Kraft Heinz-Aktie unter Druck: Stößt Berkshire Hathaway seine Beteiligung ab?

Fast acht Milliarden Dollar ist die Beteiligung von Berkshire Hathaway an Kraft Heinz wert. Doch offenbar zieht man einen Verkauf der Aktien in Betracht.
Werte in diesem Artikel
• Spekulationen über Berkshire-Ausstieg belasten Kraft Heinz-Aktie
• SEC-Mitteilung rückt Beteiligung in den Fokus
• Strategische Differenzen verschärfen Unsicherheit
3,54 Prozent niedriger bei 22,92 US-Dollar zeigt sich die Aktie von Kraft Heinz im vorbörslichen NASDAQ-Handel. Damit reagieren Anleger auf Spekulationen um den möglichen Beteiligungsverkauf eines Großinvestors.
Stößt Berkshire Hathaway das Aktienpaket ab?
Konkret geht es um die Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway, die jahrzehntelang von Starinvestor Warren Buffett geführt wurde. Wie aus einer Mitteilung von Berkshire Hathaway an die US-Börsenaufsicht SEC hervor geht, zieht das Unternehmen im Betracht seine gesamte Beteiligung von 325,44 Millionen Stammaktien an Kraft Heinz zu veräußern. Damit wäre der mit Abstand größte Einzelaktionär, der bislang 27,5 Prozent aller Kraft Heinz-Aktien im Depot hatte, bei dem Konsumgüterkonzern komplett ausgestiegen.
Streit um Strategie
Hintergrund dürfte der strategische Dissens sein. Kraft Heinz will das Geschäft in zwei Firmen teilen - eine für Wachstumstreiber wie Heinz Ketchup oder Philadelphia, und eine für schwächelnde Sparten wie Oscar Mayer und Lunchables. Buffett hatte diesen Plan gegenüber CNBC in der Vergangenheit als wenig sinnvoll kritisiert.
Finanziell ist das Engagement für Berkshire ohnehin ein Verlustgeschäft. Das 2015 im Zuge der Fusion (gemeinsam mit der inzwischen ausgestiegenen 3G Capital) erworbene Paket kostete rund 9,8 Milliarden Dollar. Heute ist der Anteil von 27,5 Prozent (325,4 Millionen Aktien) nur noch 7,8 Milliarden wert.
Ausstieg könnte Kraft Heinz-Aktie massiv unter Druck setzen
Sollte Berkshire Hathaway ernst machen und die Beteiligung komplett auf den Markt werfen, dürfte dies für massive Verwerfungen beim Aktienkurs von Kraft Heinzs sorgen. Vor dem Hintergrund, dass die Aktie ohnehin kräftig unterperformt - auf Zwölfmonatssicht haben Anleger ein Minus von 18 Prozent in ihren Depots - ist eine zeitnahe Erholung des Kurses wenig wahrscheinlich.
Redaktion finanzen.net
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