Amazon-Aktie zwischen Verlusten und Chancen: Diese Faktoren sorgen für Bewegung

Von milliardenschweren Fehlinvestitionen bis zu Kupfer-Deals: Was die Amazon-Aktie antreibt - und weshalb Analysten bullish bleiben.
Werte in diesem Artikel
• Amazon-Aktie zwischen Chancen und Risiken
• Kupfer-Deal mit Rio Tinto sichert KI-Infrastruktur
• AWS-Wachstum macht Experten bullish
Die Aktie von Amazon konnte Anleger im Jahr 2025 kaum überzeugen. Trotz deutlicher Kursschwankungen blieb am Jahresende lediglich ein Zuwachs von 5,21 Prozent. Damit belegte der weltgrößte Onlinehändler den letzten Platz innerhalb der "Magnificent Seven".
Seit Jahresbeginn haben Anleger ein moderates Plus von 3,60 Prozent in ihren Portfolios. Auf Sicht der letzten drei Monate kann der Anteilsschein jedoch deutlicher überzeugen: Hier schlägt ein Gewinn von 10,46 Prozent zu Buche. Zuletzt schloss die Amazon-Aktie mit einem Aufschlag von 0,39 Prozent bei 239,12 US-Dollar. Am Dienstag zeichnen sich jedoch rote Vorzeichen ab: Im NASDAQ-Handel verliert das Papier zeitweise 2,79 Prozent auf 232,46 US-Dollar.
Die Sorge über makroökonomische Risiken bei Tech-Titeln und eine vorsichtigere Anlegerstimmung aufgrund geopolitischer Risiken könnte zu Gewinnmitnahmen geführt haben.
Wie sich die Saks-Pleite auf die Amazon-Aktie auswirkt
Zusätzlichen Druck auf die Aktie übt womöglich die Insolvenz des Luxus-Kaufhauses Saks aus. Amazon hatte in den vergangenen Jahren Milliarden in das Unternehmen investiert, diese Beteiligung gilt nun jedoch als nahezu wertlos. Zwar ist der finanzielle Schaden für den Tech-Konzern insgesamt begrenzt, dennoch könnte die Nachricht kurzfristig für Verunsicherung sorgen und das Vertrauen der Anleger belasten.
Strategischer Kupfer-Deal mit Rio Tinto sichert KI-Infrastruktur
Ein strategischer Schritt mit Blick auf den Ausbau der KI-Infrastruktur ist hingegen der jüngst geschlossene Deal mit dem Bergbaukonzern Rio Tinto. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, sichert sich Amazon Web Services (AWS) im Rahmen eines zweijährigen Liefervertrags Kupfer aus dem Nuton-Projekt in Arizona, einer der ersten neuen Kupferquellen in den USA seit mehr als einem Jahrzehnt. Das Metall wird für den Bau und Betrieb von Rechenzentren benötigt. Im Gegenzug stellt Amazon Cloud-Computing- und Datenanalyseleistungen bereit, um die Förderprozesse zu optimieren, hieß es. Auch wenn die gelieferten Mengen nur einen kleinen Teil des enormen Kupferbedarfs abdecken, unterstreicht der Deal Amazons Bestreben, sich frühzeitig kritische Rohstoffe für das KI-Wachstum zu sichern.
Experten bullish: Amazon als Profiteur der KI-Revolution
Jed Ellerbroek von Argent Capital Management zeigt sich zuversichtlich. Ellerbroek kalkuliert laut Yahoo Finance für 2026 mit einem AWS-Wachstum von über 20 Prozent sowie einer zweistelligen Expansion im Handelsbereich. Seine Einschätzung: Die Amazon-Aktie werde sich erholen und das Unternehmen "als Gewinner im Bereich KI herausstellen".
Diese Prognose stützt sich auf den forcierten Infrastrukturausbau im KI-Segment. Amazon schließe erkennbar zum Wettbewerb auf und erweitere seine Kapazitäten massiv. Als Beleg verweist Ellerbroek auf die starken Quartalszahlen des dritten Quartals, die auf steigende Erlöse und verbesserte operative Kennzahlen hindeuteten.
Nach dem schwachen Börsenjahr 2025 könnte also eine Neubewertung des Konzerns anstehen. Auch die Mehrheit der Analysten zeigt sich überaus optimistisch: Auf TipRanks empfehlen 46 von 74 Analysten die Aktie zum Kauf. Dem gegenüber steht lediglich eine Halteempfehlung. Verkaufsempfehlung liegen derzeit keine vor. Mit einem durchschnittlichen Kursziel von 294,93 US-Dollar besteht ein Aufwärtspotenzial von 23,34 Prozent zum aktuellen Schlusskurs von 239,12 US-Dollar.
Redaktion finanzen.net
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