Trump-Rede in Davos: DAX vorbörslich wenig bewegt -- Asiens Börsen uneins -- Netflix-Bilanz mit Gewinn- und Umsatzsprung -- Amazon, Rheinmetall im Fokus
QIAGEN: Gerüchte über Strategiewechsel. Renault will in französische Rüstungsindustrie einsteigen. UBS-Aktie: CEO Ermotti zeigt sich hinsichtlich Wachstum optimistisch. Roche-Aktie: Investition in neues Genentech-Werk in North Carolina verdoppelt. Klöckner: Worthington Steel stockt Beteiligung auf.
Marktentwicklung
Der deutsche Leitindex dürfte sich auch zur Wochenmitte seitwärts bewegen.
So zeigt sich der DAX gemäß vorbörslicher Indikationen ohne große Bewegung.
Der TecDAX zeigt sich rund eine Stunde vor Handelsstart hingegen mit moderaten Verlusten.
Nach den deutlichen Abschlägen an den beiden Vortagen deutet sich am Mittwoch am deutschen Aktienmarkt zunächst keine klare Richtung an. Die zuletzt erneut aufgeflammten Sorgen über die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump sorgen weiterhin für Zurückhaltung bei den Anlegern, die nun gespannt auf seinen Auftritt beim Weltwirtschaftsforum in Davos blicken.
Marktbeobachter Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners mahnte zugleich zur Vorsicht: "Börsianer sollten allerdings nicht davon ausgehen, dass Trump heute Beruhigungsversuche unternimmt".
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Anleger an Europas Börsen dürften sich am Mittwoch zurückhalten.
Der EURO STOXX 50 tendiert vorbörslich seitwärts.
"Alle warten auf Donald Trump", sagte ein Marktteilnehmer laut Dow Jones am Morgen. In Asien blieben die befürchteten weiteren Kursverluste größtenteils aus. Auch am US-Rentenmarkt kam es bislang nicht zu den erwarteten Anschlussverkäufen.
Zusätzlich kündigte US-Präsident Trump an, seine Umfragewerte stärken zu wollen, indem jeder US-Bürger aus den Zolleinnahmen einen Scheck über 2.000 Dollar erhalten soll. Gleichzeitig hält die Nachfrage nach Edelmetallen an, und der Euro behauptet seine jüngsten Zugewinne. "Sollte Trump die Lage weiter eskalieren, könnten die Kurse wieder deutlich nachgeben", warnte ein Marktteilnehmer, wie Dow Jones berichtet. Umgekehrt seien bei Entspannungssignalen auch Kursgewinne möglich.
Ursprünglich war Trumps Rede in Davos für 14.30 Uhr MEZ angesetzt. Aufgrund technischer Probleme mit dem Flug nach Zürich könnte sich der Auftritt jedoch verzögern.
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Die US-Börsen haben die verkürzte Handelswoche tief auf rotem Terrain begonnen.
Der Dow Jones verlor zur Startglocke bereits klar und rutschte anschließend noch stärker ab. Er beendete den Handel 1,76 Prozent tiefer bei 48.488,77 Punkten.
Der NASDAQ Composite machte zur Eröffnung ebenfalls Verluste und tendierte auch weiterhin tief im Minus. Er schloss den Tag 2,39 Prozent schwächer bei 22.954,32 Einheiten ab.
Für den S&P 500 ging es zum Beginn der Sitzung deutlich abwärts. Auch im weiteren Verlauf ging es weiter runter. Schlussendlich wurden Verluste in Höher von 2,06 Prozent bei 6.796,93 Stellen verzeichnet.
An der Wall Street ließen sich am Dienstag deutliche Kursverluste beobachten. Nach dem feiertagsbedingten Handelspause am Montag reagierten die US-Anleger nun auf die Eskalation im Streit um Grönland. Präsident Donald Trump hatte am Wochenende erneut Anspruch auf die zu Dänemark gehörende Insel erhoben und europäischen NATO-Staaten Strafzölle angedroht, die Dänemark militärisch unterstützen. Die Europäische Union kündigte daraufhin entschiedene Gegenmaßnahmen an.
Im Mittelpunkt des Interesses stand nun das Weltwirtschaftsforum in Davos. Während EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die geplanten US-Strafzölle am Dienstag als "Fehler" bezeichnete und die Souveränität Grönlands verteidigte, wird am Mittwoch die Rede von Präsident Trump erwartet.
Anders als erwartet stellte sich im Handelsverlauf noch heraus, dass es an diesem Dienstag doch noch keine Entscheidung über die Rechtmäßigkeit schon geltender US-Zölle durch den Obersten Gerichtshof geben wird.
Im Fokus der Anleger stand zudem die Netflix-Bilanz, die nach US-Börsenschluss veröffentlicht wurde.
Die wichtigsten Märkte in Fernost entwickeln sich zur Wochenmitte in unterschiedliche Richtungen.
In Tokio verliert der Nikkei 225 zeitweise 0,41 Prozent auf 52.774,64 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland hingegen geht es leicht abwärts: Der Shanghai Composite notiert zwischenzeitlich 0,08 Prozent höher bei 4.116,94 Zähler.
Der Hang Seng in Hongkong zeigt sich derweil 0,71 Prozent höher bei 26.674,34 Stellen.
Zur Wochenmitte zeigen sich die asiatischen Aktienmärkte mit verschiedenen Vorzeichen. Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich dabei vor allem auf die Entwicklungen rund um Grönland. US-Präsident Donald Trump plant am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos Gespräche mit europäischen Politikern, wobei der Markt auf eine einvernehmliche Lösung setzt.
Weiterhin im Fokus steht zudem Japan. Dort hatten am Vortag Befürchtungen über eine zu expansive Fiskalpolitik für starke Turbulenzen am Anleihemarkt gesorgt, was einen deutlichen Ausverkauf japanischer Staatsanleihen auslöste. In der Folge stieg die Rendite zehnjähriger Papiere auf den höchsten Stand seit 27 Jahren. Die Finanzministerin zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass sich die Lage stabilisieren werde und nicht außer Kontrolle gerät.
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