Trump-Zölle gegen Europa zurückgezogen: DAX stärker erwartet -- Asiens Börsen mehrheitlich fester -- Deutsche Börse plant Übernahme von Allfunds -- VW im Fokus
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Marktentwicklung
Nach drei schwachen Tagen infolge des neuerlichen Zollschocks zeigt sich am deutschen Aktienmarkt am Donnerstag wohl eine Erholung.
Eine Stunde vor Handeleröffnung klettert der DAX um 1,1 Prozent auf 24.822 Punkte.
Der TecDAX zieht vorbörslich 1,3 Prozent auf 3.689 Stellen an.
Damit würde sich der deutsche Leitindex der Marke von 25.000 Punkten wieder nähern, die am Montag aus Sorge vor angekündigten Zollen unterschritten wurde. Die Anleger sind erleichtert, denn die Drohung durch neue US-Zölle ab dem 1. Februar gegen acht europäische Länder ist nach einem Treffen des US-Präsidenten Donald Trump mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte wieder vom Tisch. Trump hat mit Rutte einen Rahmen für eine zukünftige Vereinbarung über Grönland und die gesamte Arktisregion gesteckt - daher sollen doch keine Zusatzzölle kommen. Nur wenige Stunden zuvor hatte das EU-Parlament im Gegenzug zu Trumps Zollandrohung noch die Ratifizierung des Handelsdeals mit den USA gestoppt.
"Noch sind nicht viele Details zum geplanten Abkommen zwischen den USA und der NATO bekannt", schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. "Viel wichtiger ist für die Börsianer ohnehin die Info, dass die angedrohten Zusatzzölle am 1. Februar nicht in Kraft treten werden. Ob das Grönland-Thema damit dauerhaft zur Zufriedenheit aller gelöst werden kann, bleibt zum jetzigen Zeitpunkt offen. Fürs Erste feiern die Börsen aber die neue Faktenlage."
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An den europäischen Börsen greifen die Anleger am Donnerstag beherzt zu.
Eine Stunde vor Handelbeginn steigt der EURO STOXX 50 um 0,8 Prozent auf 5.933 Einheiten.
"Die transatlantischen Spannungen wurden gemildert", hieß es am Morgen von der Commerzbank. Der US-Präsident Trump hat den Konflikt um die zu Dänemark gehörende Insel Grönland beim Weltwirtschaftsforum in Davos überraschend entschärft. Vor diesem Hintergrund hatten am Vorabend auch die US-Aktienkurse schon angezogen. Anleger warten nun aber auf die noch offenen Details.
Nach einem Gespräch mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte nahm Trump seine Drohung mit Strafzöllen gegen Deutschland und sieben andere europäische Länder zurück. Zur Begründung seines Kurswechsels verwies er darauf, dass während des Treffens ein Rahmen für eine zukünftige Vereinbarung über Grönland und die gesamte Arktisregion entstanden sei.
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Die US-Börsen notierten am Mittwoch deutlich im Plus.
Der Dow Jones eröffnete die Sitzung etwas höher und baute seine Gewinne im Verlauf kräftig aus. Sein Schlussstand: 49.077,23 Punkte (+1,21 Prozent).
Der NASDAQ Composite notierte zu Beginn ebenso leicht im Plus und legte anschließend stark zu. Er ging 1,18 Prozent stärker bei 23.224,82 Punkten aus dem Handel.
US-Präsident Donald Trump will die angekündigten Strafzölle gegen Deutschland und andere europäische Länder zum 1. Februar nun doch nicht verhängen. Zur Begründung verwies er auf der Plattform Truth Social auf einen Rahmen für eine künftige Vereinbarung über Grönland und die Arktis, der nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte entstanden sei. Details nannte Trump nicht.
Die Lösung werde, sofern sie umgesetzt werde, für die USA und alle Nato-Staaten von Vorteil sein, erklärte Trump. Auf dieser Grundlage werde er auf die für Anfang Februar geplanten Zölle verzichten. Zugleich bekräftigte er seine Forderung nach einem Verkauf Grönlands von Dänemark an die USA und kündigte weitere Gespräche zum Raketenabwehrprojekt "Golden Dome" an.
Zuvor hatte Trump unter Verweis auf den Grönland-Konflikt Zölle gegen Deutschland und sieben weitere europäische Nato-Staaten angedroht. Ein für Donnerstag geplanter EU-Sondergipfel zu dem Thema soll dennoch stattfinden.
Auf Unternehmensseite stand unter anderem die Netflix-Bilanz, die am Dienstag nach US-Börsenschluss veröffentlicht wurde, im Fokus der Anleger.
Die wichtigsten Märkte in Fernost können am Donnerstag überwiegend zulegen.
In Tokio verzeichnet der Nikkei 225 aktuell (07:30 Uhr) einen Gewinn von 1,73 Prozent bei 53.688,89 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland klettert der Shanghai Composite um 0,06 Prozent auf 4.119,40 Zähler.
Der Hang Seng in Hongkong gibt hingegen 0,06 Prozent auf 26.569,64 Stellen ab.
Zeichen der Entspannung im Grönland-Streit haben am Donnerstag an den asiatischen Aktienmärkten für Gewinne gesorgt. US-Präsident Donald Trump hatte mitgeteilt, es sei ein Rahmenabkommen zu einer zukünftigen Vereinbarung über Grönland und die Arktis erzielt worden. Seine Drohung weiterer Zölle gegen europäische Länder zog Trump zurück.
Die Grönland-Entwicklungen verdrängten in Tokio die jüngsten Zweifel darüber, wie die japanische Regierung höhere fiskalische Ausgaben finanzieren will. Vor diesem Hintergrund wird mit Spannung auf die am Freitag anstehende geldpolitische Entscheidung der Bank of Japan (BoJ) gewartet. Da allgemein damit gerechnet werde, dass die BoJ die Zinsen unverändert lasse, liege der Fokus auf der Pressekonferenz von Notenbankpräsident Kazuo Ueda, hieß es von Analysten. Im Dezember 2025 hatte die BoJ ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 0,75 Prozent angehoben - den höchsten Stand seit drei Jahrzehnten. Leicht stützend wirkte auch, dass die japanischen Exporte im Dezember den vierten Monat in Folge gestiegen sind, auch wenn der Anstieg unter den Erwartungen blieb.
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