Historischer Führungswechsel

Berkshire Hathaway-Aktie mit neuem CEO: Greg Abels erster Tag als Warren Buffetts Nachfolger

01.01.26 03:41 Uhr

Erster Tag im Amt: Buffett übergibt CEO-Posten an Greg Abel - so hoch sind die Erwartungen der Anleger von NYSE-Aktie Berkshire Hathaway | finanzen.net

Nach fast sechs Jahrzehnten unter Warren Buffett startet Greg Abel heute als neuer CEO in eine der anspruchsvollsten Führungsrollen der Geschichte von Berkshire Hathaway.

Werte in diesem Artikel

• Greg Abel startet als neuer CEO von Berkshire Hathaway
Warren Buffett bleibt Chairman
• Investoren-Erwartungen im Blick

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Ein historischer Tag für die Investmentwelt: Heute, am 1. Januar 2026, tritt Greg Abel offiziell sein Amt als neuer CEO von Berkshire Hathaway an. Damit endet eine Ära, die wie keine zweite mit dem Namen Warren Buffett verbunden ist. Buffett bleibt Chairman, übergibt die operative Führung jedoch an seinen langjährigen Vertrauten. Laut vieler Experten beginnt für den 63-jährigen Abel damit eine der anspruchsvollsten CEO-Aufgaben der Unternehmensgeschichte.

Der Kanadier Greg Abel wurde 1962 in Edmonton geboren und wuchs in einem Arbeiterviertel auf. Schon früh sammelte er Führungserfahrung beim Hockey, bevor er ein Studium der Buchhaltung an der Universität von Alberta absolvierte. Nach Stationen bei PricewaterhouseCoopers stieg Abel 1999 über die Berkshire-Übernahme von MidAmerican Energy als dessen President ins Berkshire-Ökosystem ein. Über ein Jahrzehnt leitete er Berkshire Hathaway Energy, bevor er 2018 zum Vize-Vorsitzenden des Konzerns ernannt wurde. Abel gilt als akribischer, ergebnisorientierter Manager mit klarer Hands-on-Philosophie - Eigenschaften, die für seine heutige Position relevant sein könnten.

Abel folgt auf Buffett: Ein Generationenwechsel mit Signalwirkung

Warren Buffett hat Berkshire Hathaway über sechs Jahrzehnte geprägt und aus einem angeschlagenen Textilunternehmen einen Billionen Dollar schweren Mischkonzern geformt. Mit Beteiligungen an nahezu 200 Unternehmen - darunter Apple und American Express - gilt Berkshire vielen Investoren als Spiegelbild der US-Wirtschaft.

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Dass Abel heute übernimmt, war lange vorbereitet: Bereits vor Jahren ernannte Buffett ihn zum designierten CEO. Dennoch ist der Schritt von enormer Bedeutung für Aktionäre und Märkte. "Es gibt einen enormen Halo-Effekt (von Buffett)", sagte Lawrence Cunningham, Professor an der George Washington University und Buffett-Biograf, laut Reuters. Dieser Effekt, so die Erwartung vieler Marktbeobachter, dürfte nun jedoch nach und nach nachlassen.

CEO von Berkshire Hathaway: Neue Erwartungen der Investoren

Mit Greg Abel beginnt eine Phase, in der Berkshire operativ enger geführt werden könnte. Analystin Cathy Seifert von CFRA Research erklärte gegenüber Reuters: "Greg Abel könnte stärker hands-on sein als Warren Buffett". Er könne "den Bleistift spitzer ansetzen", wenn es um Kosten, Effizienz und Wachstum gehe.

Investoren richten den Blick nun vor allem auf zwei Themen: Kapitalallokation und Dividendenpolitik. Berkshire sitzt auf rund 381,7 Milliarden US-Dollar Cash. Viele Aktionäre fordern zudem seit Jahren, erstmals seit 1967 wieder eine Dividende zu zahlen. Seifert erwartet laut Reuters, "dass mehr Aktionäre nach der Zahlung einer Dividende, einer besser ausgearbeiteten Aktienrückkaufpolitik und einer formelleren Kapitalallokationsstrategie rufen werden".

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Warren Buffett bleibt mächtig - und prägend

Trotz des CEO-Wechsels bleibt Warren Buffett allgegenwärtig. Er kontrolliert laut Unternehmensangaben weiterhin rund 30 Prozent der Stimmrechte und wird als Chairman erheblichen Einfluss ausüben. "Solange Warren Buffett noch arbeitet und noch Vorsitzender ist, wird Berkshire seine Fingerabdrücke im Geschäft haben", sagte Steve Check von Check Capital Management laut Reuters.

Gleichzeitig erwarten viele Aktionäre Kontinuität statt Bruch. "Wir wollen Berkshires Kultur nicht verändern", betonte Check weiter. Genau darin liegt Abels Balanceakt: Modernisieren, ohne das Erfolgsmodell zu beschädigen.

Ein schwieriger Start - mit langfristiger Perspektive?

Dass die Renditen künftig niedriger ausfallen könnten, gilt laut Experten als realistisch. Langzeitinvestor James Armstrong sagte laut Reuters: "Wir erwarten nicht die 23 Prozent, die Buffett jahrzehntelang erzielt hat". Zufrieden wäre er bereits mit 8 bis 10 Prozent pro Jahr.

Heute beginnt für Greg Abel somit nicht nur ein neuer Job, sondern ein Langstreckenlauf unter Beobachtung der gesamten Finanzwelt. Oder, wie Lawrence Cunningham es laut Reuters formulierte: "Seine größte Herausforderung ist zu sagen: Ich bin nicht Warren Buffett - und das sollte euch egal sein".

Bettina Schneider / Redaktion finanzen.net

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