Goldpreis: Gewinnmitnahmen wegen nachlassender geopolitischer Sorgen

Der Goldpreis gab im frühen Donnerstagshandel nach, weil sich die geopolitischen Risiken abgeschwächt haben.
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von Jörg Bernhard
US-Präsident Donald Trump nahm auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos seine Zolldrohungen zurück und rückte zudem von Vorschlägen ab, Grönland notfalls mit Gewalt zu annektieren. Außerdem deutete er an, dass eine Einigung im Streit um das dänische Territorium in Sicht sein könnte - ein Konflikt, der das Potenzial gehabt hätte, die transatlantischen Beziehungen so stark zu belasten wie seit Jahrzehnten nicht mehr.
Der Dollar legte zu, während auch die Aktienmärkte an der Wall Street nach Trumps Rückzieher bei den Zolldrohungen fester tendierten. Dies alles führte zu einer nachlassenden Anziehungskraft des "sicheren Hafens Gold". Zudem signalisierten Richter des Obersten Gerichtshofs der USA Skepsis gegenüber Trumps Versuch, die Fed-Gouverneurin Lisa Cook zu entlassen - ein Fall, bei dem die Unabhängigkeit der US-Notenbank auf dem Spiel steht. Nun warten die Marktakteure auf die am Nachmittag anstehenden US-Daten zu den persönlichen Konsumausgaben (PCE), dem bevorzugten Inflationsindikator der Federal Reserve, sowie auf die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe. Diese könnten weitere Hinweise auf den geldpolitischen Kurs liefern. Die Fed dürfte bei ihrer Sitzung Ende des Monats die Leitzinsen trotz Trumps Forderungen nach Zinssenkungen unverändert lassen. Ungeachtet dieser Belastungsfaktoren haben die Analysten der US-Investmentbank Goldman Sachs ihre Goldpreisprognose für Dezember 2026 von 4.900 auf 5.400 Dollar angehoben.
Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit rückläufigen Notierungen. Bis 8.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 10,80 auf 4.826,70 Dollar pro Feinunze.

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Der Ölpreis präsentierte sich im frühen Donnerstagshandel stabil, nachdem US-Präsident Donald Trump die Spannungen mit Europa im Streit um Grönland entschärft hatte. Unterstützung kam auch von den Produktionsausfällen in zwei großen Ölfeldern in Kasachstan sowie von einem verbesserten Nachfrageausblick für das Jahr 2026. So hat die Internationale Energieagentur ihre Prognose für das weltweite Öl-Nachfragewachstum im Jahr 2026 nach oben revidiert. Dies soll zu einem etwas geringeren Angebotsüberschuss als bislang erwartet führen. Ausgebremst wurde die Erholungstendenz allerdings durch den vom API gemeldeten unerwarteten Lagerzuwachs um über drei Millionen Barrel. Nun warten die Marktakteure auf das "offizielle" Update der US-Energiebehörde EIA (18.00 Uhr).
Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit gehaltenen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,04 auf 60,66 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,05 auf 65,19 Dollar zurückfiel.
Redaktion finanzen.net
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