DAX setzt Verlustserie gebremst fort - Trump-Auftritt in Davos mit Spannung erwartet

Der deutsche Aktienmarkt zeigt sich auch am Mittwoch mit Verlusten. Anleger treten angesichts der geopolitischen Lage auf die Bremse.
Zum Handelsstart wies der DAX einen Abschlag von 0,27 Prozent auf 24.636,55 Zähler aus. Danach bleibt er auf rotem Terrain, im Vergleich zu den vergangenen zwei Handelstagen halten sich die Abgaben aber in Grenzen.
Der jüngste DAX-Rekord
Am Dienstag, den 13. Januar, hatte der DAX bei 25.507,79 Punkten ein Allzeithoch markiert und damit erstmals in seiner Geschichte die Schwelle von 25.500 Punkten überschritten. Letztlich war er an diesem Tag bei 25.420,66 Zählern in den Feierabend gegangen, was einen neuen Rekord auf Schlusskursbasis bedeutete.
Grönland-Streit bleibt Wegweiser
Im Blickpunkt der Anleger steht das Eintreffen von Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Grönland, Zölle, Gazastreifen: Vor seiner Reise nach Davos zum Weltwirtschaftsforum (WEF) hat US-Präsident Donald Trump die Europäer in große Aufregung versetzt. Sie suchen eine Antwort auf seine Drohung mit Zöllen gegen Deutschland und andere Länder für den Fall, dass Dänemark die Arktisinsel Grönland nicht an die USA verkaufen sollte. Jetzt kommt Trump zur WEF-Jahrestagung in die Schweizer Berge und spricht dort auf einer Weltbühne.
Trump dürfte den Druck auf die Europäer weiter erhöhen, mit dem Ziel, Grönland den USA einzuverleiben. Es seien viele Treffen zur Zukunft der zu Dänemark gehörenden Insel geplant, kündigte der US-Präsident Stunden vor seiner Abreise in Washington an, ohne dabei ins Detail zu gehen. "Ich denke, die Dinge werden ziemlich gut laufen." Trump gab sich auch zuversichtlich, dass eine Einigung mit NATO-Partnern möglich sei. Er denke, man werde eine Lösung finden, mit der die NATO und die USA "sehr glücklich" sein werden.
Netflix-Zahlen im Blick
In den USA nimmt die Berichtssaison weiter Fahrt auf. Am Vorabend legte der Streaming-Riese Netflix Zahlen vor, die aber nicht überzeugen konnten.
Redaktion finanzen.net / dpa-AFX
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