Trumps Zollwende: DAX letztlich stärker -- Wall Street beendet Handel im Plus -- BASF verzeichnet Gewinnrückgang -- ASML, Moderna, DroneShield, VW, Ubisoft, Novo Nordisk, GameStop, D-Wave im Fokus
Wacker-Aktie stürzt ab: Übernahme durch Doosan Bobcat geplatzt. JPMorgan: Trump reicht wegen Kontoschließungen Klage ein. Ryanairs Schlagabtausch mit Tesla-Chef Musk wird zur Werbekampagne. Meta und Co. im Fokus - Britisches Oberhaus stimmt für Social-Media-Aus für Kinder. Rüstungswerte von Trumps Kehrtwende belastet.
Marktentwicklung
Nach drei schwachen Tagen infolge des neuerlichen Zollschocks zeigte sich am deutschen Aktienmarkt am Donnerstag eine Erholung.
So eröffnete der DAX bereits höher und blieb auch anschließend deutlich auf grünem Terrain. Schlussendlich gewann er 1,2 Prozent auf 24.856,47 Zähler.
Der TecDAX zog anfänglich an und legte im weiteren Handelsverlauf kräftig zu, bis er 1,83 Prozent fester bei 3.708,05 Punkten in den Feierabend ging.
Damit näherte sich der deutsche Leitindex wieder der Marke von 25.000 Punkten, die am Montag aus Sorge vor angekündigten Zollen unterschritten wurde. Die Anleger sind erleichtert, denn die Drohung durch neue US-Zölle ab dem 1. Februar gegen acht europäische Länder ist nach einem Treffen des US-Präsidenten Donald Trump mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte wieder vom Tisch. Trump hat mit Rutte einen Rahmen für eine zukünftige Vereinbarung über Grönland und die gesamte Arktisregion gesteckt - daher sollen doch keine Zusatzzölle kommen. Nur wenige Stunden zuvor hatte das EU-Parlament im Gegenzug zu Trumps Zollandrohung noch die Ratifizierung des Handelsdeals mit den USA gestoppt.
"Noch sind nicht viele Details zum geplanten Abkommen zwischen den USA und der NATO bekannt", schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. "Viel wichtiger ist für die Börsianer ohnehin die Info, dass die angedrohten Zusatzzölle am 1. Februar nicht in Kraft treten werden. Ob das Grönland-Thema damit dauerhaft zur Zufriedenheit aller gelöst werden kann, bleibt zum jetzigen Zeitpunkt offen. Fürs Erste feiern die Börsen aber die neue Faktenlage."
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An den europäischen Börsen griffen die Anleger am Donnerstag beherzt zu.
So startete der EURO STOXX 50 höher und stieg im Anschluss noch deutlicher in die Gewinnzone. Er beendete den Handelstag 1,33 Prozent im Plus bei 5.960,92 Einheiten.
Die Sorgen um Grönland haben sich wie erhofft als "viel Lärm um Nichts entpuppt". US-Präsident Donald Trump ruderte am Vortag gleich doppelt zurück - von seinen Grönland-Drohungen und neuen Strafzöllen gegen Europa. "Der TACO-Trade hat sich damit wieder ausgezahlt", kommentierte ein Händler.
Dass Trump seine Forderungen nicht umsetzen könne und es zu "Trump Always Chickens Out" komme, hatten schon zahlreiche Händler angesichts seiner Rede auf dem Wirtschaftsforum in Davos antizipiert. Gesichtswahrend für ihn wird nun von einem "Konzept zu einem Deal" gesprochen. Die Börsen dürften sich damit wieder in Richtung Berichtssaison orientieren.
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Die US-Börsen legten am Donnerstag zu.
Der Dow Jones hat die Sitzung mit Gewinnen begonnen und stieg auch anschließend weiter. Er verabschiedete sich letztlich 0,63 Prozent stärker bei 49.384,01 Punkten.
Der NASDAQ Composite bewegte sich ebenfalls auf positivem Terrain, nachdem er den Handelstag bereits fester startete. Sein Schlussstand: 23.436,02 Zähler (+0,91 Prozent).
An der Wall Street zeigte sich am Donnerstag ein festerer Handel. Bereits am Vortag hatten die Kurse deutlich zugelegt, nachdem US-Präsident Donald Trump im Konflikt um Grönland überraschend zurückgerudert war. Entgegen seiner ursprünglichen Drohung will Trump nun keine Strafzölle gegen jene europäischen NATO-Staaten verhängen, die zur Unterstützung Dänemarks Truppen auf die Insel entsandt hatten. Stattdessen erklärte er, sich mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte auf ein Rahmenabkommen über einen möglichen künftigen "Deal" zu Grönland verständigt zu haben - ohne jedoch nähere Details zu nennen.
Zudem wurden neue US-Konjunkturdaten veröffentlicht, darunter die zweite Schätzung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für das dritte Quartal 2025 sowie die Zahlen zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe.
Nach Angaben des US-Handelsministeriums wuchs die Wirtschaft im dritten Quartal etwas stärker als zunächst gemeldet. Das auf das Jahr hochgerechnete BIP legte gegenüber dem Vorquartal um 4,4 Prozent zu.
Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen in der Woche bis zum 17. Januar leicht an - um 1.000 auf insgesamt 200.000, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte.
Die wichtigsten Märkte in Fernost konnten am Donnerstag überwiegend zulegen.
In Tokio schloss der Nikkei 225 mit einem Gewinn von 1,73 Prozent bei 53.688,89 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland kletterte der Shanghai Composite bis Handelsende um 0,14 Prozent auf 4.122,58 Zähler.
Der Hang Seng in Hongkong zog um 0,17 Prozent auf 26.629,96 Stellen an.
Zeichen der Entspannung im Grönland-Streit haben am Donnerstag an den asiatischen Aktienmärkten für Gewinne gesorgt. US-Präsident Donald Trump hatte mitgeteilt, es sei ein Rahmenabkommen zu einer zukünftigen Vereinbarung über Grönland und die Arktis erzielt worden. Seine Drohung weiterer Zölle gegen europäische Länder zog Trump zurück.
Die Grönland-Entwicklungen verdrängten in Tokio die jüngsten Zweifel darüber, wie die japanische Regierung höhere fiskalische Ausgaben finanzieren will. Vor diesem Hintergrund wird mit Spannung auf die am Freitag anstehende geldpolitische Entscheidung der Bank of Japan (BoJ) gewartet. Da allgemein damit gerechnet werde, dass die BoJ die Zinsen unverändert lasse, liege der Fokus auf der Pressekonferenz von Notenbankpräsident Kazuo Ueda, hieß es von Analysten. Im Dezember 2025 hatte die BoJ ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 0,75 Prozent angehoben - den höchsten Stand seit drei Jahrzehnten. Leicht stützend wirkte auch, dass die japanischen Exporte im Dezember den vierten Monat in Folge gestiegen sind, auch wenn der Anstieg unter den Erwartungen blieb.
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