Berkshire Hathaway-Aktie: Neuer CEO Greg Abel verdient 250-mal mehr als Warren Buffett

Mit dem Führungswechsel bei Berkshire ändert sich auch die Vergütungskultur. Der neue CEO Abel verdient ein Vielfaches dessen, was sein Vorgänger Buffett über Jahrzehnte akzeptierte.
Werte in diesem Artikel
• Greg Abel übernahm am 1. Januar 2026 die CEO-Position bei Berkshire Hathaway von Warren Buffett
• Abels Gehalt ist 250-mal höher als Buffetts langjährige Vergütung von 100.000 US-Dollar jährlich
• Buffett verzichtete über 40 Jahre auf Boni, Aktienoptionen oder Gehaltserhöhungen
Ein historischer Wechsel an der Spitze
Am 1. Januar 2026 übernahm Greg Abel offiziell die Position des Presidenten und CEO bei Berkshire Hathaway. Der 63-jährige Kanadier folgt damit auf Warren Buffett, der das Unternehmen über sechs Jahrzehnte geführt und von einem strauchelnden Textilhersteller zu einem Konglomerat mit einem Marktwert von über einer Billion Dollar aufgebaut hatte. Buffett, mittlerweile 95 Jahre alt, bleibt dem Unternehmen als Verwaltungsratsvorsitzender erhalten.
Die Ankündigung des Führungswechsels erfolgte bereits auf der Hauptversammlung am 3. Mai 2025, als Buffett erklärte, die Zeit sei gekommen, dass Abel zum Jahresende das Ruder übernehmen solle. Nur wenige Stunden später stimmte der Vorstand einstimmig für Abel als Nachfolger.
25 Millionen US-Dollar jährlich - eine neue Ära der Vergütung
Wie aus einer SEC-Meldung vom 6. Januar 2026 hervorgeht, erhält Greg Abel ein jährliches Bargehalt von 25 Millionen US-Dollar. Damit verdient der neue Berkshire-Chef 250-mal mehr als sein Vorgänger. Warren Buffett hatte bekanntlich über mehr als 40 Jahre hinweg an einem Jahresgehalt von lediglich 100.000 US-Dollar festgehalten - ohne Boni oder Aktienoptionen.
Laut Reuters markiert Abels Vergütung einen deutlichen Bruch mit der bisherigen Vergütungskultur des Unternehmens. Das Gehalt entspricht dabei durchaus den Branchenstandards: Der Median der CEO-Vergütungen im S&P 500 lag 2024 bei rund 18,9 Millionen US-Dollar. Bereits als Vice Chairman of Non-Insurance Operations erhielt Abel 2024 ein Gehalt von 21 Millionen US-Dollar, sein neues Gehalt liegt nun nochmals 19 Prozent darüber.
Buffetts bescheidene Philosophie
Buffetts minimale Vergütung war stets Ausdruck seiner Überzeugung, dass CEO-Gehälter die langfristigen Interessen der Aktionäre widerspiegeln sollten. Da der Großteil seines geschätzten Vermögens von rund 150 Milliarden US-Dollar ohnehin in Berkshire-Aktien gebunden ist, sah er keinen Bedarf an hohen Bargehältern. Auf der Hauptversammlung 2017 äußerte Buffett die Hoffnung, sein Nachfolger möge bereits wohlhabend genug sein, um nicht von überhöhten Vergütungen angetrieben zu werden.
Abel bringt über 25 Jahre Erfahrung im Berkshire-Universum mit. Er stieß 1999 durch die Übernahme von MidAmerican Energy zum Konzern, leitete später als CEO das heutige Berkshire Hathaway Energy und wurde 2018 zum Vice Chairman befördert. Buffett selbst lobte seinen Nachfolger in einem CNBC-Interview mit den Worten, er würde sein Geld lieber von Abel verwalten lassen als von jedem anderen Top-Anlageberater oder CEO in den USA.
D. Maier / Redaktion finanzen.net
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