Nach Trump-Rede in Davos: DAX schließt leichter -- US-Börsen letztlich kräftig im Plus -- Trump stoppt Zollpläne -- Netflix, VW, Intel, Kraft Heinz, Rheinmetall, NVIDIA, Novo Nordisk, RENK im Fokus
Deutsche Börse will Allfunds kaufen. Telekom: Analyst verweist auf regulatorische Risiken. FDA beschleunigt Prüfung von BioNTechs Tumortherapie. Tesla weist Berichte über deutlichen Stellenabbau in Deutschland zurück. Prognose von Johnson & Johnson sorgt für Zurückhaltung. Travelers mit Gewinnsprung 2025. TRATON: VW-Tochter erreicht Ziele bei Umsatz und Marge.
Marktentwicklung
Der deutsche Leitindex bewegte sich zur Wochenmitte auf rotem Terrain.
Der DAX eröffnete die Sitzung etwas leichter. Bis zum frühen Nachmittag rutschte er tiefer in die Verlustzone. Anschließend konnte er seine Verluste jedoch etwas eingrenzen und ging schließlich 0,58 Prozent tiefer bei 24.560,98 Punkten in den Feierabend.
Der TecDAX ging derweil minimal fester in den Handel und pendelte zunächst in einer engeren Range um die Nulllinie, bevor er auf rotes Terrain abrutschte. Schlussendlich notierte er 0,15 Prozent tiefer bei 3.641,50 Stellen.
Nach den deutlichen Abschlägen an den beiden Vortagen zeigte sich am Mittwoch am deutschen Aktienmarkt eine leicht negative Tendenz. Die zuletzt erneut aufgeflammten Sorgen über die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump sorgten weiter für Zurückhaltung bei den Anlegern. Am Mittwoch stand Trumps Auftritt beim Weltwirtschaftsforum in Davos im Fokus, bei dem er den US-Besitzanspruch auf Grönland bekräftigte und "unverzüglich Verhandlungen" forderte, aber erklärte, dass er dafür keine Gewalt anwenden werde.
Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken
Anleger an Europas Börsen hielten sich am Mittwoch zurück.
So eröffnete der EURO STOXX 50 minimal höher, rutschte zwischenzeitlich aber deutlich ins Minus. Am Nachmittag näherte er sich jedoch wieder seinem Vortagesschlusskurs. Zum Handelsende waren noch Verluste von 0,16 Prozent bei 5.882,88 Einheiten zu sehen.
Nach Donald Trumps Übernahmeplänen für Grönland und Sorgen über die Zollpolitik des US-Präsidenten stand zur Wochenmitte seine Rede in Davos im Fokus der Anleger. Der US-Präsident will "unverzüglich Verhandlungen" über die Grönland-Übernahme durch die USA. Er erklärte aber, dass er dafür keine Gewalt anwenden werde.
Zur kompletten Index-Übersicht hier klicken
Die US-Börsen notierten am Mittwoch deutlich im Plus.
Der Dow Jones eröffnete die Sitzung etwas höher und baute seine Gewinne im Verlauf kräftig aus. Sein Schlussstand: 49.077,23 Punkte (+1,21 Prozent).
Der NASDAQ Composite notierte zu Beginn ebenso leicht im Plus und legte anschließend stark zu. Er ging 1,18 Prozent stärker bei 23.224,82 Punkten aus dem Handel.
US-Präsident Donald Trump will die angekündigten Strafzölle gegen Deutschland und andere europäische Länder zum 1. Februar nun doch nicht verhängen. Zur Begründung verwies er auf der Plattform Truth Social auf einen Rahmen für eine künftige Vereinbarung über Grönland und die Arktis, der nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte entstanden sei. Details nannte Trump nicht.
Die Lösung werde, sofern sie umgesetzt werde, für die USA und alle Nato-Staaten von Vorteil sein, erklärte Trump. Auf dieser Grundlage werde er auf die für Anfang Februar geplanten Zölle verzichten. Zugleich bekräftigte er seine Forderung nach einem Verkauf Grönlands von Dänemark an die USA und kündigte weitere Gespräche zum Raketenabwehrprojekt "Golden Dome" an.
Zuvor hatte Trump unter Verweis auf den Grönland-Konflikt Zölle gegen Deutschland und sieben weitere europäische Nato-Staaten angedroht. Ein für Donnerstag geplanter EU-Sondergipfel zu dem Thema soll dennoch stattfinden.
Auf Unternehmensseite stand unter anderem die Netflix-Bilanz, die am Dienstag nach US-Börsenschluss veröffentlicht wurde, im Fokus der Anleger.
Die wichtigsten Märkte in Fernost entwickelten sich zur Wochenmitte in unterschiedliche Richtungen.
In Tokio verlor der Nikkei 225 letztlich 0,41 Prozent auf 52.774,64 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland herrschte Zurückhaltung: Der Shanghai Composite notierte schlussendlich 0,08 Prozent höher bei 4.116,94 Zählern.
Der Hang Seng in Hongkong zeigte sich schließlich 0,37 Prozent höher bei 26.585,06 Stellen.
Zur Wochenmitte zeigten sich die asiatischen Aktienmärkte mit verschiedenen Vorzeichen. Die Aufmerksamkeit der Anleger richtete sich dabei vor allem auf die Entwicklungen rund um Grönland. US-Präsident Donald Trump plant am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos Gespräche mit europäischen Politikern, wobei der Markt auf eine einvernehmliche Lösung setzt.
Weiterhin im Fokus stand zudem Japan. Dort hatten am Vortag Befürchtungen über eine zu expansive Fiskalpolitik für starke Turbulenzen am Anleihemarkt gesorgt, was einen deutlichen Ausverkauf japanischer Staatsanleihen auslöste. In der Folge stieg die Rendite zehnjähriger Papiere auf den höchsten Stand seit 27 Jahren. Die Finanzministerin zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass sich die Lage stabilisieren werde und nicht außer Kontrolle gerät.
Top Themen

News-Ticker
UBS AG: Neutral für QIAGEN-Aktie
(12:28 Uhr)Gaspreis, Goldpreis, Ölpreis & Co aktuell
(20:43 Uhr)Salzgitter-Aktie dank Oddo BHF im Höhenflug
(16:57 Uhr)Deutsche Bank: Honeymoon bei KI ist vorüber
(16:30 Uhr)Warum die Ölpreise etwas steigen
(15:27 Uhr)So bewegen sich Gold & Co. heute
(13:17 Uhr)UBS AG gibt GEA-Aktie Buy
(09:39 Uhr)Goldpreis: Marke von 4.700 Dollar "geknackt"
(07:25 Uhr)