Teure Fehlkäufe

Jim Cramer warnt vor riskanter Börsenrally: Diese Aktien sollten Anleger lieber meiden

23.01.26 03:21 Uhr

Gefährliche Aktien? Jim Cramer warnt Anleger vor riskanter Börsenrally - und nennt klare Favoriten | finanzen.net

Nach der jüngsten Börsenrally erklärt der Börsenexperte Jim Cramer, warum Käufe nahe den Höchstständen riskant sind - und welche Aktien dennoch langfristig Potenzial bieten.

Werte in diesem Artikel
Aktien

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385,90 EUR 9,10 EUR 2,42%

258,05 EUR -0,50 EUR -0,19%

383,50 EUR 3,70 EUR 0,97%

156,76 EUR -0,60 EUR -0,38%

Rohstoffe

64,57 USD 0,17 USD 0,26%

59,89 USD 0,53 USD 0,89%

• Cramer warnt vor Aktienkäufen nahe den Höchstständen
• Starke Rally erhöht Rückschlagsrisiken
• Chancen bei ausgewählten Qualitätsaktien

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Nach der jüngsten Rally an den internationalen Aktienmärkten mahnt der bekannte US-Börsenexperte Jim Cramer zur Vorsicht. Der CNBC-Moderator rät Investoren davon ab, Aktien zu kaufen, die sich bereits nahe ihrer Jahres- oder Allzeithochs befinden. Laut Cramer sei dies häufig "eine Lizenz, Geld zu verlieren", wie er in seiner CNBC-Sendung Mad Money vom 07. Januar 2026 erklärte.

Jim Cramer warnt: Anleger sollten nach der Rally selektiver werden

Dem Experten zufolge sollten Anleger nach dem starken Lauf der Märkte deutlich wählerischer agieren. Zudem betonte er, dass Investoren nicht den Fehler machen sollten, stark gelaufenen Aktien hinterherzulaufen.

Konkret warnte Cramer in seiner Sendung davor, Titel zu kaufen, die im laufenden Jahr bereits 30 oder 40 Prozent zugelegt haben. Stattdessen riet er dazu, geduldig auf bessere Einstiegsgelegenheiten zu warten. Der Markt habe zuletzt deutlich an Schwung gewonnen, was das Risiko von Rücksetzern erhöhe.

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Experte sieht Risiken bei Öl- und Bankaktien

Besonders kritisch äußerte sich Cramer zu Ölaktien. Er warnte vor einer "spätzyklischen Euphorie" in diesem Sektor. Anleger, die Ölproduzenten nahe ihrer jüngsten Höchststände gekauft hätten, könnten verwundbar sein, falls Venezuela seine Produktion hochfährt und dadurch zusätzlichen Druck auf die Rohölpreise ausübt.

Auch bei Bankaktien sieht Cramer kurzfristige Risiken - insbesondere im Vorfeld der anstehenden Berichtssaison. Zwar bezeichnete er den Sektor weiterhin als chronisch unterbewertet, dennoch könnten schwankende Erwartungen und vorsichtige Ausblicke die Kurse belasten.

Als Beispiel nannte er JPMorgan Chase, das mit rund dem 16-fachen des Gewinns günstig bewertet sei. Gleichzeitig warnte er jedoch, dass CEO Jamie Dimon in Phasen starker wirtschaftlicher Bedingungen dazu neige, Risiken besonders zu betonen - Kommentare, die die Aktie kurzfristig unter Druck setzen können.

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NVIDIA und Co.: Warum Tech-Aktien langfristig interessant bleiben könnten

Trotz seiner Warnungen sieht Cramer weiterhin Chancen im Technologiesektor. So verwies er im Rahmen der CNBC-Sendung auf CrowdStrike, dessen Aktie seit den November-Hochs deutlich gefallen war, bevor sie sich wieder etwas erholte. Geopolitische Instabilität - etwa durch Venezuelas politische Umwälzungen - führe historisch zu mehr Hackeraktivität und stärke damit die Nachfrage nach Cybersicherheitslösungen, so Cramer weiter.

Im gleichen Atemzug lobte er NVIDIA-CEO Jensen Huang, der CrowdStrike auf der CES 2026 als zentralen Cybersicherheitsanbieter bezeichnete, der die 10-Billionen-Dollar-Transformation von Unternehmen durch Künstliche Intelligenz absichere. Zudem bekräftigte Cramer sein Vertrauen in Microsoft, das nach den starken Quartalszahlen wegen hoher KI-Investitionen im dritten Quartal 2025 zeitweise deutlich korrigiert hatte. Auch seinen seine langjährigen Favoriten NVIDIA und Broadcom hob er hervor. "Auf jeden Fall sollte man einige ungeliebte Tech-Namen besitzen, aber Platz für eine hochwertige Konsum[aktie] lassen", summierte der Experte in seiner CNBC-Sendung.

Sein Fazit für Anleger lautet: Zurückhaltung sei nach starken Kursanstiegen das Gebot der Stunde. Wer geduldig bleibt und auf Qualität sowie günstige Einstiegsniveaus achtet, könnte langfristig besser fahren als mit Käufen nahe den Höchstständen.

Bettina Schneider / Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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