Krypto-Selloff

Bitcoin unter 90.000 US-Dollar - auch andere Kryptowährungen unter Druck: Das belastet den Markt

21.01.26 08:48 Uhr

BTC rutscht unter 90.000 US-Dollar, auch Ethereum, Soland, Rippe und Co unter Druck: Das reißt den Kryptomarkt mit nach unten | finanzen.net

Der Kryptomarkt hat am Mittwoch einen Rücksetzer zu verkraften. Dabei verstärken mehrere Faktoren den Abwärtstrend.

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Bitcoin rutscht unter die Marke von 90.000 US-Dollar
• Altcoins wie Ethereum, BNB und Ripple ebenfalls schwach
• Geopolitik und Anleihemärkte verstärken Risikoaversion

Das Kryptourgestein Bitcoin rutscht unter die 90.000-Dollar-Marke und wurde zuletzt bei rund 89.114 US-Dollar gehandelt. Auch für Ethereum geht es abwärts, mit zuletzt 2.967 US-Dollar bleibt die runde Marke von 3.000 US-Dollar unterschritten. Ebenfalls Verluste verzeichnen der Binance-Coin BNB (-4,6 Prozent auf 875 US-Dollar) und Ripple (-1,9 Prozent auf 1,90 US-Dollar), während Solana mit zeitweise rund 127,72 US-Dollar ebenfalls weniger kostet als am Vortag.

Was den Markt belastet

Der Dip am Kryptomarkt spiegelt einen breiteren Sell-off in Aktien, langfristigen US-Staatsanleihen und japanischen Anleihen wider.

Der Absturz hängt eng mit eskalierten geopolitischen Spannungen zusammen, insbesondere den Forderungen der USA unter Präsident Trump nach Grönland, die zu globaler Unsicherheit führen. Investoren fliehen aus risikoreichen Assets wie Kryptos in sichere Häfen wie Gold, dessen Preis im Gegenzug Rekordhöhen erklimmt.

Anleihen als weiterer Belastungsfaktor

Arthur Hayes, Mitgründer von BitMEX, hat sich skeptisch zur aktuellen Marktlage geäußert. Er wies darauf hin, dass die Instabilität am japanischen Anleihemarkt zunehmend die US-Treasuries unter Druck setzt. Auf der Plattform X prognostizierte er, dass eine Intervention oder Rettungsmaßnahme wahrscheinlich werde, sobald der MOVE-Index - ein Gradmesser für die Volatilität von US-Staatsanleihen - in den Bereich von 130 bis 140 steigt. Bis dieser Punkt erreicht sei, müssten sich Investoren jedoch auf eine Phase einstellen, in der Risikovermeidung dominiere.

Und auch Galaxy-CEO Mike Novogratz fand warnende Worte - insbesondere mit Blick auf die schwache BTC-Entwicklung bei gleichzeitig steigendem Goldpreis: "Der Goldpreis signalisiert uns, dass wir unseren Status als Reservewährung immer schneller verlieren. Auch der Ausverkauf langlaufender Anleihen ist kein gutes Zeichen. $BTC ist enttäuschend, da die Kryptowährung weiterhin auf Abwärtsdruck stößt. Ich wiederhole: Sie muss 100.000 bis 103.000 erreichen, um ihren Aufwärtstrend wieder aufzunehmen. Ich denke, das wird mit der Zeit gelingen", so der Marktexperte in einem X-Post.

Trump-Auftritt in Davos könnte für weitere Verwerfungen sorgen

Am Mittwoch wird US-Präsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos erwartet. Am Nachmittag wird der Republikaner eine Rede halten, in deren Mittelpunkt auch die US-Pläne für Grönland stehen dürften. Am Wochenende hatte die US-Regierung mit Strafzöllen gedroht, sollten sich EU-Länder gegen die Pläne des Weißen Hauses stellen. Sollte sich die Lage auch nach der Rede des US-Präsidenten nicht entspannen, sondern weiter verschärfen, ist mit zusätzlichen Verwerfungen an den Finanzmärkten zu rechnen. Auch der Kryptomarkt dürfte dies zu spüren bekommen.

Redaktion finanzen.net

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