alle Ewigkeit. Einige der beeindruckendsten Gewinne stammen laut BTC-ECHO von jenen, die tatsächlich verkauft haben - nicht aus Panik, sondern nach Plan. Diese Anleger stiegen früh ein, realisierten nahe Allzeithochs teilweise Gewinne und diversifizierten in Immobilien, Unternehmen oder Stiftungen. Sie zeigen, dass auch Disziplin beim Ausstieg Teil einer erfolgreichen Strategie sein kann.
Ob frühe Miner, institutionelle Investoren oder antizyklische Schnäppchenjäger - alle erfolgreichen Bitcoin-Wale teilen eine Eigenschaft: einen extrem langen Zeithorizont. Keiner von ihnen verließ sich auf Indikatoren oder kurzfristige Narrative. Sie ignorierten Schlagzeilen, überstanden Crashs und widerstanden dem Drang, ständig zu handeln. Dass diese Strategie weiterhin Anhänger findet, zeigen aktuelle On-Chain-Daten: Laut dem Analyseunternehmen Santiment haben Wale allein zwischen dem 17. Dezember 2025 und Anfang Januar 2026 insgesamt 56.227 BTC zu ihren Beständen hinzugefügt.
D. Maier / Redaktion finanzen.net
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